Ñuflo De Chávez: Missionserbe in Concepción
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Concepción, die Provinzhauptstadt von Ñuflo De Chávez, vereint mehrere kulturelle Bezugspunkte: das Conjunto Misional de La Inmaculada Concepción, das Archivo Musical und zwei Museen. Sie stehen für unterschiedliche Perspektiven – Architektur, musikalische Überlieferung und die Baugeschichte eines traditionellen Hauses. Die konkreten Standortangaben helfen, die beiden Museen in Concepción voneinander zu unterscheiden.
Missionserbe: Architektur und Musik
Das Conjunto Misional de La Inmaculada Concepción in Concepción ist ein architektonisches Werk im mestizischen Barockstil und wird als „la joya misional“ bezeichnet. Das Archivo Musical bewahrt Partituren, die in den Missionen geschrieben und aufgeführt wurden. Der gemeinsame Missionsbezug verbindet Ensemble und Archiv, ihre Gegenstände bleiben aber verschieden: Auf der einen Seite steht ein architektonisches Werk, auf der anderen die Bewahrung von Musik in Partituren. So lassen sich Bauwerk und musikalische Überlieferung als zwei unterschiedliche Facetten des Missionskontexts betrachten.
Museen in Concepción
Das Museo Misional liegt neben der Kirche an der südöstlichen Ecke des Platzes in Concepción. Das Museo Antropológico befindet sich in der Casa de España, einen Häuserblock vom Platz entfernt. Das traditionelle Haus wurde 1890 erbaut und 1995 unter der Leitung von Hans Roth restauriert. Damit lässt sich der Ort des Museo Antropológico sowohl über seine Lage zum Platz als auch über die Geschichte der Casa de España einordnen; beim Museo Misional sind Kirche und südöstliche Platzecke die Bezugspunkte.
Santa Cruz als übergeordneter Kontext
Im übergeordneten Reiseziel Santa Cruz umfassen die Valles Cruceños etwa 13.000 km² und liegen in Höhen zwischen 1.200 und 2.000 Metern. Zu ihnen zählen die Provinzen Florida, Vallegrande und Caballero im Departamento de Santa Cruz. Zu den dortigen Vegetationsformen gehören interandiner Trockenwald, bolivianisch-tucumanischer Wald, serraner Chaco, subtropischer Feuchtwald und Puna-Vegetation. Im Área Protegida de los Valles Cruceños werden 374 Vogelarten angegeben, darunter der endemische Rotstirnara und der Andenkondor. Fläche und Höhenlage beschreiben den Raum aus geografischen Perspektiven; Vegetation und Vogelwelt ergänzen sie um konkrete Naturbezüge. Die Artenzahl bietet einen Überblick, während Rotstirnara und Andenkondor zwei benannte Beispiele sind.
Ebenfalls im übergeordneten Reiseziel Santa Cruz liegt der Noel-Kempff-Mercado-Nationalpark. Er umfasst immergrüne Regenwälder, Palmenwälder, Cerrado, Sümpfe, Savannen, Galeriewälder und halbimmergrüne Trockenwälder. Im Park leben lebensfähige Populationen zahlreicher weltweit gefährdeter oder bedrohter Wirbeltierarten. Die Lebensräume verbinden mehrere Waldformen mit Feuchtgebieten und Savannen; daneben stehen die Populationen als eigener Naturaspekt.
Ein weiterer regionaler Kulturbezug in Santa Cruz ist die Chiquitano-Kultur. Sie entwickelte sich hauptsächlich in der Chiquitanía im Departamento de Santa Cruz und verbindet Traditionen der indigenen Chiquitano mit jesuitischem Einfluss, der im 17. und 18. Jahrhundert eingeführt wurde. Geografisch ist der Schwerpunkt der Entwicklung damit in der Chiquitanía verortet; der zeitliche Bezug betrifft die Einführung des jesuitischen Einflusses.
Weitere Reiseziele entdecken: Concepción, Santa Rosa de la Mina, Vallegrande, José Miguel De Velasco, Ignacio Warnes, Guarayos, Chiquitos Province, Ángel Sandoval.
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