Campdorà zwischen dem Ter und den Gavarres-Ausläufern
Unterkünfte in Campdorà
Das Dorf Campdorà liegt zwischen dem Fluss Ter und den Ausläufern des Gavarres-Massivs. Wege in der Landschaft, eine Route rund um den Hügel und die Geschichte von Kirche und Burg geben dem Ort unterschiedliche Facetten. Auch der Flussuferbereich hat eine eigene Vergangenheit: Er war einst Schauplatz gemeinsamer Feste und Mahlzeiten. So können Sie bei der Planung unterschiedliche Themen in den Mittelpunkt stellen, statt den Aufenthalt auf einen einzigen Aspekt zu beschränken.
Wege am Ter und rund um den Hügel
Eine fertiggestellte grüne Wegeverbindung verbindet Pont Major mit Campdorà. Sie verläuft vom Friedhof von Pont Major aus über 4.230 Meter parallel zum Ter. Damit ist ihre Streckenlänge konkret angegeben; zugleich lässt sich ihr Verlauf dem Fluss zuordnen. Die Route Anella Verda bietet eine andere Orientierung: Sie führt rund um den Hügel von Campdorà und endet an den landwirtschaftlich genutzten Flächen des Ortes.
Für die einfache Strecke der Anella Verda beträgt die angegebene Dauer ungefähr zwei Stunden. Das ist eine Zeitangabe und keine Streckenlänge. Für Ihre Planung stehen somit verschiedene Größen zur Verfügung: Bei der grünen Verbindung ist die Distanz in Metern benannt, bei der Anella Verda die ungefähre Dauer der einfachen Strecke. Welche Orientierung für Sie hilfreicher ist, hängt davon ab, ob Sie vor allem eine Länge oder einen Zeitrahmen berücksichtigen möchten.
Anfahrt und Orientierung
Von Girona führt die Anfahrt auf der Straße C-255 in Richtung Celrà, la Bisbal und Palamós. Am Pla de Campdorà folgt eine etwa einen Kilometer lange Gerade. Nach ungefähr 750 Metern dieser Geraden führt ein schmaler asphaltierter Weg hinauf nach Campdorà. Diese Abfolge gibt Ihnen eine praktische Orientierung für die Zufahrt. Da sich Straßenbedingungen ändern können, prüfen Sie die Zufahrt am besten kurz vor der Fahrt.
Kirche und Burg: verschiedene historische Stationen
Eine historische Aufzeichnung erwähnt Sant Jaume de Campdorà bereits 1066. Die romanische Kirche stammt aus dem 12. Jahrhundert, wurde jedoch stark verändert. Während der Belagerungen von Girona im Spanischen Unabhängigkeitskrieg wurde sie 1808 und 1809 schwer beschädigt. Die Jahreszahlen verweisen damit auf unterschiedliche Aspekte der Kirchengeschichte: eine frühe Erwähnung, den romanischen Ursprung und die Schäden während der Belagerungen.
Auch die Burg von Campdorà reicht in ihrer Geschichte ins 12. Jahrhundert zurück. Von der damaligen Befestigungsanlage sind nur wenige Überreste erhalten. 1493 wurde die Burg für den Einsatz von Feuerwaffen angepasst. Eine weitere historische Station ist die Urkunde, die Joan Campmany von König Ferdinand dem Katholischen erhielt, um Campdorà zu einer echten Burg auszubauen. Kirche und Burg stehen so für verschiedene bauliche und historische Entwicklungen des Ortes.
Font Picant und die Geschichte am Flussufer
Die Font Picant del Congost liegt in Campdorà und wurde 2016 restauriert. Das Heilbad von Campdorà machte das Gebiet vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zum Spanischen Bürgerkrieg zu einem stark besuchten Ort. Diese frühere Bedeutung gehört zur Ortsgeschichte, unabhängig davon, ob Ihr Interesse vor allem den Wegen, den historischen Gebäuden oder der Landschaft gilt.
Auch der Flussuferbereich neben den Gorgs des Ter hat einen überlieferten Namen: Er war als „les delícies del Congost“ bekannt. Früher nutzten viele Besucher das Flussufergebiet für Feste und volkstümliche Mahlzeiten, die „feixines“ genannt wurden. Damit ergänzen die historischen Hinweise zu Festen und gemeinschaftlichem Essen die Bau- und Kriegsgeschichte von Kirche und Burg um einen anderen Blick auf Campdorà.
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