Střížov
Unterkünfte in Střížov
Střížov wird in historischen Quellen seit der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erwähnt; Belege stammen unter anderem aus den Jahren 1263 und 1274. Zu den markanten kulturhistorischen Themen gehören die Kirche des heiligen Martin, historische Gehöfte, eine Nischenkapelle und wiederkehrende Bräuche. Hinzu kommen ein Blick von einem Weg nach Südwesten und eine Radrundfahrt, die durch den Ort führt. So reicht das Spektrum von einzelnen Bauformen bis zu einer längeren Radroute.
Kirche des heiligen Martin und ihre Baugeschichte
Die dem heiligen Martin geweihte Kirche ist ein denkmalgeschützter Bau mit frühgotischem Ursprung. Zu ihren Merkmalen zählen ein frühgotisches Spitzbogenportal und Reste mittelalterlicher Wandmalereien. Der ältere Chorraum ist gotisch; das Langhaus wurde 1660 neu überwölbt. Damit treffen am selben Bau unterschiedliche Phasen aufeinander: ältere gotische Bauteile und das später erneuerte Gewölbe des Langhauses. In der Kirche befindet sich außerdem eine gotische Glocke aus dem Jahr 1418. Erhalten ist dort auch der Grabstein von Karel Kořenský z Terešova, der 1619 starb.
Gehöfte und Nischenkapelle
Das Gehöft Třetinů Nr. 17 ist für seine Giebel bemerkenswert. Am Gehöft Otrubů Nr. 8 befanden sich früher spätbarocke Heiligenstatuen am Giebel. Die beiden Häuser stehen für unterschiedliche architektonische Hinweise: Bei Třetinů sind es die Giebel, bei Otrubů die frühere religiöse Ausstattung.
Die Nischenkapelle der Jungfrau Maria steht fast am Ortsende von Střížov, an der Straße in Richtung Komařice. Die Nischenkapelle war 2021 erhalten. Ihre Entstehung wird wahrscheinlich in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts oder an den Beginn des 20. Jahrhunderts gesetzt. Die Datierung bleibt damit eine ungefähre Einordnung, keine genaue Baujahresangabe.
Jährliche Bräuche und das Tal Želno
In Střížov findet jährlich die Bartolomějská pouť in der Kirche des heiligen Martin statt. Dorthin wurde die Wallfahrt aus der ehemaligen Kirche des heiligen Bartholomäus im nahe gelegenen Tal Želno verlegt. Das frühere Kirchengebäude in Želno wurde 1679 fertiggestellt und gelegentlich als Filialkirche der Pfarrkirche des heiligen Martin in Střížov bezeichnet. So verbindet die überlieferte Verlegung die jährliche Feier mit dem früheren Kirchenstandort im Tal. Eine weitere jährlich gepflegte Tradition in Střížov ist die „masopustní koleda“.
Im Tal Želno entspringt in der näheren Umgebung von Střížov, etwa 200 Meter entfernt, die Quelle der heiligen Barbara unter einem hölzernen Schutzdach. Das Tal bietet damit einen weiteren landschaftlichen Bezug neben den Kirchen und Gebäuden des Ortes.
Ausblick und Radrundfahrt
Ein Weg von Střížov in südwestlicher Richtung eröffnet einen Blick von den Novohradské hory bis zum Blanský les, mit Kleť und einem Teil der Šumava. Die Aussicht umfasst somit mehrere benannte Gebirgs- und Landschaftsräume.
Auch für Radreisende ist Střížov ein konkreter Orientierungspunkt: Die Radrundfahrt durch das Doudlebsko und Novohradsko führt durch den Ort zwischen Doudleby und Lomec. Die gesamte Rundfahrt ist 110 Kilometer lang, mittel bis anspruchsvoll und für Trekking- sowie Mountainbikes geeignet. Diese Angaben beziehen sich auf die Rundfahrt insgesamt; saisonale Bedingungen können variieren.
Haltestellen für die Planung
Am 1. September 2024 waren „Střížov“ und „Střížov k ozdravovně“ Haltestellen der Linie 123. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Abfahrten.
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