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Afghanistan entdecken: Seen und Kulturerbe

Unterkünfte in Afghanistan

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Landschaften und Kulturerbestätten Afghanistans eröffnen unterschiedliche Zugänge zum Land: intensiv blaues Wasser bei Band-e-Amir, buddhistische Höhlen und archäologische Ensembles im Bamiyan-Tal sowie Zeugnisse der Ghuriden in Jam. Auch Balkh vereint Spuren aus weit auseinanderliegenden Jahrhunderten. Natur, religiöse Kunst, Festungsreste und Architekturgeschichte bilden dabei jeweils eigene Schwerpunkte.

Foto: Markus

Bamiyan: Höhlen, Klippen und Festungsreste

Die Kulturlandschaft und archäologischen Überreste des Bamiyan-Tals umfassen acht einzelne Stätten im Tal und seinen Nebentälern. In die Klippen sind Nischen für zwei Buddha-Statuen gehauen, die 55 und 38 Meter hoch waren. Die Taliban zerstörten die Statuen 2001; die Nischen gehören weiterhin zum historischen Erscheinungsbild der Klippen. Am Talrand bilden zahlreiche Höhlen ein Ensemble buddhistischer Klöster, Kapellen und Heiligtümer aus dem 3. bis 5. Jahrhundert n. Chr. In mehreren Höhlen und Nischen sind Reste von Wandmalereien und sitzenden Buddha-Figuren erhalten. Ein Teil der Kulturerberessourcen ist empfindlich.

Weitere Überreste zeigen unterschiedliche Aspekte der Geschichte des Tals. Die Festungsruine Shahr-i Ghulghulah liegt im Zentrum des Talbeckens, südlich der großen Klippe, und stammt aus dem 6. bis 10. Jahrhundert n. Chr. Bei Qallai Kaphari A und B finden sich Befestigungsmauern und Siedlungen aus dem 6. bis 8. Jahrhundert. Shahr-i Zuhak liegt etwa 15 Kilometer östlich der Bamiyan-Klippen. Dort sind ältere Überreste von Entwicklungen aus dem 10. bis 13. Jahrhundert unter den Ghaznawiden und Ghuriden überlagert.

Das Minarett von Jam und die Ghuriden

Das Minarett von Jam steht in einem zerklüfteten Tal am Hari-rud, dort, wo der Fluss Jam einmündet. Es liegt etwa 215 Kilometer östlich von Herat. Mit 65 Metern Höhe ist es ein markantes Bauwerk; geometrische Reliefmuster und eine kufische Inschrift aus türkisfarbenen Fliesen prägen seine Gestaltung. Der ghuridische Sultan Ghiyas-od-din ließ das Minarett 1194 errichten; er lebte von 1153 bis 1203.

Der Standort markiert wahrscheinlich die Stätte der antiken Stadt Firuzkuh, die als Sommerhauptstadt der Ghuriden-Dynastie galt. Das Minarett und die zugehörigen archäologischen Überreste gelten als außergewöhnliches Zeugnis der Macht und Bedeutung dieser Zivilisation, die im 12. und 13. Jahrhundert die Region beherrschte.

Balkh: Mauern und Bauwerke aus mehreren Epochen

In Balkh erstrecken sich die Spuren der Lehmziegelmauern über eine Länge von etwa zehn Kilometern. Innerhalb der ummauerten Anlage liegt Tepe Zargaran, ein künstlicher Hügel mit archäologischen Schichten, die mindestens bis ins 2. Jahrhundert n. Chr. zurückreichen. Die Schichten verweisen auf eine lange Nutzungsgeschichte, während einzelne erhaltene Bauwerke weitere Zeitabschnitte greifbar machen.

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Zum baulichen Erbe innerhalb der Anlage gehören der geflieste timuridische Schrein Khwaja Abu Nasr Parsa aus dem Jahr 1460/1 und ein mit Fliesen dekorierter Iwan der Madrasa Sayyid Sudhan Quli Khan aus dem 17. Jahrhundert. Außerhalb der ummauerten Stadtanlage liegen die Ruinen des buddhistischen Klosters Nau Bahar. Balkh lässt sich damit nicht auf einen einzigen Bau oder eine Epoche reduzieren: Hügel, Mauerreste, religiöse Bauwerke und Klosterruinen stehen für unterschiedliche historische Zusammenhänge.

Band-e-Amir: Seen und geologische Formen

Band-e-Amir ist eine natürlich entstandene Gruppe von Seen mit besonderen geologischen Formationen und intensiv blauem Wasser. Als Nationalpark Afghanistans ist das Gebiet geschützt. Band-e-Amir steht auf der Vorschlagsliste der UNESCO, nicht auf der Welterbeliste. Die Seenlandschaft bietet einen anderen Schwerpunkt als die historischen Anlagen von Bamiyan, Jam und Balkh: Hier stehen die natürliche Entstehung, die geologischen Formen und die auffällige Wasserfarbe im Vordergrund.

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