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Grávalos: Thermalbad, Mandelblüte und Geschichte

Unterkünfte in Grávalos

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Grávalos liegt am nordöstlichen Rand der Sierra de Cameros, in einer Senke zwischen der Sierra de Yerga und der Sierra de Peñalosa. Das Thermalbad, die Mandelbaumlandschaft und die historischen Bauwerke geben dem Ort unterschiedliche Seiten: Sie können sich bei Ihrer Planung an Natur, Geschichte oder dem Balneario orientieren.

Balneario und Schwefelwasserquelle

Die Geschichte der Schwefelwasserquelle reicht mindestens bis ins 16. Jahrhundert zurück; ihre Nutzung als Heilbad mindestens bis 1843. Im Balneario de Grávalos gehört ein Römisch-Irischer Rundgang mit Blick auf den Olivengarten zum Angebot. Dort kann auch Wasser abgefüllt werden.

Das Hotel Balneario de Grávalos öffnete nach sechs Jahren Schließung im August 2026 zunächst für drei Monate wieder. Wenn Sie den Besuch einplanen, prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Betriebszeitraum.

Mandelhänge und Wege

Vom Mirador de los Almendros blicken Sie auf mehr als 300 Hektar Mandelbäume. Ihre Blüte findet gewöhnlich im Februar statt, kann sich aber je nach Wetter verschieben. Die Landschaftseinheit „Campos de almendros de Grávalos“ ist im Landschaftskatalog von La Rioja als besondere Landschaft erfasst.

Die ausgeschilderte touristische Route im natürlichen Umfeld von Grávalos ist zehn Kilometer lang. Sie kann zu Fuß oder mit dem Fahrzeug über unbefestigte Wege genutzt werden; prüfen Sie die Routendetails vor Ort. Vom Mirador de los Almendros gelangen Sie zu Fuß zum Mirador de Peña Redonda. Am Mirador de Peña Herrera lässt sich die umliegende Landschaft betrachten.

Für eine längere regionale Strecke beginnt die etwa 50 Kilometer lange Alhama-Linares-Route bei Kilometer 0 in Grávalos. An der Straße von Grávalos führt sie an einer der größten Trüffeleichenpflanzungen La Riojas vorbei. Die angegebenen Längen unterscheiden damit die zehn Kilometer lange touristische Route im natürlichen Umfeld von der rund 50 Kilometer langen Regionalroute.

Historische Bauwerke im Ort und seiner Umgebung

Die Nevera, ein kommunaler Eisschacht, soll aus dem frühen 19. Jahrhundert stammen. Ihre ursprünglichen steinernen Bögen trugen das Gewicht der Kuppel. 2008 wurde die Nevera saniert und ihr Umfeld als Erholungsbereich gestaltet. Der Bereich ist über einen unbefestigten Weg zu Fuß oder mit dem Fahrzeug erreichbar; die Wegverhältnisse können sich ändern.

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Die Iglesia Parroquial de Santa María de la Antigua wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts aus Bruch- und Quadermauerwerk errichtet. Im 18. Jahrhundert wurde sie umfassend zu einer dreischiffigen Kirche umgestaltet. In der Kirche befindet sich auch das Bildnis Unserer Lieben Frau von Antigua aus dem 13. Jahrhundert, das als Übergangsform der Romanik gilt.

An der Fassade des Rathauses ist eine römische Grabinschrift aus dem 2. Jahrhundert angebracht. In der Ermita del Humilladero befindet sich ein kleiner, überarbeiteter Retabel mit einer lebensgroßen Darstellung der Pietà. Das Ensemble erscheint als barockes Werk des 18. Jahrhunderts. Die heute ruinöse Ermita de Santa Bárbara war die erste Pfarrkirche des Ortes. Sie befand sich dort, wo die ersten Siedler der Villa im heutigen Barrio Bodegas lebten.

Weinkeller und örtliche Traditionen

Das Lavadero de Fonsorda wurde zwischen 1911 und 1914 errichtet und ist als ehemaliger sozialer Treffpunkt erhalten. Das Barrio de las Bodegas umfasst 128 in den Boden gegrabene private Weinkeller. Dort stellte oder stellt jeder Bewohner seinen eigenen Wein her.

Zur Weihnachtszeit wird die Fiesta de los Brindis gefeiert: Acht Tage lang erklingt Gaita- und Tamboril-Musik. Am Neujahrstag führt der Mayordomo der Bruderschaft einen Glückwunschtanz auf. So treffen in Grávalos Bauwerke und überlieferte Bräuche auf eine Landschaft, deren Mandelblüte einen jahreszeitlichen Akzent setzt.

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