Zum Inhalt

Lavit – Kirchen, Mühlen und Weinbergslandschaft

Unterkünfte in Lavit

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.

Für Ihre Reise nach Lavit bieten die Ortsgeschichte und die Landschaft verschiedene Anknüpfungspunkte: sakrale Bauwerke, Spuren der früheren Burg und eine Mühlengeschichte, die von Getreide und weiteren Handwerken bis zur Papierherstellung reicht. Auch Weinberge gehören zum Bild des Ortes. So lässt sich Lavit aus mehreren Perspektiven betrachten, statt den Aufenthalt auf ein einzelnes Bauwerk zu beschränken.

Kirchen, Burgspuren und historische Zeichen

Santa Maria de Lavit ist eine Kirche romanischen Ursprungs; der ursprüngliche Kirchenbau stammt aus dem 13. Jahrhundert. Sie entstand als Kapelle der Burg von Lavit, die seit dem Jahr 956 urkundlich belegt ist. Das Gelände der Kirche gehört zum geschützten Kulturerbegebiet BCIN R-I-51-5746, das die Überreste der früheren Burg schützt. Santa Maria de Lavit ist außerdem im offiziellen Verzeichnis der Sehenswürdigkeiten von Torrelavit aufgeführt.

Ein weiterer architektonischer Bezugspunkt ist die Rectoria de Lavit. Sie hat mittelalterliche Ursprünge und wurde um 1760 vollständig umgestaltet. Ihre Galerie weist acht Rundbogenarkaden auf salomonischen Säulen auf. Diese Verbindung von älteren Ursprüngen und späterer Umgestaltung ergänzt den Blick auf die Kirche und die Geschichte der Burg.

Die Creu de terme de Lavit markiert die frühere Pfarrgrenze zwischen Santa Maria de Lavit und Santa Magdalena del Pla del Penedès. Ihre Geschichte umfasst mehrere Stationen: 1931 wurde sie rekonstruiert, noch im selben Jahrzehnt erneut zerstört und 1981 an ihrem Standort wieder aufgestellt. Die Capelleta-fita de Sant Isidre steht in einem Weinberg am Ortseingang von Lavit an der Straße BV-2246. Sie ehrt Sant Isidre, den Schutzpatron der Landwirtschaft, und stammt möglicherweise aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Auch frühere religiöse Bräuche sind Teil der Ortsgeschichte. Der Vot de poble de Lavit a Sant Sebastià wurde am 20. Januar in Lavit und im Pla del Penedès begangen. Die Landwirtschaft feierte ihn mit einer gesungenen Messe und dem Vortrag von Goigs zu Ehren des Heiligen; die Tradition wird heute nicht mehr begangen. Bei der ebenfalls historischen Festa de la Santa Creu zogen Gläubige von der Capelleta-fita de Sant Isidre zur Creu de Lavit und segneten dort das Pfarrgebiet. Auch diese Feier wird nicht mehr begangen.

Ein jüngerer Kulturbezug ist das Werk „Homenatge al raïm“ von Ferran Capdevila. Bei einer Auswahl im Jahr 2008 wählten die Einwohner Torrelavits das Werk mit 59 Stimmen für einen dauerhaften Verbleib in Torrelavit aus.

Anzeige

Mühlen und die Geschichte des Wassers

Die erste Erwähnung der Molí de Lavit stammt aus dem Jahr 1327; damals war sie eine Getreidemühle unterhalb der Burg von Lavit. Vor ihrer Umwandlung in eine Papiermühle im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts diente sie auch als Ölmühle und Schmiede. An den Flussufern angesiedelte Papierfabriken trugen zur historischen Entwicklung Lavits bei. Die Abfolge der Nutzungen macht die Mühle zu einem konkreten Beispiel für den Wandel örtlicher Produktion.

Die Molí Pelleter, früher Molí d’en Dias de Lavit genannt, steht mit einer Konzession vom 3. Oktober 1758 zum Bau einer Papiermühle und einer Walkmühle am Fluss Bitlles bei Lavit in Verbindung. Das Centre d’Interpretació de l’Aigua de Torrelavit vermittelt die Bedeutung des Wassers für Haushalt, Bewässerung und Industrie sowie die Beziehung des Flusses Riudebitlles und seiner Zuflüsse zur Geschichte und Landschaft Torrelavits. Es behandelt auch die Geschichte von zwölf Papiermühlen, die Torrelavit vom 17. bis zum 20. Jahrhundert zu einem bedeutenden Zentrum der Papierindustrie machten.

Weinbergslandschaft und Wege in Torrelavit

Historische Beschreibungen von Lavit nennen Weinberge, Getreidefelder, Gärten und Getreidemühlen als Elemente seiner landwirtschaftlichen Landschaft. Einen anderen Blick auf die Umgebung bietet der Abschnitt von El Camí del Riu durch Torrelavit: Er umfasst einen Uferweg entlang des Flusses, Ufervegetation, mehrere gut erhaltene Papiermühlen und eine Weinbergslandschaft mit Pinienwäldern.

Für das Radfahren führen drei Varianten von Penedès 360º durch das Gemeindegebiet von Torrelavit oder verlaufen an dessen Rand. Die Angaben zum Camí del Riu und zu den Radvarianten beantworten unterschiedliche Fragen: Der Wegabschnitt wird durch seine Ufer- und Mühlenlandschaft charakterisiert, während die Radvarianten über ihren Verlauf innerhalb oder am Rand des Gemeindegebiets beschrieben sind. Zusammen mit den historischen Kirchen und Mühlen bieten diese Themen verschiedene Schwerpunkte, an denen Sie Ihre Reiseplanung orientieren können.

Weitere Reiseziele entdecken: Monistrol De Montserrat, Folgueroles, Argentona, Sant Fruitós De Bages, Canet De Mar, El Pont de Vilomara, L’Hospitalet de Llobregat, Montseny

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barcelona.

Anzeige · Bei einer Buchung können wir eine Provision erhalten.