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Welchau: Schlossgeschichte und Radroute

Unterkünfte in Welchau

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Welchau (Velichov) verbindet eine vielschichtige Ortsgeschichte mit konkreten Radreise-Bezügen. Schloss Velichov liegt in der Ortsmitte, in der Auenebene oberhalb des Petrovský potok und am rechten Ufer der Ohře. Kirchen, Erinnerungsorte und eine vorgeschichtliche Höhenanlage ergänzen das Bild. Für Radreisende sind zwei unterschiedliche Routen zu unterscheiden: eine lokale Radroute und eine Etappe mit ausgewiesener Länge und Schwierigkeit.

Schloss, Höhenanlagen und frühere Burgstelle

Das Schloss Velichov ist eine gotisch-renaissancezeitliche Wasserburg, die zu einem spätbarocken, pseudoklassizistisch gestalteten Schloss umgebaut wurde. Die Baugeschichte ist damit als Wandel einer Anlage zu lesen: von der Wasserburg zum späteren Schloss mit spätbarocker und pseudoklassizistischer Gestaltung.

Westlich oberhalb von Welchau liegt auf einem Gipfelplateau das Höhensiedlungsareal Liščí vrch, auch Thebisberg genannt. Die befestigte Anlage wurde im Zeitraum vom 13. bis zum 9. Jahrhundert v. Chr. angelegt. Eine weitere historische Ortsmarke ist die ehemalige Burgstelle am südwestlichen Rand der Gemeinde. Sie liegt auf einem Geländesporn oberhalb des Gebäudes der Forstverwaltung. In einem mit ausgewachsenem Wald bewachsenen Bereich der früheren Burgstelle sind Geländerelikte erhalten. Die Höhenlage des Liščí vrch und der Geländesporn der Burgstelle beschreiben zwei unterschiedliche Orte in der Geschichte Welchaus.

Kirche und Erinnerungsorte

Die ursprüngliche Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt ist in der Pfarrchronik für 1384 belegt. Die pseudogotische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt wurde 1895–1896 nach Plänen des Architekten Ludvík Lábler errichtet. Historisch diente die Kirche den Einwohnern Welchaus als geistliches und gesellschaftliches Zentrum. Die beiden Zeitangaben verweisen auf unterschiedliche Abschnitte der Kirchengeschichte: die frühe Bezeugung der Pfarrkirche und den Bau der pseudogotischen Kirche.

In die Friedhofsmauer ist das Renaissance-Epitaph für Josef Traugott z Mangoldu eingelassen. Es handelt sich um einen behauenen Grabstein. Die Sandsteinstatue des heiligen Johannes von Nepomuk wurde 1835 von Franz und Anna Pelikan errichtet, den damaligen Besitzern des hiesigen Herrschaftsgebiets. Die Statue steht seit dem 3. Mai 1958 unter Denkmalschutz und ist frei zugänglich; prüfen Sie den Zugang vor Ihrem Besuch.

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Das Kriegerdenkmal erinnert an die Opfer des Ersten Weltkriegs. Es wurde vermutlich in den 1920er Jahren von einem unbekannten Urheber aus einem Friedhofskreuz geschaffen. Die unsichere Datierung und die unbekannte Urheberschaft gehören zu seiner überlieferten Geschichte; anders als bei der Nepomuk-Statue ist hier die Entstehung ausdrücklich nur vermutet.

Radfahren rund um Welchau

Die lokale Radroute 2198 Velichov–Ostrov–Ryžovna–Potůčky verläuft auf der internationalen Route Euregio Egrensis. Daneben führt die Radel-Etappe Karlovy Vary–Klášterec nad Ohří–Kadaň bei Kilometer 10,3 durch Velichov. Diese Etappe ist 46 Kilometer lang und als mittelschwer bis mittelmäßig anspruchsvoll eingestuft.

Die Angaben helfen bei unterschiedlichen Überlegungen zur Routenwahl: Route 2198 ist durch ihre Zugehörigkeit zur Euregio Egrensis eingeordnet; bei der Etappe über Karlovy Vary, Klášterec nad Ohří und Kadaň sind Durchgangspunkt, Gesamtlänge und Schwierigkeitsgrad benannt. Wenn Sie Ihre Radfahrt nach Umfang oder Einstufung planen, beziehen sich die 46 Kilometer und die Schwierigkeitsangabe auf diese Etappe. Die beiden Routenangaben stehen für unterschiedliche Informationen und sollten nicht zu einer einzigen Strecke zusammengezogen werden.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Bezirk Karlsbad.

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