Miřetice U Nasavrk: Kapelle und Gedenkorte
Unterkünfte in Miřetice U Nasavrk
Miřetice U Nasavrk bietet mehrere klar unterscheidbare Anknüpfungspunkte für eine kulturhistorisch geprägte Reise: eine spätbarocke Kapelle, Denkmäler mit konkreten Erinnerungsbezügen und das nahe Gedenkgebiet Ležáky. Die Orte unterscheiden sich dabei sowohl in ihrem historischen Bezug als auch in ihrer jeweiligen Lage.
Die Kapelle Nejsvětější Trojice
Die Kapelle „Nejsvětější Trojice“ ist spätbarock und stammt aus dem Jahr 1761. Sie steht am Ortsrand von Miřetice nahe einer Straße. Im Inneren zeigt ein Wandgemälde einen sitzenden kranken Menschen unter einem Baum; eine Frau bringt ihm auf einer Heugabel Nahrung. Damit stehen an der Kapelle zwei unterschiedliche Aspekte nebeneinander: ihre Bauzeit und ihr Stil einerseits, die erzählte Szene des Wandgemäldes andererseits. Wer sich für kirchliche Baukunst interessiert, findet hier also neben der architektonischen Einordnung auch ein konkretes Bildmotiv.
Denkmäler und ihre unterschiedlichen Bezüge
Das Denkmal „Kameny zmizelých – rodina Krausova“ befindet sich in Miřetice 1 auf einer Lichtung vor dem Haus Nr. 187. Einen anderen örtlichen Bezug hat das Denkmal „Pomník Čeněk Zach“: Es liegt im Ortsteil Majlant in einem Fichtenwald, etwa 130 m südlich des letzten Hauses. So lassen sich zwei verschiedene Standorte unterscheiden: die Lichtung vor einem Haus und der Waldstandort, dessen Entfernung zum letzten Haus ausdrücklich ungefähr angegeben ist.
Auch die Widmungen der Denkmäler zum Zweiten Weltkrieg und zu beiden Weltkriegen setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das Denkmal „Pomník Obětem 1. a 2. světové války“ in Miřetice erinnert an die Gefallenen von 1914–1918 sowie an Karel Svoboda. Er wurde hingerichtet, weil er dem Funker Jiří Potůček geholfen und ihn beherbergt hatte. Hier verbindet sich das Gedenken an die Gefallenen mit der Erinnerung an eine konkrete Hilfeleistung und ihre Folgen.
Bei Na Perku erinnert das Denkmal „Pomník Obětem 2. světové války“ an den Absprung der 17-köpfigen sowjetischen Fallschirmgruppe Jana Koziny, an die Gründung des Partisanenregiments L. Svobody und an diejenigen, die gegen den Faschismus kämpften. Anders als bei einem Denkmal mit einem einzelnen benannten Bezug umfasst die Widmung hier mehrere Ereignisse und Gruppen. Zusammen mit den anderen Denkmälern ergibt sich so kein einheitliches Gedenkthema, sondern eine Reihe verschiedener historischer Erinnerungen.
Ležáky: Gedenkgebiet und Museum
Das heutige Gedenkgebiet Ležáky liegt im Raum Chrudim nahe Miřetice. Die multimediale Ausstellung „Ležáky, osada, která nemlčela...“ im Museum der Gedenkstätte stellt das Leben und die Schicksale der Bewohner der Siedlung sowie ihre Zerstörung vor. Das Museum verfügt außerdem über einen Vorführsaal, in dem ein Dokumentarfilm über die Tragödie von Ležáky gezeigt werden kann.
Für Besucher gilt im Jahr 2026: Das Museum der Gedenkstätte Ležáky ist seit Juni bis zum Abschluss der Rekonstruktion vollständig geschlossen. Im Jahr 2026 ist daneben die Ausstellung „Ležáky. Osada hrdinů“ in der Minigalerie der Gedenkstätte dienstags bis sonntags von 10:00 bis 17:00 Uhr bei freiem Eintritt zugänglich. Prüfen Sie vor einem Besuch die aktuellen Angaben zur Schließung und zu den Zeiten der Ausstellung.
Das jährlich veranstaltete Ležácký Memorial
Das Ležácký Memorial ist ein jährlich veranstalteter Wettbewerb für Schülerinnen und Schüler der ersten und zweiten Stufe von Grundschulen. Der offizielle Start erfolgt oberhalb von Majlant; die Gemeinde Miřetice unterstützt die Veranstaltung finanziell. Das Format und die Zielgruppe unterscheiden sich damit von einem Museumsbesuch oder dem Besuch eines einzelnen Denkmals. Wenn das Memorial für Ihre Reiseplanung eine Rolle spielt, prüfen Sie die Termine der jeweiligen Ausgabe.
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