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Esna – Tempel, Nilgeschichte und Kunsthandwerk

Unterkünfte in Esna

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Sehenswürdigkeiten in Esna setzen unterschiedliche Schwerpunkte: Tempelarchitektur, Handels- und Klostergeschichte, Nilregulierung und Kunsthandwerk. Wenn Sie ein Hotel in Esna suchen, können Sie diese Themen als Orientierung für Ihre Planung nutzen und zugleich Ihre persönlichen Anforderungen an die Unterkunft berücksichtigen.

Foto: Angelika + Peter Baczkowski

Der Tempel von Esna und sein Pronaos

Der Tempel von Esna ist die wichtigste Sehenswürdigkeit des Ortes. Er ist Chnum, seinen Gemahlinnen Menhit und Satet sowie der Göttin Neith geweiht. Besonders prägnant ist der Pronaos: Er ist der letzte große erhaltene Tempelraum aus der römischen Zeit in Ägypten. Sein Portikus besitzt sechs Reihen mit je vier Säulen und Lotusblattmotiven. An der Decke des Pronaos befindet sich das größere Latopolitanische Tierkreisbild. Im Tempel sind außerdem zahlreiche Kartuschen römischer Kaiser dokumentiert. Zwei Hymneninschriften sind kryptografisch geschrieben und verwenden fast ausschließlich Widder- und Krokodilfiguren. So treffen in der Tempelbeschreibung Architektur, astronomische Darstellung und eine ungewöhnliche Form der Inschrift aufeinander.

Handels- und Religionsgeschichte

Eine andere historische Nutzung zeigt die Wakalat al-Geddawi. Das zweigeschossige Gebäude aus roten Ziegeln diente verschiedenen Zwecken: Im Erdgeschoss befanden sich Verkaufsläden, während das Obergeschoss Händlern als Unterkunft diente. Zu Esnas weiteren historischen Bauwerken zählen das Minarett al-ʿAmriyya, ein seltenes fatimidisches Minarett aus dem Jahr 1087 n. Chr., und das Kloster des heiligen Matthäus des Töpfers. Dieses ist eines der zwei ältesten Klöster von Esna.

Wehre und Wasserbau

Auch die Geschichte der Nilregulierung ist in Esna an konkreten Bauwerken abzulesen. Das alte Esna-Wehr wurde 1908 unter Khedive Abbas Hilmi II. am Nil bei Kilometer 169 errichtet. Es sollte den Hochwasserabfluss kontrollieren und die Flussschifffahrt verbessern. Das neue Esna-Wehr verfügt über eine Schleuse, die gleichzeitig die Durchfahrt von zwei großen Flussschiffen ermöglicht. Die beiden Anlagen geben damit unterschiedliche technische Einblicke: Beim alten Wehr stehen Bauzeit und Aufgaben im Vordergrund, beim neuen die Schleusenkapazität.

Das Bewässerungsmuseum ergänzt dieses Thema mit Modellen des neuen Esna-Wehrs, des neuen Nag-Hammadi-Wehrs, der Stromerzeugung am Assuan-Staudamm und eines Schwerkraftturms zur Stromerzeugung. Die Modellthemen reichen somit vom Wasserbau bis zur Energiegewinnung. Das bietet einen weiteren Zugang zur Technikgeschichte, ohne den Blick allein auf die Wehre zu beschränken.

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Kunsthandwerk und lokale Küche

Der revitalisierte Qisariyya-Markt beherbergt aktive Kunsthandwerksproduzenten unter einem restaurierten Marktsegel, das funktional Schatten spendet. Einzelne Produzenten können wechseln. Das Restaurant Okra in Esna serviert traditionelle und volkstümliche Gerichte. Da sich der Restaurantbetrieb ändern kann, prüfen Sie vorab, ob ein Besuch möglich ist.

Auch die historische Ölpresse von Esna ist eine touristische Sehenswürdigkeit, in der Besucher die Tradition der Ölherstellung sehen können. Da sich der Besucherbetrieb ändern kann, empfiehlt es sich, vor einem Besuch zu prüfen, ob eine Besichtigung möglich ist.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Qina.

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