Santa Margarida de Montbui zwischen Kulturerbe und Landschaft
Unterkünfte in Santa Margarida de Montbui
So können Sie Ihren Aufenthalt thematisch an Ortsgeschichte, Natur oder einer Verbindung aus beidem ausrichten.
Kulturerbe auf La Tossa und im Ortskern
Die Kirche Santa Maria de la Tossa ist ein Bauwerk aus dem 10. Jahrhundert. Ihre überlieferte Geschichte reicht bis ins Jahr 987 zurück; der Wiederaufbau wurde 1032 geweiht. La Tossa de Montbui erhebt sich auf 626 Metern. Auf ihrem Gipfel befindet sich ein Kulturerbekomplex aus dem 10. und 11. Jahrhundert mit der Kirche Santa Maria de Gràcia, Burgresten und einem Turm. Dieser ist rechteckig, hat abgerundete Ecken, stammt aus dem 10. Jahrhundert und gehörte zu einer größeren territorialen Burganlage.
Auch die archäologischen Spuren verweisen auf unterschiedliche Epochen und Schauplätze. Im Massiv La Tossa befinden sich Überreste der iberischen Bevölkerung. Im historischen Ortskern liegen die Überreste einer römischen ländlichen Villa mit Hypokaust-Heizsystem. Die beiden Bezüge lassen sich damit sowohl zeitlich als auch räumlich unterscheiden.
Der Palau dels Comptes de Plasencia ist als Kulturgut von nationalem Interesse geschützt. Seine Geschichte reicht bis ins 12. Jahrhundert zurück; der Palast steht für nahezu 800 Jahre lokales Kulturerbe. Historisch war er das politische und wirtschaftliche Zentrum der Grafen von Plasencia und der Barone von Montbui.
Kirchen und Mühlen
Die Kirche Santa Margarida setzt einen eigenen architektonischen Akzent. Der barocke Bau weist Renaissanceelemente und einen markanten Glockenturm auf. Im Inneren befinden sich ein sterngewölbtes Presbyterium und das Mausoleum der Grafen von Plasencia.
Die Mühlen von Can Planell ermöglichen einen Vergleich ihrer unterschiedlichen historischen Rahmen. Der Molí de dalt de Can Planell ist eine Getreidemühle aus dem 18. bis 19. Jahrhundert. Ihre Struktur wurde rekonstruiert und für Bildungszwecke wieder in Betrieb genommen. Der Molí de baix de Can Planell ist eine restaurierte Getreidemühle mittelalterlichen Ursprungs und wird als einzigartig in Katalonien bezeichnet. So stehen eine Mühle mit Datierung ins 18. bis 19. Jahrhundert und eine mit mittelalterlichem Ursprung nebeneinander; beim Molí de dalt ist außerdem die Bildungsnutzung benannt.
Landschaft und Aussicht
Ein Teil des geschützten PEIN-Gebiets Serra de Miralles-Queralt liegt innerhalb der Gemeinde. Badland-Formationen nehmen einen beträchtlichen Teil von Santa Margarida de Montbui ein. In den freigelegten Kalkkonglomeraten prägen unter anderem Fous, Wasserfälle, Felswände und Höhlen das Gelände. Der Mirador del Salt de la Donzella bietet Ausblicke über die Conca d’Òdena. Bei klarer Sicht reichen die Blicke in Richtung Cadí, Port del Comte, Pedraforca und Montserrat.
Besuchsplanung und Anreise
Auf La Tossa ist seit Juli 2023 eine Ausstellung über Calliderma Atagensis zu sehen. Sie widmet sich einem etwa 38 Millionen Jahre alten Seesternfossil aus dem Eozän mit einem aus 580 Teilen bestehenden Skelett. Besuche sind nach vorheriger Terminvereinbarung sowie sonntags von 12 bis 14 Uhr möglich. Klären Sie diese Besuchsregelung vor der Anreise.
Santa Margarida de Montbui ist über die A-2 und die Ronda Sud erreichbar; aus Richtung Tarragona bietet die C-37 den schnellsten Zugang. Hispano Igualadina betreibt Busverbindungen von einigen umliegenden Städten in die Gemeinde. Prüfen Sie vor der Reise den aktuellen Busfahrplan.
Weitere Reiseziele entdecken: Tavèrnoles, Cantallops, Lavit, Barcelona, Sant Boi De Lluçanès, Molins De Rei, Viladecans, Arenys De Munt.
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