Tiawanacu: Welterbe und Wandbilder
Unterkünfte in Tiawanacu
Tiawanacu verbindet die Geschichte des Tiwanaku-Zentrums mit dem heutigen Ortsbild. Im Departamento La Paz liegt Tiwanaku nahe dem Südufer des Titicacasees, im Altiplano auf 3.850 Metern Höhe. Der größte Teil der antiken Stadt, die überwiegend aus Lehmziegeln errichtet wurde, ist von der modernen Ortschaft überbaut. Historische Stadt und heutiger Ort stehen dadurch in einer unmittelbaren räumlichen Beziehung. Für Ihre Orientierung können Sie das archäologische Zentrum, die Wandbilder im Ort und die Handwerkserlebnisse in der zugehörigen Gemeinde als unterschiedliche Schwerpunkte betrachten.
Das Spirituelle und Politische Zentrum
Das Spirituelle und Politische Zentrum der Tiwanaku-Kultur gehört seit 2000 zum UNESCO-Welterbe. Zu seinem außergewöhnlichen universellen Wert zählen die Konzeption und bauliche Meisterschaft seiner Tempel sowie seine monumentale Statuenkunst. Die Tempel sind damit nicht allein als Bauwerke relevant: Auch ihre Konzeption und die bauliche Meisterschaft gehören ausdrücklich zum Wert des Zentrums. Die monumentale Statuenkunst bildet eine weitere, bildhauerische Ebene. Diese Unterscheidung hilft, Architektur und Kunst im selben kulturellen Zusammenhang wahrzunehmen.
Wandbilder im Ortsbild
Touristische Wandbilder befinden sich an Gebäudefassaden rund um den Hauptplatz von Tiwanaku. Weitere Standorte sind die Asociación Lechera, die Truffi-Haltestelle, der Kunsthandwerksbetrieb Místico Ancestral und das Centro de Interpretación de la Cultura Tiwanaku. Der Schwerpunkt liegt damit nicht nur auf dem archäologischen Zentrum: Wandmalereien gehören auch zum Ortsbild und sind an verschiedenen benannten Stellen verortet. Neben Tempelarchitektur und Statuenkunst eröffnet sich so eine eigene Perspektive auf Kunst an Fassaden und Einrichtungen im Ort.
Erlebnisse in der zugehörigen Gemeinde
In Begleitung eines örtlichen Guides können Sie zu Fuß vom archäologischen Gelände von Kalasasaya zur Gemeinde Ayllu Kasa Achuta gehen. Die Strecke verbindet damit das archäologische Gelände mit einem Ziel in der zugehörigen Gemeinde. Wenn Sie diesen Weg in Ihre Reiseplanung aufnehmen, klären Sie vorab, wie sich die Begleitung für Ihren Reisetermin organisieren lässt. Der Gemeinde-Bezug unterscheidet diese Gehstrecke von den Wandbildern, deren Standorte in der Ortschaft liegen.
Das Erlebnis „El arte de los Qalawawas“ verbindet Keramik und Textilkunst. Ein Keramikermeister zeigt Besucherinnen und Besuchern, wie sie ein eigenes Stück mit Motiven der Tiwanaku-Kultur herstellen. Kunsthandwerkerinnen der Gemeinde führen Textilkunst vor und laden zum Spinnen und Weben an einem traditionellen Webstuhl ein. Die Formen der Beteiligung unterscheiden sich: Bei der Keramik entsteht ein eigenes Stück, während die Textilkunst Vorführung und Mitmachen am Webstuhl umfasst. So stehen zwei verschiedene handwerkliche Tätigkeiten nebeneinander.
Nächtlicher Besuch des archäologischen Geländes
Für den Zeitraum von Mai bis Dezember wurde ab 2017 ein nächtlicher Besuch des archäologischen Geländes von Tiwanaku beschrieben. Dabei wurden die Zeremonialtempel Kalasasaya und Templete Semisubterráneo sowie archäologische Objekte beleuchtet. Wenn Sie einen solchen Abend für Ihre Reise erwägen, prüfen Sie die Termine für Ihren Reisezeitraum vorab.
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