Santa Cruz: Natur und Chiquitano-Kultur entdecken
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Santa Cruz vereint unterschiedliche Natur- und Kulturthemen. In den Valles Cruceños prägen Höhenlagen, verschiedene Vegetationsformen und eine vielfältige Vogelwelt den Naturblick; im Noel-Kempff-Mercado-Nationalpark steht eine breite Folge von Lebensräumen im Vordergrund. Hinzu kommt die Chiquitano-Kultur mit ihrer Verbindung indigener Traditionen und jesuitischem Einfluss. Für Ihre Planung bietet sich damit eine erste Abwägung an: Möchten Sie Landschaft, Vogelwelt oder Kulturgeschichte in den Mittelpunkt stellen?
Natur in den Valles Cruceños
Die Valles Cruceños umfassen etwa 13.000 km² und liegen zwischen 1.200 und 2.000 Metern Höhe. Zu ihnen gehören die Provinzen Florida, Vallegrande und Caballero im Departamento de Santa Cruz. Fläche und Höhenlage geben Ihrem Naturfokus einen geografischen Rahmen; die unterschiedlichen Vegetationsformen machen ihn konkreter. Zum regionalen Vegetationsbild zählen interandiner Trockenwald, bolivianisch-tucumanischer Wald, serraner Chaco, subtropischer Feuchtwald und Puna-Vegetation. Die Valles Cruceños stehen damit nicht nur für eine einzelne Waldform, sondern für mehrere benannte Vegetationstypen innerhalb desselben Naturraums.
Vogelwelt und Lebensräume
Ein anderer Zugang führt über die Vogelwelt. Für das Área Protegida de los Valles Cruceños werden 374 Vogelarten angegeben, darunter der endemische Rotstirnara und der Andenkondor. Für Naturinteressierte ist die Vogelwelt ein eigenes Thema neben den Vegetationsformen: Hier stehen Arten und der besondere Status des Rotstirnara im Blick.
Der Noel-Kempff-Mercado-Nationalpark liegt in der Provinz Velasco im Departamento de Santa Cruz. Zu seinen Lebensräumen gehören immergrüne Regenwälder, Palmenwälder, Cerrado, Sümpfe, Savannen, Galeriewälder und halbimmergrüne Trockenwälder. Das Bild reicht damit über einen einzelnen Waldtyp hinaus und umfasst auch offene und feuchte Lebensräume. Im Park leben lebensfähige Populationen zahlreicher weltweit gefährdeter oder bedrohter Wirbeltierarten; ihr Status kann sich im Lauf der Zeit verändern. Die Vielfalt der Habitate und das Vorkommen dieser Wirbeltierarten bieten zwei unterschiedliche Blickwinkel auf die Natur des Parks.
Chiquitano-Kultur und Geschichte
Die Chiquitano-Kultur entwickelte sich hauptsächlich in der Chiquitanía im Departamento de Santa Cruz. Sie verbindet Traditionen der indigenen Chiquitano mit jesuitischem Einfluss, der im 17. und 18. Jahrhundert eingeführt wurde. Die Zeitangabe ordnet den Einfluss historisch ein, während die Traditionen der Chiquitano den anderen Teil dieser Verbindung bilden. So erhält die Kulturgeschichte einen konkreten regionalen und zeitlichen Bezug.
Bolivien im weiteren Kulturkontext
Zum historischen Erbe der Chiquitanía in Bolivien gehören sechs erhaltene Jesuitenmissionen: San Francisco Javier, Concepción, Santa Ana, San Miguel, San Rafael und San José. In der Chiquitanía verbanden Jesuiten und ihnen zugehörige indigene Gemeinschaften europäische Architektur mit lokalen Traditionen. Die Missionen und diese architektonische Verbindung bilden einen weiteren Blickwinkel auf das kulturelle Erbe Boliviens.
Auch Tiwanaku in Bolivien bietet einen eigenen architektonischen Bezugspunkt: Die monumentalen Steinbauten des Zeremonialzentrums sind in geschützten archäologischen Zonen erhalten. Zum öffentlichen religiösen Raum gehören der halbunterirdische Tempel, der Tempel von Kalasasaya, die Akapana-Pyramide und die Pumapunku-Pyramide.
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