Tarma im Tal der Blumen: Kultur und Landschaft
Unterkünfte in Tarma
Tarma liegt im Tal des gleichnamigen Flusses am Osthang der Anden. Die Stadt gilt als Verbindungspunkt zwischen der zentralen Küste Perus, den zentralen Andenprovinzen und dem zentralen Regenwald. Das Tarma-Tal ist für seine ländliche Landschaft mit ausgedehnten Blumen- und aromatischen Kräuterplantagen bekannt; daher trägt es auch den Namen „Tal der Blumen“. Wer Tarma als Reiseziel wählt, kann Kultur, Landschaft und regionale Küche in den Mittelpunkt stellen oder den Blick auf die nahe Umgebung richten.
Plaza de Armas und Stadtgeschichte
Auf der Plaza de Armas befinden sich die Kathedrale Santa Ana, das Centro Cultural Fortunato Cárdenas und die Capilla del Señor de la Cárcel. Die Plaza geht auf die spanische Gründung Tarma am 26. Juli 1538 unter dem Patrozinium der heiligen Anna zurück. Am 29. November 1820 wurde hier die Unabhängigkeit von Tarma beschworen. Damit verbindet der Platz die Gründungsgeschichte der Stadt mit einem späteren Ereignis ihrer Unabhängigkeitsgeschichte. Zu seinen beschriebenen Merkmalen gehören außerdem ein dreistufiges Becken aus Bronze und acht Blumengärten.
Museum und kulturelles Erbe
Das Museo de la Cultura de Tarma besitzt archäologische, ethnografische sowie historisch-künstlerische Sammlungen. Die Ausstellungsinhalte geben Einblicke in unterschiedliche Bereiche des Erbes der Stadt und der Provinz: Im ersten Stock werden Fotografien zum vizeköniglichen und republikanischen Erbe Tarma gezeigt, während zwei Räume dem immateriellen Erbe der Provinz gewidmet sind. Im zweiten Stock sind präkolumbische Kulturgüter aus Peru ausgestellt. Diese Themen unterscheiden sich von den historischen Stationen auf der Plaza: Im Museum stehen Sammlungen und kulturelle Überlieferung im Vordergrund.
Orte in der näheren Umgebung
Etwa acht Kilometer südlich der Stadt liegt Tarmatambo, ein inkazeitliches Verwaltungszentrum. Colcas, Terrassen, Plätze, Treppen, Wege und Kallankas sind planmäßig am Hang eines Hügels angeordnet. Die verschiedenen Elemente machen den Aufbau des Zentrums als räumliches Ensemble verständlich. Ebenfalls in der näheren Umgebung liegt das Santuario del Señor de Muruhuay, ein religiös, historisch und architektonisch bedeutender Sakralort.
Im nahegelegenen Muruhuay findet jedes Jahr vom 2. Mai bis zum 15. Juni die Fiesta Patronal del Señor de Muruhuay statt. Täglich kommen Tanzgruppen, um das heilige Bild zu verehren. Wenn Sie die Reise mit diesem Anlass verbinden möchten, prüfen Sie die Termine vor der Abreise. Der nahe Mirador San Cristóbal bietet eine Plattform mit acht Balkonen und Panoramablick. Seine etwa zehn Meter hohen, mehrfarbig beleuchteten Buchstaben „TARMA“ sind nachts von verschiedenen Punkten der Stadt und ihrer Umgebung aus sichtbar. Für einen Besuch empfiehlt es sich, die aktuellen Zugangsbedingungen zu prüfen.
Wanderweg und Landschaft
Der Wanderweg Pampa Hermosa beginnt in Tarma und führt durch die Ökoregionen Quechua, Suni, Puna und Yunga. Er quert auch das Santuario Nacional Pampa Hermosa, das als eines der letzten Nebelwaldgebiete Perus beschrieben wird. Die Route verbindet damit Tarma mit mehreren benannten Ökoregionen und einem Schutzgebiet, dessen Nebelwaldcharakter besonders hervorgehoben wird. Für Reisende, die Wandern und Landschaft in ihre Entscheidung für Tarma einbeziehen möchten, ist dieser Weg ein konkreter Anknüpfungspunkt.
Regionale Küche und Produkte
Zu den Gerichten, die Sie in Tarma probieren können, gehört Pachamanca. Dafür werden Geflügel, Rind-, Schweine- und Lammfleisch mit Kartoffeln, Süßkartoffeln, Bohnen, Mais und aromatischen Kräutern zusammen mit Humitas in unterirdischen, mit heißen Steinen beheizten Gruben gegart. Daneben ist Tarma für die Herstellung von Manjar blanco bekannt, einer Süßspeise aus Kuhmilch. So stehen neben den kulturellen und landschaftlichen Themen auch ein traditionelles Gericht und ein regionales Produkt für die kulinarische Seite des Reiseziels.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Tarma.