Zum Inhalt

Malý Bor: Ortsbild und Geschichte

Unterkünfte in Malý Bor

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Landschaft und zweigeteilter Ort

Malý Bor liegt westlich von Horažďovice in leicht hügeliger Landschaft, im breiten Tal des Mlýnský potok. Die Landschaft und der Aufbau des Ortes gehören zusammen: Historisch entwickelte sich Malý Bor in zwei Teilen. Der Ortskern liegt an einem Südhang oberhalb des Bachs; jenseits des Bachs heißt der zweite Ortsteil Kuchyňka. Der Bach bildet damit eine klare räumliche Bezugslinie zwischen den beiden Teilen, während Hang und Tal die Lage des Ortskerns prägen. Wer den Ort erkundet, kann diese Gliederung als roten Faden für das Verständnis des Siedlungsbilds nutzen: Landschaft, Bachlauf und Ortsgliederung sind hier eng miteinander verbunden.

Kirche und bauliche Zeugnisse

Auf einer leichten Anhöhe steht die Kirche sv. Máří Magdalény. Sie wurde wahrscheinlich zwischen 1200 und 1225 erbaut. An der Südseite ihres Turms befinden sich zwei mittelalterliche figürliche Wandmalereien mit Bogenschützen; in der Kirche ist außerdem ein mittelalterliches steinernes Taufbecken erhalten. Bauzeit, Wandbilder und Taufbecken verbinden unterschiedliche Aspekte der sakralen Geschichte: die Entstehung des Bauwerks, ein klar umrissenes Bildmotiv und ein Objekt der kirchlichen Ausstattung. Die Bogenschützen geben den Wandbildern ein konkretes Thema; das Taufbecken steht für einen anderen Teil der Ausstattung.

Die Kapelle sv. Jana Nepomuckého auf der Kuchyňka zählt zu den kulturhistorisch bedeutenden Stätten von Malý Bor. Sie ergänzt die auf einer Anhöhe stehende Kirche um einen sakralen Bezugspunkt im zweiten Ortsteil. Die Pfarrei in Malý Bor bewahrt in ihrer Umfassungsmauer ein spätgotisches Portal. Ein anderer Gebäudetyp ist das gemauerte Bauernhaus Nr. 17, das über eine historische Schwarze Küche verfügt.

Festung, Handelsweg und Fundgeschichte

Am westlichen Ende von Malý Bor sind Reste der ehemaligen Festungsanlage mit Spuren des Grabens sichtbar. Jan Žižka eroberte und brannte die Festung am 12. Oktober 1420 nieder. Die sichtbaren Spuren verorten die frühere Anlage im Ortsbild; das genaue Datum benennt den Zeitpunkt ihrer Zerstörung. So lassen sich ein heute sichtbarer Befund und ein präzise datiertes Ereignis als zwei verschiedene Anknüpfungspunkte der Ortsgeschichte betrachten.

Anzeige

Auch ein historischer Handelsweg verbindet Malý Bor mit einer größeren Region. Die Route führte von Bayern über Železná Ruda und Klatovy und teilte sich in der Region; ein Zweig verlief über Malý Bor und das nahegelegene Prácheň weiter nach České Budějovice. Diese Wegführung ordnet den Ort in eine historische Verbindung über mehrere benannte Orte ein. Ein weiterer archäologischer Bezug ist der 1902 in Malý Bor gefundene Bronzeschatz, der teilweise im Museum von Horažďovice erhalten ist. Der Fund verbindet die Geschichte Malý Bors mit einem Aufbewahrungsort in der Nachbarstadt.

Weitere Reiseziele entdecken: Klatovy, Lesisov, Mochtín, Komušín, Dražovice, Lukoviste, Klenová, Annín.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Okres Klatovy.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.