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Capellades entdecken: Papiergeschichte und Kulturerbe

Unterkünfte in Capellades

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Capellades bietet Anknüpfungspunkte für einen Aufenthalt, der Vorgeschichte und Papiergeschichte in den Mittelpunkt stellt. Neben Fundstätten und historischen Papiermühlen prägen Wasseranlagen, Kirchen und Wege das Bild des Ortes. So können Sie Ihr Reiseziel nach den Themen auswählen, die Sie besonders interessieren: frühe Besiedlung, Handwerk und Industriegeschichte oder Architektur.

Vorgeschichte an der Cinglera del Capelló

Der NEAN-Parc Prehistòric de Capellades liegt in der Cinglera del Capelló, einer travertinischen geologischen Formation mit knapp 50.000 Quadratmetern Gesamtfläche. Ein etwa 1.100 Meter langer Weg führt durch das Gebiet. Der Park wurde geschaffen, um das natürliche und archäologische Erbe zu schützen und Wissen über die Vorgeschichte des Landes zu vermitteln. Zum archäologischen Bezug gehört der Fundplatz Abric Romaní. Der Fundplatz und der Weg durch die Cinglera können derzeit nach vorheriger Reservierung besichtigt werden – planen Sie diesen Besuch daher mit der nötigen Voranmeldung.

Papierherstellung und Mühlen

Zwischen dem 18. und 19. Jahrhundert entwickelte sich Capellades zu einem der bedeutendsten Papierproduktionszentren des Landes. Auch das Papier de barba erlangte internationale Bekanntheit. Das Museu Molí Paperer befindet sich in der ehemaligen Papiermühle Molí de la Vila aus dem 18. Jahrhundert. Bei einer angebotenen Führung werden die Maschinen der Mühle vorgeführt und die Herstellung handgeschöpften Papiers demonstriert. Für Familien gibt es außerdem eine geführte Papierwerkstatt: Jede teilnehmende Person stellt drei Blätter her, eines aus weißem, eines aus recyceltem und eines aus farbigem Papier.

Ein weiterer Einblick in das industrielle Erbe ist die Papiermühle Molí Paperer Munné. Sie befindet sich in der ehemaligen Mühle Cal Farreres, die Mitte des 18. Jahrhunderts errichtet wurde. Die Mühlen sind dabei nicht nur einzelne Gebäude: Wasserwege gehören ebenfalls zur Geschichte der Papierproduktion. La Bassa ist eine der natürlichen Quellen des Aquifers Carme-Capellades. Der Rec del Corronaire bildet den offenen Abschnitt des Rec Major, der Wasser aus der Bassa des Molí de la Vila zu den Molins de la Costa und weiter zum Fluss Anoia führte. Im 18. und 19. Jahrhundert trieb das Wasser des Rec Major sechzehn Mühlen an, die als Molins de la Costa bekannt waren.

Wasserwege, Spaziergänge und Stadtgeschichte

Der offene Rec del Corronaire verläuft entlang der gleichnamigen Straße vom Carrer Abat Muntadas bis zum Carrer del Pilar. Diese konkrete Wegführung macht den Wasserlauf zu einem gut umrissenen Anlaufpunkt für alle, die sich für die historische Infrastruktur interessieren. Auch die Camins del Paper setzen bei der Papiergeschichte an: Alle fünf Routen beginnen in Capellades. Der erste Weg ist der kürzeste und städtischste. Er ist 3,44 Kilometer lang, dauert voraussichtlich 45 Minuten und führt an besonders vielen Elementen des papierbezogenen Kulturerbes vorbei. Für Ihre Planung können diese Angaben helfen, den zeitlichen Umfang dieses Weges einzuschätzen.

Ein anderes Bild bietet Font Cuitora, ein Park rund um die gleichnamige Quelle. Bänke im Schatten von Platanen gehören zu seiner Gestaltung. Im historischen Viertel Font de la Reina lag ein strategischer Durchgangsort am Königsweg im Abschnitt zwischen Igualada und Piera. Diese Lage könnte das Vorhandensein zahlreicher Gasthäuser erklären; die Erklärung bleibt eine Möglichkeit, keine Gewissheit.

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Kirchen, Kapellen und Ausstellungsraum

Die Església de Santa Maria ist ein religiöses Gebäude aus dem 19. Jahrhundert; ihr Ursprung reicht auf einen romanischen Tempel aus dem 10. Jahrhundert zurück. Der heutige Bau ist neoklassizistisch, hat den Grundriss eines lateinischen Kreuzes sowie eine markante runde Kuppel und einen Turmglockenturm. Im Inneren befinden sich Werke lokaler Maler und Bildhauer sowie Arbeiten von Josep Maria Jujol, einem Schüler Gaudís. Die Església del Pilar wurde 1801 von der Familie Serra errichtet, die zu den bedeutenden Papierherstellern gehörte. Die kleine, rechteckige Capella de Santa Bàrbara besitzt einen Glockengiebel. In Casa Bas ist der städtische Ausstellungsraum Les Voltes de Casa Bas untergebracht.

Markt, Fest und Anreise

Der Mercat Figueter findet am zweiten Sonntag der Fastenzeit statt. Aus einem traditionellen Anlass zum Feigenkauf entwickelte er sich zunächst zu einem Saisonmarkt und später zu einer Messe mit ganztägigen Aktivitäten. Daran beteiligen sich Geschäfte, Dienstleister und örtliche Vereine aus Capellades. Santa Dorotea ist die Mitpatronin des Ortes und steht im Mittelpunkt des Winterfestes am 6. Februar. Diese beiden Termine bieten unterschiedliche Anlässe, das örtliche Markt- und Festleben in die Aufenthaltsplanung einzubeziehen.

Für die Anreise mit der Bahn wird der Bahnhof Capellades im Netz Llobregat-Anoia von den Linien R6 und R60 zwischen Barcelona–Plaça Espanya und Igualada bedient. Die Papiergeschichte, die prähistorische Fundstätte und die historischen Bauwerke geben Ihrem Aufenthalt jeweils einen eigenen Schwerpunkt. Wählen Sie danach, ob Sie mehr Zeit für die Mühlen und Wasserwege, für Architektur oder für die Vorgeschichte einplanen möchten.

Weitere Reiseziele entdecken: Castellar Del Riu, Saldes, Sant Adrià De Besòs, Palafolls, Els Prats De Rei, Olost, Òdena, Santa Maria De Palautordera.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Barcelona.

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