Navarrete: Jakobsweg, Altstadt und Keramik
Unterkünfte in Navarrete
Navarrete verbindet den Jakobsweg mit historischer Baukultur, Keramik und Weintradition. Der Camino de Santiago durchquert das Stadtzentrum zuerst über die Calle Mayor Baja und anschließend über die Calle Mayor Alta. Für Ihre Reiseplanung bieten sich damit unterschiedliche Schwerpunkte: Sie können sich der Altstadt und ihren Bauwerken widmen, Handwerk und Weintourismus kennenlernen oder Wege in der Umgebung erkunden.
Altstadt und historische Bauwerke
Die Altstadt bewahrt den Verlauf einer ummauerten Stadt. In ihrem historischen Ortskern verbindet die traditionelle Architektur Haustein mit Ziegelmauerwerk. Besonders anschaulich ist die Calle Mayor, die in Mayor Baja und Mayor Alta geteilt ist. An ihr stehen Gebäude aus dem 17. und 18. Jahrhundert mit Portalen aus Haustein, schmiedeeisernen Arbeiten, Wappen und jakobinischen Symbolen. Die Straßenaufteilung und die Details an den Gebäuden prägen gemeinsam das historische Ortsbild.
Die Kirche Nuestra Señora de la Asunción ist eine dreischiffige Hausteinkirche. Ihr Bau begann 1533, der Turm entstand im 17. Jahrhundert. Zur Ausstattung zählen ein bedeutendes barockes Hauptretabel aus dem späten 17. Jahrhundert und ein Sakristei-Museum. Auch das Friedhofsportal erzählt von älterer Baugeschichte: Es gehört zur Spätromanik und wurde 1887 vom ehemaligen Hospital San Juan de Acre an seinen heutigen Standort versetzt. Die restaurierten Ruinen des Hospitals können im Gebiet La Serna besichtigt werden. Sie stehen unter Schutz und sind Teil des Jakobswegs.
Jakobsweg und Pilgergeschichte
Der Jakobsweg erreicht Navarrete entweder über den alten Weg von Fuenmayor oder über den alten Weg von Navarrete, der mit dem Weg von Entrena zusammenfällt. Der Camino Ignaciano knüpft an eine andere Pilgergeschichte an: Er bildet den Weg nach, den Ignatius von Loyola 1522 von Loyola-Azpeitia bis Manresa zurücklegte. Die Route ist 650 Kilometer lang und umfasst 27 Etappen. Navarrete ist mit zwei Lebensabschnitten des heiligen Ignatius verbunden – vor und nach seiner Bekehrung.
Die verschiedenen Wege verbinden Orts- und Religionsgeschichte, ohne dass sie dieselbe Route oder denselben historischen Hintergrund haben. Wer sich für den Jakobsweg interessiert, findet im Verlauf durch die beiden Straßen des Stadtzentrums und bei den Ruinen des Hospitals konkrete Bezugspunkte. Beim Camino Ignaciano stehen dagegen die überlieferte Reise von 1522 und ihre 27 Etappen im Mittelpunkt.
Keramik, Wein und Besuchsangebote
Wein und Töpferwaren gelten als die beiden repräsentativen lokalen Erzeugnisse Navarretes. Die traditionelle Herstellung ist in modernisierter Form bis heute erhalten. In der Alfarería Antonio Naharro Flores können Besucher die manuelle Keramikherstellung auf der Töpferscheibe und den gesamten Herstellungsprozess sehen; außerdem wird dort eine Sammlung alter Stücke gezeigt. Für den Besuch empfiehlt es sich, die Zugangsmöglichkeiten vorab abzuklären.
Die Alfarería El Torero veranstaltet Töpferworkshops für Kinder und ältere Besucher. Besichtigungen können nach vorheriger Vereinbarung kostenlos organisiert werden. Auch Weingüter gehören zum Weintourismus in Navarrete; individuelle Besuche sollten Sie vorab abklären. Zum Angebot der Bodegas FyA gehört außerdem ein Keramikmuseum, das besucht werden kann. Es umfasst rund 1.000 Stücke aus dem 16. bis 20. Jahrhundert. Da sich Besuchsangebote und Besuchsmodalitäten ändern können, informieren Sie sich vor einem geplanten Besuch über den aktuellen Stand.
Die N.A.CE findet seit 2009 jedes Jahr im Juli als Messe für Töpferei und Keramik mit zahlreichen begleitenden Aktivitäten statt. Termine und Programme variieren von Ausgabe zu Ausgabe. Wenn Sie Ihre Reise mit der Messe verbinden möchten, prüfen Sie daher die Termine des betreffenden Jahres.
Rundwege und Landschaft
Die Dehesa de Navarrete, auch La Verde genannt, umfasst etwa 404 Hektar innerhalb der Gemeinde. Sie liegt an den letzten Ausläufern der Sierra de Moncalvillo in der Ebro-Depression. Der Zugang führt über den Camino de la Dehesa oder die Pasada de la Ironda. Vom 781 Meter hohen Cerro de la Dehesa reichen die Ausblicke auf San Lorenzo und den Serradero sowie nach Norden auf die Sierra de Cantabria, Codés und Toloño. In dem Gebiet kommen Kaninchen, Hasen, Füchse und Wildschweine vor.
Der Rundweg Dehesa de Navarrete beziehungsweise La Verde ist 6,4 Kilometer lang; die geschätzte Gehzeit beträgt zwei Stunden. Wege und Kreuzungen sind gut erkennbar, der Untergrund ist glatt und teilweise uneben. Rund um den Pantano de Valbornedo prägen Weinberge die Landschaft; die Gegend eignet sich zum Spazierengehen oder Angeln. Zur Vegetation gehören Eichen, Steineichen und angepflanzte Kiefern. Der dortige Rundweg ist 8 Kilometer lang, ebenfalls mit geschätzten zwei Stunden Gehzeit. Wege und Kreuzungen sind gut erkennbar und der Untergrund ist glatt. Damit stehen zwei Rundwege mit gleicher geschätzter Gehzeit, aber unterschiedlicher Länge und unterschiedlichen Untergrundhinweisen zur Auswahl.
Orientierung und Anreise
Die Oficina de Turismo des Ayuntamiento de Navarrete informiert über Weintourismus, Töpferei, den Jakobsweg, Unterkünfte und Routen. Da sich die Betriebsmodalitäten ändern können, erkundigen Sie sich bei Bedarf vorab nach den Besuchsmodalitäten. Von Logroño aus führt die Anfahrt über die LO-20 in Richtung Vitoria bis zum Anschluss an die A-12 in Richtung Burgos. Außerdem hat die AP-68 eine Ausfahrt im Gemeindegebiet. Prüfen Sie vor der Fahrt die aktuellen Navigationsbedingungen.
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