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Bergstadt Platten: Historischer Stadtkern und Bergbaugeschichte

Unterkünfte in Bergstadt Platten

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Bergstadt Platten (Horní Blatná) besitzt einen historischen Stadtkern, der im Jahr 1992 zur städtischen Denkmalschutzzone erklärt wurde. Horní Blatná wurde 1534 als Renaissance-Bergstadt gegründet; ihre Entstehung war mit Zinnerzvorkommen in der Umgebung verbunden. Die Gründung von 1534 liegt damit deutlich vor der Unterschutzstellung des Stadtkerns im Jahr 1992.

Geschichte

Der Blatenský příkop ist ein künstlich angelegter Kanal mit einer Länge von zwölf Kilometern. Er wurde in Horní Blatná für den Erzabbau genutzt und diente zugleich als Energiegrundlage für die Industrie. Von seiner gesamten Strecke ist heute der größte Teil hergerichtet.

Im Haus Nr. 127 in Horní Blatná befindet sich das Stadtmuseum. Seine Dauerausstellung behandelt die Geschichte der Stadt und widmet sich außerdem dem Abbau sowie der Verarbeitung der Erze in der Umgebung von Horní Blatná.

An mehreren Orten zeigt sich, wie eng Horní Blatná mit dem Zinnerz verbunden ist. Die Renaissance-Gründung von 1534, der für den Erzabbau angelegte Blatenský příkop und die Ausstellung im Stadtmuseum erzählen diese Entwicklung aus unterschiedlichen Perspektiven. Zugleich setzt die Landschaft eigene Akzente: Bei Vlčí jáma liegen Spuren eingestürzter Stollen neben der ganzjährig schneebedeckten Ledová jáma, während die Zitina vyhlídka den Blick über die Umgebung öffnet. In der St.-Laurentius-Kirche begegnet Ihnen schließlich ein Renaissance-Zinntaufbecken aus dem Jahr 1544.

Natur

Vlčí jáma ist ein geschütztes Naturdenkmal mit Überresten alter eingestürzter Stollen und Kammern. Zu Vlčí jáma gehört die Ledová jáma, die 15 Meter tief ist und das ganze Jahr über Schnee hält.

Die Zitina vyhlídka steht auf dem Blatenský vrch auf 1044 Metern über dem Meeresspiegel. Der Aussichtspunkt ist 21 Meter hoch und bietet einen Blick auf die umgebende Naturlandschaft. Dabei bezieht sich die Höhenangabe von 1044 Metern auf den Blatenský vrch als Standort; die 21 Meter nennen die Höhe der Aussichtskonstruktion.

Errichtet wurde die Zitina vyhlídka 1912 vom Wintersportverein Horní Blatná zusammen mit einem Restaurant und einer Touristenhütte.

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Kultur

Die St.-Laurentius-Kirche in Horní Blatná wurde 1594 als protestantische Kirche im Stil der sächsischen Renaissance errichtet. In den Jahren 1754–1755 wurde sie umfassend spätbarock umgebaut. Die Jahreszahlen markieren dabei zwei getrennte Bauphasen: 1594 steht für die Errichtung, 1754–1755 für den umfassenden spätbarocken Umbau.

Zur Ausstattung der St.-Laurentius-Kirche gehört ein Renaissance-Zinntaufbecken, das 1544 von dem Jáchymover Zinngießer Leonhard Dürr gegossen wurde. Das Becken verbindet damit die Kirche mit der regionalen Tradition der Zinnverarbeitung, ohne dass sich seine Entstehung auf die spätere barocke Umbauphase datieren lässt.

Heute öffnet die St.-Laurentius-Kirche gelegentlich ihre Türen für alle, die Ruhe, Schönheit oder einen Moment der Besinnung suchen.

Weitere Ortsseiten sind Pechöfen, Schaub, Bärringen, Schwarzenbach, Welchau, Horn, Theusing und Schömitz.

Anreise

Horní Blatná ist mit Karlovy Vary durch Zugverbindungen und Busverbindungen verbunden.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Karlsbad.

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