Zum Inhalt

Štěpánov nad Svratkou: Bergbaugeschichte und Natur

Unterkünfte in Štěpánov Nad Svratkou

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Štěpánov nad Svratkou ist Teil des Naturparks Svratecká hornatina. Zu den Themen des Ortes gehören außerdem sakrale und kubistische Architektur, archäologische Spuren des Bergbaus und geschützte Lebensräume. So treffen auf engem thematischem Raum unterschiedliche Blickwinkel auf Geschichte und Landschaft zusammen.

Kirche, Burgreste und mittelalterlicher Bergbau

Die Kirche von Štěpánov entstand möglicherweise um 1230; Fachleute datieren ihre Entstehung eher in die Zeit nach 1235. Die überlieferte Datierung bleibt damit offen und nennt zwei unterschiedliche zeitliche Einordnungen. Oberhalb von Štěpánov wurde das Hradisko bereits zu Beginn der Besiedlung der Region befestigt. Von der Burg sind Gräben und Mauerreste erhalten. Kirche und Hradisko stehen für verschiedene Aspekte der frühen Ortsgeschichte: hier ein Bauwerk mit unsicherer Entstehungszeit, dort die erhaltenen Spuren einer Befestigung.

Das Bergbauareal Havírna gilt aufgrund seiner Größe und seines Erhaltungszustands als bedeutendes Zeugnis eines mittelalterlichen Bergbau-, Verarbeitungs- und Siedlungsareals. Auf dem Gelände sind Überreste des Silbererzbergbaus sichtbar; hinzu kommen Relikte von Produktionsgebäuden und vermutlich auch von Siedlungsgebäuden. Diese Spuren machen Havírna als archäologisches Areal besonders vielschichtig: Sie verweisen nicht allein auf den Abbau, sondern auch auf Verarbeitung und mögliches Wohnen. Die vermutete Funktion der Siedlungsgebäude bleibt dabei eine mögliche Deutung.

Bergbaugeschichte auf dem Lehrpfad und im Museum

Der 14 Kilometer lange Lehrpfad Štěpánovský čtyřlístek beginnt bei der Schule in Štěpánov nad Svratkou und führt an Orten entlang, die mit dem historischen Abbau von Buntmetallerzen verbunden sind. An seinen elf Stationen finden Sie Informationen zur örtlichen Geschichte, Natur und Volksarchitektur. Der thematische Bogen verbindet damit den Bergbau mit weiteren Aspekten des Ortes, ohne die Stationen auf ein einziges Thema zu beschränken.

Das kleine Museum Hornický cechhaus Štěpánov stellt die Bergbaugeschichte der Gegend und die regionale Geologie vor. Es befindet sich in den Kellerräumen eines der ältesten Häuser von Štěpánov. Zum historischen Hintergrund gehört der Erzbezirk Štěpánov, der früher für den Abbau von Silber-, Kupfer- und Bleierzen bekannt war. Ein Besuch des Hornický cechhaus muss im Voraus vereinbart werden. Vereinbaren Sie den Besuch vorab und bestätigen Sie die Absprache vor Ihrer Anreise.

Architektur und Erinnerungsorte

Ein kubistisches Bauwerk entstand in den Jahren 1923 bis 1924 nach einem Entwurf von Prof. Ing. Arch. Miloslav Kopřiva (1894–1968). Die Datierung und der Entwurf geben diesem Bauwerk einen eigenen Platz neben den älteren historischen Spuren. In der Umgebung von Štěpánov nad Svratkou befindet sich außerdem ein Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg. Von 1944 bis 1945 war darin der Stab der Partisanenbrigade Jermark tätig. Damit gehört auch die Geschichte des Partisanenwiderstands zu den Themen, die Sie bei der Beschäftigung mit der Umgebung einordnen können.

Anzeige

Geschützte Lebensräume und markante Natur

Das Naturdenkmal U Hamů schützt im Katastergebiet Borovec einen trockenen Hang mit xerothermer Vegetation. Dazu zählen Wacholder und Kreuz-Enzian. Das Naturdenkmal Nad koupalištěm umfasst dagegen ein Mosaik kleinflächiger Lebensräume, die durch extensive Landwirtschaft geprägt sind und naturnahe Bedingungen aufweisen. Dort kommen das Gewöhnliche Knabenkraut sowie die stark gefährdeten Arten Kuckucks-Knabenkraut und Brand-Knabenkraut vor. Die beiden Beschreibungen lenken den Blick auf unterschiedliche Naturmerkmale: den trockenen Hang bei U Hamů und die vielfältigen, extensiv geprägten Lebensräume bei Nad koupalištěm.

Das geschützte Gebiet U Hamrů gehört zu Štěpánov.

Vysoká skála und Klettern

In der näheren Umgebung von Štěpánov liegt Vysoká skála, eine etwa 50 Meter hohe senkrechte Felswand, die von Kletterern genutzt wird. Zu den am häufigsten gekletterten Routen gehören Malinová, Osiková, Západní hrana und Plavovláska. Das Gestein ist verwittert, außerdem gibt es lockere Steine. Prüfen Sie daher die örtlichen Bedingungen, bevor Sie Kletterpläne festlegen. Die genannten Routen bieten eine konkrete Orientierung zu den Klettermöglichkeiten an der Felswand, während die Hinweise zum Gestein bei der eigenen Planung berücksichtigt werden sollten.

Weitere Reiseziele entdecken: Kadolec, Hodíškov, Dolní Rožínka, Černá, Znětínek, Radešínská Svratka, Uhřínov, Věchnov.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Žďár Nad Sázavou.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.