Býšovec – Lehrpfad, Kapellen und Geschichte
Unterkünfte in Býšovec
Wer Býšovec für eine Reise auswählt, kann den Ort über mehrere konkrete Themen kennenlernen: den markierten Lehrpfad bei Smrček, Aussichtspunkte mit Blick auf Pernštejn und die umliegenden Gipfel, zwei unterschiedlich gestaltete Kapellen sowie historische Bezüge aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Auch ein bedeutender Fernradweg verläuft durch den Ort. So können Sie vorab entscheiden, ob Bewegung im Freien, Bauformen oder Ortsgeschichte Ihren Schwerpunkt bilden soll.
Zu Fuß zwischen Smrček und Nedvědice
Der blaue Lehrpfad Pernštejn–Smrček–Nedvědice ist 5,2 Kilometer lang und führt nach Smrček, einem Ortsteil der Gemeinde Býšovec. Vom Busbahnhof in Smrček führt der Pfad auf einem Waldweg an einem alten Pernštejn-Marmorbruch und den Roudné-Gruben vorbei, über einen Hügel weiter nach Nedvědice. Länge und Wegtyp geben Ihnen konkrete Orientierung für die Planung; prüfen Sie die Wegbedingungen vor dem Aufbruch vor Ort.
Der Marmorbruch Hradní lom liegt unterhalb des Hulákův-Hügels an der Strecke des Lehrpfads. Außerdem führt der Lehrpfad zu Aussichtspunkten mit ungewöhnlichen Ausblicken auf die Burg Pernštejn und die umliegenden Gipfel. Auf der Route stehen so verschiedene Motive nebeneinander: der alte Marmorbruch und die Roudné-Gruben einerseits, Blicke auf Burg und Gipfel andererseits.
Ein weiterer konkreter Blickpunkt ist „Stráž“: Dieser Punkt des Wächtersystems der Burg Pernštejn liegt auf dem Gipfel des Hügels; von dort bietet sich ein Blick auf die Burg. Die Aussicht von Stráž ist auf Pernštejn bezogen, während bei den Ausblicken des Lehrpfads zusätzlich die umliegenden Gipfel genannt sind.
Kapellen und Ortsgeschichte
Die Kapelle des heiligen Antonius von Padua in Smrček wird von einer hohen achteckigen Zwiebelkuppel mit Laterne gekrönt. Die Kapelle des heiligen Laurentius in Býšovec besitzt dagegen am westlichen Ende des Dachfirsts ein achteckiges, mit verzinktem Blech verkleidetes Türmchen. Die Unterschiede liegen sowohl in der Dachform als auch in der Lage des Türmchens: In Smrček steht die Kuppel mit Laterne im Mittelpunkt, in Býšovec das Türmchen am westlichen Firstende. So lassen sich zwei konkrete architektonische Merkmale auseinanderhalten.
Bei der Ortsgeschichte bezeichnen die Jahreszahlen unterschiedliche Dinge. Býšovec ist in einer Aufzeichnung aus dem Jahr 1350 belegt. Für 1398 werden Jan z Býšovce und seine Frau Kateřina genannt; in diesem Jahr wurde ihnen von Vilém von Pernštejn ein Allodialhof in Býšovec zugeschrieben. Das Siegel Adams von Býšovec aus dem Jahr 1484 gilt als erster Beleg für das Wappen der Býšovec-Herren. Die Reihe führt damit von einer Aufzeichnung über den Ort über die Nennung eines Ehepaars und eines Hofs bis zu einem Nachweis des Wappens.
Auch der Marmor aus dem Hradní lom ist mit der Burg Pernštejn verbunden. Bei der großen Umgestaltung der Burg, die kurz vor 1460 begann, wurde vor allem Marmor aus dem Steinbruch bei Smrček verwendet. Der Marmor aus Hradní lom verbindet damit einen konkreten Ort mit dieser großen Umgestaltung der Burg.
Radweg und weitere Aktivitäten
Wer lieber mit dem Rad unterwegs ist, trifft in Býšovec auf den bedeutenden Fernradweg Wien–Prag. Er verläuft durch den Ort und ermöglicht eine Fahrt von Wien bis nach Prag. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuelle Beschilderung.
Ein privater Pferdehof in Smrček bietet die Möglichkeit zu Ausritten; eine vorherige Absprache kann erforderlich sein. Auf dem Schießplatz Smrček–Býšovec veranstalten Jäger jährlich den traditionellen öffentlichen Schießwettbewerb „O Pernštejnský pohár“. Wenn Sie Ihre Reise auf den Wettbewerb ausrichten möchten, erkundigen Sie sich vorab nach dem aktuellen Termin.
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