Granma: Karstlandschaften, Berge und Geschichte
Unterkünfte in Granma
Karstlandschaften am Cabo Cruz
Im Südwesten Kubas liegt der Parque Nacional Desembarco del Granma in den Gemeinden Niquero und Pilón. Der Park bewahrt die Kalksteinterrassen von Cabo Cruz am westlichen Ende der Sierra Maestra. Seine wenig beeinträchtigte Landschaft und Meereslandschaft sind von Karstformen geprägt; dazu zählen große Dolinen, Klippen, Schluchten und Höhlen. Die Mischung aus Terrassen und markanten Karstformen gibt Granmas Naturthemen ein eigenes Profil.
Auch die Tierwelt ist ein prägnanter Aspekt dieses Landschaftsraums. Die UNESCO-Dokumentation zur terrestrischen Fauna des Parque Nacional Desembarco del Granma nennt 13 Säugetier-, 110 Vogel-, 44 Reptilien- und sieben Amphibienarten.
Gebirge, Schutzgebiete und Jahreszeiten
Der Parque Nacional Turquino liegt im Herzen der Sierra Maestra, die mit den Ereignissen um Kubas Unabhängigkeit verbunden ist. Das Schutzgebiet umfasst 17.450 Hektar. Sein Gipfel ist der Pico Real del Turquino: Mit 1.974 Metern über dem Meeresspiegel ist er die höchste Erhebung Kubas. Berglandschaft und Höhenlage geben diesem Teil Granmas einen anderen Schwerpunkt als den Karstterrassen am Cabo Cruz.
Im Parque Nacional Turquino herrscht ein typisches Gebirgsklima. Juli, September und Oktober sind die regenreichsten Monate; Februar, März und April sind besonders trocken. Wer verschiedene Zeitfenster für eine Reise vergleicht, kann diese saisonalen Unterschiede in die Planung einbeziehen.
Eine weitere Naturadresse ist die Reserva Florística Manejada Monte Natural Cupaynicú in Guisa. Das Schutzgebiet liegt innerhalb des Jardín Botánico Cupaynicú. Auf seinen 104 Hektar gibt es mehr als 1.800 Pflanzenarten. Damit ergänzt die botanische Vielfalt die Berg- und Karstlandschaften um einen eigenen Blick auf die Pflanzenwelt der Region.
Das Refugio de Fauna Delta del Cauto erstreckt sich über Gebiete der Gemeinde Río Cauto und den östlichen Teil von Yara in Granma. Darüber hinaus umfasst das Schutzgebiet den südlichen Teil von Jobabo in der Provinz Las Tunas. Seine Ausdehnung überschreitet somit die Provinzgrenze.
Archäologie, Bayamo und regionale Traditionen
Im Parque Nacional Desembarco del Granma liegen archäologische Stätten mit Zeremonialhöhlen und Plätzen der ursprünglichen indigenen Bewohner. Hinzu kommen Petroglyphen, Piktogramme und Artefakte der Taíno-Töpfer sowie älterer Kulturen. So treffen in der Landschaft Natur- und Kulturgeschichte aufeinander: Höhlen und Felsformen gehören zugleich zu einem Gebiet mit archäologischen Zeugnissen.
In Bayamo ist die Plaza del Himno mit einem wichtigen Moment der kubanischen Geschichte verbunden: Dort wurde Kubas Nationalhymne komponiert und erstmals gesungen. Jedes Jahr am 12. Januar wird außerdem der historischen Verbrennung Bayamos gedacht. Beide Anlässe geben der Stadt einen eigenen historischen Bezugspunkt innerhalb einer Reise durch Granma.
Eine wiederkehrende Tradition ist das Fest San Juan Bautista am 24. Juni. Es wird vor allem in den Berggemeinden Guisa und Buey Arriba sowie in Bayamo gefeiert. Dazu gehören eine Prozession zum Fluss und gemeinschaftliches Kochen von Ajiaco rivelino sowie frittiertem Fisch mit Süßkartoffeln. Der Termin verbindet einen festen Kalendertag mit den genannten Orten und Speisen.
Den Aufenthalt nach Interessen planen
Granma lässt sich über verschiedene Schwerpunkte entdecken: Karstlandschaft und dokumentierte Fauna im Parque Nacional Desembarco del Granma, Gebirge und saisonales Klima im Parque Nacional Turquino, Pflanzenvielfalt in Guisa sowie Geschichte und Traditionen in Bayamo und weiteren genannten Gemeinden. Suchen Sie anschließend nach Hotels in Granma, kann Ihr gewählter Schwerpunkt als Orientierung für die Planung des Aufenthalts dienen.
Weitere Reiseziele entdecken: Pilón, Havanna, Sancti Spíritus, Santiago de Cuba, Cienfuegos, Pinar Del Río, Guantanamo, Holguín.
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