Al-Bahr Al-Ahmar: Riffe, Inseln und Küstenlebensräume
Unterkünfte in Al-Bahr Al-Ahmar
Riffe, Inseln und Küsteneinschnitte geben Al-Bahr Al-Ahmar mehrere klar unterscheidbare Naturthemen. Am Sanganeb stehen Korallenriffgemeinschaften im Vordergrund; im Gebiet von Dungonab prägen Mangroven, Wattflächen und Küsteneinschnitte die Vielfalt der Lebensräume. Für Ihre Reiseplanung bietet sich damit ein Blick sowohl auf die Unterwasserwelt als auch auf die Küstenformen an.
Das Riff und die Insel Sanganeb
Das Riff von Sanganeb umfasst 13 unterschiedliche biophysiografische Riffzonen mit jeweils typischen Korallenriffgemeinschaften. Es beherbergt mehr als 300 Fischarten, darunter zahlreiche endemische und seltene Arten. Die Artenzahl kann sich mit neuen Forschungsergebnissen verändern. Die Gliederung in verschiedene Zonen zeigt zugleich, dass das Riff nicht als einheitliche Fläche beschrieben wird, sondern unterschiedliche Korallenriffgemeinschaften umfasst.
Der Sanganeb Marine National Park war das erste Meeresschutzgebiet des Sudan. Die Insel Sanganeb erstreckt sich von Norden nach Süden über sechs Kilometer, ist zwei Kilometer breit und umfasst drei Binnenlagunen. Im Marine National Park gibt es etwa 124 Riffgruppen. Das Schutzgebiet umfasst rund 13 Inseln, darunter Mukur Island, Umm Qurs, Masharif und Jabal al-Dud. Damit stehen bei Sanganeb sowohl die Struktur des Riffs als auch die Geografie der Insel und des Schutzgebiets im Fokus.
Küsteneinschnitte und marine Lebensräume
Khour Shanaab ist ein langer, fjordähnlicher Küsteneinschnitt. Zwischen Wüstenhügeln windet er sich mehrere Kilometer ins Landesinnere. Seine geschützten, ruhigen Gewässer tragen Seegraswiesen und Mangroven. Der Ort verbindet so eine markante Küstenform mit Lebensräumen, die sich von den Korallenriffgemeinschaften Sanganebs unterscheiden.
Khour Wais ist Teil des Mosaiks aus Küsteneinschnitten, Mangroven und Wattflächen, das Dungonab Bay ihre außergewöhnliche Vielfalt an Lebensräumen verleiht. Der Dungonab Bay–Mukkawar Island Marine National Park umfasst etwa 2.808 Quadratkilometer. Dungonab Bay und Mukkawar Island bilden die zweite Teilfläche des marinen Welterbegebiets. Zusammen geben die Küsteneinschnitte, Mangroven und Wattflächen einen anderen Blick auf die Meereslandschaft als Sanganebs Riffzonen.
Historische Bezüge im größeren Reiseziel Sudan
Im größeren Reiseziel Sudan kommen eigenständige historische Themen hinzu. Die Archäologischen Stätten der Insel Meroe liegen in einer Halbwüstenlandschaft zwischen Nil und Atbara. Sie waren der Sitz der Herrscher, die Ägypten fast ein Jahrhundert lang besetzten. Kerma war während der als Kerma-Kultur bezeichneten Zeit vom 3. bis zum 2. Jahrtausend v. Chr. die Hauptstadt des Landes.
Der Tempel von Soleb ist ein pharaonischer Tempel am westlichen Nilufer zwischen dem zweiten und dritten Katarakt. Ein anderer historischer Schwerpunkt verbindet Gebel Barkal, Kurru, Nuri, Sanam und Zuma: Die fünf Orte stehen für die napatanische Kultur von 900 bis 270 v. Chr. und die meroitische Kultur von 270 v. Chr. bis 350 n. Chr. des zweiten Königreichs Kusch.
Gebel Barkal gilt seit der Zeit des Neuen Reiches, etwa seit 1500 v. Chr., als heiliger Berg. Am Fuß seines Hügels steht der Amon-Tempel, der bei der örtlichen Bevölkerung weiterhin als heiliger Ort gilt. Die archäologischen Stätten von Gebel Barkal und der Napatanischen Region zeigen außerdem eine architektonische Tradition, die die politische, religiöse, gesellschaftliche und künstlerische Entwicklung des mittleren und nördlichen Niltals mehr als 2.000 Jahre lang prägte: von 1500 v. Chr. bis zum 6. Jahrhundert n. Chr. So stehen marine Lebensräume als Naturthema neben den archäologischen und religiösen Bezugspunkten des Sudan.
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