Magyarbóly entdecken
Unterkünfte in Magyarbóly
Magyarbóly liegt am Wasserlauf Karasica. Zum lokalen Profil gehören eine vielschichtige Siedlungsgeschichte, die evangelisch-lutherische Kirche, eine Brennerei und die Geschichte der Eisenbahn. Die zusätzlichen Wein- und Kulturthemen im übergeordneten Reiseziel Branau sind davon zu unterscheiden. Bei der Wahl des Reiseziels für Ihren Hotelaufenthalt können Sie so abwägen, ob vor allem Magyarbólys eigene Geschichte oder auch ein breiterer regionaler Schwerpunkt Ihren Aufenthalt prägen soll.
Geschichte und Besiedlung
1313 wurde der Ort als Dezsőboja aufgezeichnet, benannt nach Bojai Dezső. Magyarbóly wurde zusammen mit fünf umliegenden Siedlungen zerstört. Nach 1690 siedelten sich serbische Familien im weitgehend entvölkerten Ort an. Um 1790 ließen sich die ersten deutschsprachigen Einwohner nieder. Zwischen der Ansiedlung serbischer Familien nach 1690 und den ersten deutschsprachigen Einwohnern um 1790 liegt ungefähr ein Jahrhundert. Die Angaben markieren verschiedene Phasen der Ortsgeschichte, von der frühen Namensform bis zu späteren Siedlungen.
Evangelisch-lutherische Kirche
Die evangelisch-lutherische Kirche wurde am 10. Oktober 1858 geweiht. In ihr befindet sich ein Altargemälde des Letzten Abendmahls von Viktor Madarász. Zur Ausstattung gehört außerdem eine in Wien gefertigte Hesse-Orgel, die als Industriedenkmal gilt. Bildkunst und Orgel bieten unterschiedliche Anknüpfungspunkte für die Beschäftigung mit der Kirche: Das Gemälde ist einem konkreten Künstler zugeordnet, während bei der Orgel ihre Wiener Herkunft und ihr Status als Industriedenkmal hervorstechen.
Brennerei und Bahnstation
Die Brennerei in Magyarbóly produziert Trester- und Traubenpálinka sowie Wein- und Hefedestillate. Mit ihr ist außerdem ein Pálinka-Spaziergang oder eine Tour verbunden. Wenn Sie diesen Programmpunkt einplanen, klären Sie die Besucherarrangements vorab; sie können sich ändern.
1872 erreichte die Villány–Magyarbóly–Eszék-Bahn den Bahnhof Magyarbóly. Für die heutige Fahrtplanung ist wichtig: Am Bahnhof gibt es keinen Fahrkartenschalter, und dort werden keine Fahrkarten verkauft. Da sich die Stationsausstattung ändern kann, prüfen Sie diese Angaben vor Ihrer Reise.
Regionale Themen im übergeordneten Reiseziel Branau
Traditionelle Kellerzeilen sind charakteristische sichtbare Merkmale der Weinregion Villány. Dort ist Weinbau bis in die Römerzeit belegt; die Region zählt zu den bedeutenden Weintourismuszielen Ungarns. In der Kellerzeile von Villány können Sie das ganze Jahr über von Keller zu Keller gehen und Weine sowie schmackhafte Speisen verkosten. Bei geführten Weinbergstouren gehen Sie zwischen den Rebzeilen und hören Geschichten der Erzeuger; eine vorherige Absprache kann erforderlich sein. Zur regionalen Gastronomie gehören schwäbische Gerichte wie Stifolder, súfnudli, héveknédli und pejslileves.
Ein weiterer Kulturthemenbereich in Branau ist die frühchristliche Nekropole von Sopianae in Pécs. Sie umfasst verzierte Gräber aus dem 4. Jahrhundert, angelegt als unterirdische Grabkammern mit oberirdischen Gedenkkapellen und mit reich ausgestalteten christlichen Wandmalereien. Das Zsolnay-Kulturviertel in Pécs umfasst die Ausstellungen „Golden Age of Zsolnay“, „Pink Exhibition“ und eine Ausstellung zur Familien- und Fabrikgeschichte. Der frei zugängliche Außenbereich kann während der Öffnungszeiten kostenlos betreten und genutzt werden; prüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten vor Ihrem Besuch.
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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Siklósi.