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Pereira Barreto: Bon Odori, Kulturerbe und Kanal

Unterkünfte in Pereira Barreto

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Pereira Barreto treffen japanisches Kulturerbe und Wasserwege aufeinander. Ein besonderer kultureller Höhepunkt ist das Bon Odori, das seit 1961 gefeiert wird. Daneben führen ein historisches Museum, Denkmäler und die Relógio 4 Faces durch unterschiedliche Kapitel der Stadtgeschichte. Der Canal Artificial und die Praia Municipal Pôr-do-Sol ergänzen das Bild um Bootsfahrten, Spaziergänge und Naturbeobachtungen.

Bon Odori und japanische Kultur

Das Bon Odori gilt als eines der wichtigsten Zeichen für die Bewahrung japanischer Kultur im Landesinneren des Bundesstaats São Paulo. Es verbindet Tanz und Musik mit einem familiären Fest. Bei den Rundtänzen können alle Anwesenden mitmachen; begleitet werden sie vom Rhythmus japanischer Trommeln. Dekorative Laternen und traditionelle Trachten gehören ebenfalls dazu. Ein von der Gemeinschaft zubereiteter Gastronomiebereich bietet typische orientalische Küche.

Jedes Jahr zieht das Fest Hunderte Touristen nach Pereira Barreto an und gilt als eines der größten Kulturereignisse im Nordwesten des Bundesstaats São Paulo. Für Ihre Reiseplanung ist es hilfreich, die verschiedenen Seiten des Bon Odori auseinanderzuhalten: Es ist zugleich ein gemeinsames Tanz- und Musikfest und ein Ausdruck japanischer Traditionen, die zur Geschichte der Stadt gehören.

Fotografien, Denkmäler und Stadtgeschichte

Das Museu Histórico da Colonização de Pereira Barreto vermittelt anhand historischer Fotografien die Geschichte der früheren Fazenda Tietê, des einfachen ländlichen Handels, der Ansiedlung der japanischen Kolonie und der Entstehung der Stadt. Auf dem Gelände befinden sich außerdem eine für Sumo genutzte Arena, ein von der Familie Kayama gestifteter Tierkarren aus den 1950er-Jahren und ein Werk des Künstlers James Kudo. Zu den historischen Objekten zählt auch eine 1930 hergestellte Dampfmaschine, mit der Wasser aus dem Brunnen der Estação Ferroviária de Lussanvira hochgepumpt wurde. Das Gelände wurde 2008 von der Associação Cultural Esportiva Pereira-barretense (ACEP) zur Verfügung gestellt.

Auch im Stadtbild erinnern mehrere Bauwerke an die japanische Kolonie. GO-JU-NO-TO wurde im September 1958 von Risaburo Murai aus der Kolonie errichtet und steht auf der Praça da Bandeira Comendador Jorge Tanaka. Das Denkmal gilt als Zeichen der japanischen Kolonisierung. Seine fünf Dachebenen symbolisieren Erde, Wasser, Feuer, Wind und Luft.

Die Relógio 4 Faces, vor Ort auch Relojão genannt, wurde 1958 von Risaburo Murai zum 30. Jahrestag der Stadt errichtet und ist ein Wahrzeichen der japanischen Einwanderung. Einen anderen Akzent setzt das Obelisco de Pedra an der Avenida Benedito Jorge Coelho: Das 2,50 Meter hohe Denkmal begrüßt Besucher an einer der Ortseinfahrten. In Hochreliefs zeigt es einen Arbeiter, einen Fischer und einen Touristen sowie Darstellungen von Kultur, Kunst und Tanz. Zusammen bieten Museum und Denkmäler unterschiedliche Zugänge zur Geschichte – über Fotografien und historische Gegenstände ebenso wie über Bauwerke und ihre Gestaltung.

Der Canal Artificial und Erlebnisse auf dem Wasser

Der Canal Artificial de Pereira Barreto trägt den Namen Deoclécio Bispo dos Santos. Er verbindet über den Rio São José dos Dourados die Stauseen Três Irmãos und Ilha Solteira und ermöglicht Schifffahrt sowie eine integrierte Energieerzeugung der beiden Flüsse. Der künstliche Süßwasserkanal gilt als der zweitgrößte seiner Art weltweit. Er ist 9.600 Meter lang und 50 Meter breit; seine Tiefe beträgt je nach Höhenstand 12 beziehungsweise 8 Meter.

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Auf dem Kanal sind Fahrten mit Booten und Motorbooten möglich, bei denen sich die Natur entlang der gesamten Strecke betrachten lässt. Auch Sportfischerei kann dort betrieben werden. Davon zu unterscheiden sind Bootsfahrten auf dem Rio Tietê, bei denen eine Schleusung möglich ist. Für die Schifffahrt zwischen dem nördlichen und dem südlichen Zweig der Hidrovia Tietê-Paraná wurde zwischen den Gemeinden Andradina und Pereira Barreto eine 25 Meter hohe Betonschleuse errichtet.

Spaziergänge, Fische und lokale Küche

An der Praia Municipal Pôr-do-Sol können Sie entlang der gesamten Strandpromenade spazieren; für Kinder gibt es einen Spielplatz. Der kommunale Rad- und Gehweg verläuft auf der Rodovia Padre Valentim Felipe Stefanoni vom Porto Intermodal bis zur Praia Municipal Pôr-do-Sol. An der Praia befindet sich auch das Aquário Municipal. Dort lassen sich regionale Fischarten wie Tucunaré und Pacu, Zierfische wie Karpfen sowie weitere Arten aus anderen Regionen Brasiliens beobachten.

Die Feira da Lua liegt an der Kreuzung der Straßen Jonas Alves de Mello und Brasil. Ihr Angebot umfasst Fische, Käse, traditionelle ländliche Süßigkeiten, japanische Küche, Pasteten, Obst und weitere Speisen sowie Kunsthandwerk. Der Veranstaltungskalender von Pereira Barreto nennt unter anderem die Campeonato Brasileiro de Jet Ski, das Torneio de Pesca Esportiva und die Travessia a Nado do Canal. Wenn Sie eines dieser Ereignisse einplanen, prüfen Sie die jeweiligen Termine vor Ihrer Reise, da sie wechseln können.

So können Sie Ihre Auswahl nach den Erlebnissen ausrichten, die Sie besonders interessieren: Bon Odori und Denkmäler geben Einblicke in japanische Traditionen und die Stadtgeschichte; Kanal, Fluss und Praia eröffnen unterschiedliche Perspektiven auf Wasser und Natur. Auch beim Essen reicht die Auswahl von der Gemeinschaftsküche des Festes bis zu den Speisen und dem Kunsthandwerk der Feira da Lua.

Weitere Reiseziele entdecken: Ubatuba, Itariri, Cidade Gaúcha, São Bento do Sapucaí, Rebouças, Jaguariúna, Barra Bonita, Jacareí

Zur übergeordneten Reiseübersicht: São Paulo.

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