Vimbodí entdecken
Unterkünfte in Vimbodí
Vimbodí verbindet eine bis ins Mittelalter zurückreichende Glasgeschichte mit Wanderzielen, historischen Details im Ortsbild und Festtraditionen. Für die Reiseplanung lassen sich die Themen nach Kultur, Natur oder einem konkreten Anlass ordnen.
Glasgeschichte und Handwerk
Die Glasherstellung in Vimbodí hat ihren Ursprung im Mittelalter, genauer im 12. Jahrhundert. Ein wichtiger früher Bezugspunkt ist der erste dokumentierte Glasofen im Gemeindegebiet von Vimbodí i Poblet: Er ist auf 1188 datiert und gehörte dem Glasmacher Guillem. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde die Glasproduktion zum wichtigsten Industriezweig von Vimbodí; im Ort wurden mehrere Glasöfen eingerichtet. Die Geschichte reicht damit von den mittelalterlichen Anfängen bis zu einer Zeit, in der das Handwerk den industriellen Charakter des Ortes prägte.
Das Museu del Vidre bietet Familienbesuche und Workshops, bei denen Sie das Handwerk der Glasbläser kennenlernen und praktisch erleben können. Die Sarga-Workshops umfassen Materialien und Anleitungen durch eine Kunsthandwerkerin. Hinzu kommen der Museumseintritt mit einer Vorführung des Glasblasens und der Zugang zur Sammlung. Das selbst gefertigte Werk nehmen die Teilnehmenden anschließend mit nach Hause. Seit 2014 findet außerdem VITRUM jedes Jahr an einem Wochenende im Oktober in Vimbodí i Poblet statt. Wenn Sie wegen der Veranstaltung reisen möchten, prüfen Sie den Termin für das betreffende Jahr vorab.
Wanderwege und Landschaft
Der dritte Wanderweg erreicht den Tossal de la Baltasana. Mit 1.201 Metern ist er der höchste Punkt des Prades-Gebirges. Auf dieser Route führt der Weg auch durch einen Stieleichenwald, der als einzigartig in Katalonien gilt. Der Wanderweg La Pena setzt einen anderen Schwerpunkt: Er erreicht einen Aussichtspunkt oberhalb der Schlucht von La Pena, von dem aus sich ein Panorama über von Steineichenwäldern geprägte Hänge eröffnet. Als historisches Relikt umfasst die Route unter anderem einen Eiskeller. Der therapeutische Waldlehrpfad wiederum beginnt und endet bei der Casa Forestal de Castellfollit in Vimbodí i Poblet.
Damit unterscheiden sich die beschriebenen Wege durch ihre konkreten Ziele: Der dritte Wanderweg führt zum höchsten Punkt des Gebirges, La Pena bietet einen Aussichtspunkt und ein historisches Relikt, und beim Waldlehrpfad sind Start- und Endpunkt benannt. Auch der Camí de Sant Jaume von Tarragona nach Lleida führt durch Orte der Conca de Barberà, darunter Vimbodí i Poblet. Der Abschnitt des Camí de Sant Jaume durch die Conca de Barberà ist insgesamt 35 Kilometer lang.
Bei den Fonts del Gorg speist eine natürliche Wasserader die Quellen, die aus mehreren Kalksteinhöhlen hervorsprudeln. Dort sind außerdem in den Fels eingefasste Waschplätze erhalten. Früher wuschen die Frauen des Dorfes an diesen Plätzen ihre Wäsche. So treffen an den Fonts del Gorg der natürliche Ursprung der Quellen und ein Zeugnis des früheren Alltags aufeinander.
Ortsdetails und Festtraditionen
Auch einzelne Bauten und Straßen liefern konkrete Anhaltspunkte für einen Rundgang durch die Ortsgeschichte. An der Fassade der Kirche Sant Salvador befindet sich eine vertikal abfallende Sonnenuhr mit der Jahreszahl 1591. Der Altar der Mare de Déu de Montserrat in der Església de la Transfiguració del Senyor wurde vom modernistischen Architekten Josep M. Jujol entworfen. Der Carrer de les Abraçades ist 94 Zentimeter breit und gilt als eine der schmalsten Straßen Kataloniens.
Die Festes Quinquennals de la Mare de Déu dels Torrents werden seit 1944 ohne Unterbrechung alle fünf Jahre gefeiert. Bei der Begrüßungsprozession wird das Bildnis der Mare de Déu dels Torrents von der Eremitage zur Pfarrkirche im Ort getragen; der Fußweg ist zwei Kilometer lang. Wenn Sie wegen dieses Festes reisen, empfiehlt es sich, den Termin für das betreffende Jahr vorab zu prüfen. Das Gebiet der Fonts del Gorg dient außerdem als Schauplatz für Volkstänze beim Fest des Schutzpatrons, gesellige Abende im Freien, Familienaktivitäten und weitere Feiern, die in der Gemeinde organisiert werden.
Trüffel und lokale Angebote
Ein weiteres Thema für Ihre Reiseplanung sind die Angebote des lokalen Unternehmens Tòfona de la Conca. Dazu gehören eine Trüffelsuche mit Hunden, Verbindungen von Trüffeln mit anderen Speisen und weitere familienfreundliche Angebote. Zusammen mit den Glasworkshops ergibt sich so eine Auswahl unterschiedlicher Aktivitäten: handwerkliches Erleben im Museu del Vidre, Natur- und Wanderziele sowie Angebote rund um Trüffel und lokale Festtraditionen.
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