Uhřičice: Ortsgeschichte, Barock und Wasserbau
Unterkünfte in Uhřičice
Uhřičice verbindet eine lange Ortsgeschichte mit barocker Bildkunst und technischen Wasserbauwerken. Die erste schriftliche Erwähnung stammt aus dem Jahr 1131; am Uhřičický Sifon wird der Boleloucký-Mühlgraben unter der Valová hindurchgeführt. Für Ihre Reiseplanung ergibt sich damit eine Auswahl zwischen historischen Themen im Ort und einem Ausflug zu einem besonderen Wasserbauwerk. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie Uhřičice danach beurteilen, welcher dieser Schwerpunkte am besten zu Ihrem Aufenthalt passt.
Ortsgeschichte und barocke Bildwerke
Der historische Ortskern weist eine breite lineare Siedlungsstruktur auf, die als „ulicovka“ bezeichnet wird. Das historische Umfeld von Uhřičice wurde mit Wirkung zum 31. Dezember 2019 als Denkmalzone ausgewiesen. Die erste schriftliche Erwähnung im Jahr 1131, die Siedlungsform und der Denkmalstatus setzen unterschiedliche Akzente: Sie geben einen zeitlichen Bezug, beschreiben die Struktur des Ortskerns und benennen den Schutzstatus des historischen Umfelds.
Auf dem Dorfplatz steht die Figurengruppe des heiligen Florian, ein wertvolles barockes Werk des Olmützer Bildhauers Antonín Heinz aus dem Jahr 1742. An der Straße nach Kojetín steht außerdem ein barocker Bildstock mit Darstellungen des heiligen Florian und der Taufe Jesu. Beide Zeugnisse lassen sich nach Form und Bildinhalt unterscheiden: Hier die Figurengruppe, dort der Bildstock mit zwei ausdrücklich benannten Motiven. Der heilige Florian verbindet die beiden Kunstwerke; die Taufe Jesu ergänzt die Darstellung am Bildstock um ein weiteres religiöses Thema.
Der Uhřičický Sifon und weitere Wasserkreuzungen
Der Uhřičický Sifon ist ein technisches Bauwerk: Der Boleloucký-Mühlgraben wird unter dem Fluss Valová hindurchgeführt. Für die Einordnung ist die Kreuzung der beiden Wasserläufe entscheidend. Im Unterschied zu den barocken Zeugnissen im Ortskern stehen hier nicht Figuren und Bildmotive, sondern die technische Führung des Wassers im Mittelpunkt.
Von Uhřičice aus erreichen Sie den Sifon direkt über einen gelb markierten Wanderweg. Mit dem Fahrrad ist das Bauwerk über den Radweg 5040 erreichbar, der Tovačov und Kojetín verbindet. Die Angaben unterscheiden sich damit nach Fortbewegungsart und Streckenbezug: Der Wanderweg führt von Uhřičice aus zum Ziel, während der Radweg die beiden benannten Orte verbindet. Ein Halt am Uhřičický Sifon ist auch Bestandteil der Ausflugsroute „Po břehu Moravy ke Kojetínu a dál…“.
Eine weitere Wasserkreuzung am Boleloucký-Mühlgraben ist das Aquädukt Vantroky im Katastergebiet der Gemeinde Uhřičice. Es liegt etwa 800 Meter südlich des Sifons. Das heutige Betonbett des Aquädukts stammt aus dem Jahr 1923. Die beiden Bauwerke bieten unterschiedliche Vergleichspunkte: Beim Sifon steht die Unterführung des Mühlgrabens unter der Valová im Mittelpunkt; Vantroky ist ein weiteres Aquädukt am selben Mühlgraben, dessen heutiges Betonbett eine konkrete Jahreszahl trägt.
Landschaft rund um Uhřičice
Zur Landschaft gehören die Flüsse Morava und Valová, der Boleloucký-Mühlgraben und die Strž, ein bewaldeter Seitenarm der Bečva, eine geflutete Fläche eines ehemaligen Sandabbaus sowie das Wäldchen Čvachůvka mit einer Quelle. Hinzu kommen intensiv bewirtschaftete Ackerflächen. So stehen Gewässer und Gehölze neben einer Landschaft, die auch von früherem Sandabbau und heutiger landwirtschaftlicher Nutzung geprägt ist. Der landschaftliche Schwerpunkt ergänzt die Ortsgeschichte und die Wasserbauwerke um weitere unterschiedliche Themen für Ihre Reiseplanung.
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