Campins – Riera, Wanderwege und Dorfgeschichte
Unterkünfte in Campins
Campins verbindet eine Riera am Ortskern, Wanderwege mit unterschiedlichen Verläufen und historische Zeugnisse vom Mittelalter bis zur Industriegeschichte. Sie können den Ort über seine Flusslandschaft, die Pfarrkirche und die örtlichen Festtermine kennenlernen. Wenn Sie ein Hotel suchen, hilft es, den Schwerpunkt Ihres Aufenthalts festzulegen: Möchten Sie die beschriebenen Wege erkunden, sich für die Ortsgeschichte interessieren oder Ihre Reise auf ein Fest abstimmen?
Riera und geschützte Landschaft
Die Riera de Campins durchquert das Gemeindegebiet von Norden nach Süden und verläuft am Ortskern entlang. An ihren Ufern ist eine charakteristische Vegetation erhalten: Erlen, Weiden, Pappeln, Schwarzpappeln, Eschen und Holunder. Diese Gehölze prägen den natürlichen Charakter des Uferbereichs.
Der Parc Natural del Montseny liegt im nördlichen Teil des Gemeindegebiets. Zudem gehören 34 Prozent der Gemeindefläche zum PEIN- und Natura-2000-Gebiet des Massís del Montseny. Am Sot del Purgatori liegt Fonts Vives, eine natürliche Quelle ohne zugehörige bauliche Anlagen. Sie ist im Sommer am deutlichsten sichtbar; der Zugang ist schwierig. Berücksichtigen Sie diese Zugangsbedingung, wenn die Quelle Teil Ihrer Planung ist.
Wanderwege mit unterschiedlichen Verläufen
Der Camí antic de Santa Fe beginnt im Ortskern, verläuft parallel zur Riera de Campins und führt anschließend in das Gemeindegebiet von Gualba. Mit dem GR-5 verläuft nur sein erster Abschnitt gemeinsam. Die Wanderung Campins–Sant Cristòfol ist dagegen Teil des GR-5 und führt durch den Parc Natural del Montseny. Sie ist 9,8 Kilometer lang. Auf dieser Wanderung können Sie einen Korkeichenwald erleben und das Geräusch des Wassers des Sot del Purgatori hören. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Routenbedingungen.
Der GR-5-Bezug fällt bei den beiden Wegen also unterschiedlich aus: Beim Camí antic betrifft er den ersten Abschnitt, bei Campins–Sant Cristòfol die Wanderung als Ganze. Eine weitere Möglichkeit ist eine ausgeschilderte Rundwanderung nach Campins, die an den Zementöfen vorbeiführt. Auch für diese Tour ist es sinnvoll, die örtlichen Bedingungen vor dem Start zu prüfen.
Kirche und Zeugnisse der Ortsgeschichte
Die Kirche Sant Joan de Campins ist mittelalterlichen Ursprungs und bewahrt Reste eines romanischen Gotteshauses. Zwischen dem 16. und 19. Jahrhundert wurde sie erweitert und umgestaltet. Als Pfarrkirche des Ortes war sie bereits 1231 belegt. Im vorderen Hof befindet sich ein romanisches Taufbecken für die Immersion, also für die Taufe durch Untertauchen. Die Kirche verbindet so mehrere Bauphasen mit einer langen Pfarrgeschichte.
Ein anderes Kapitel der Ortsgeschichte zeigt der Forn de Can Garrell. Der kreisförmige Kalkofen ist in den natürlichen Untergrund eingegraben und ruinös sowie ungenutzt. Seine Brennkammer ist etwa 3 Meter breit und 2,5 Meter tief; Sedimente bedecken sie teilweise. Die Maße vermitteln die Größenordnung der Anlage, während ihre Bauweise sie von den historischen Kirchenbauten unterscheidet.
Feste im Jahreslauf
Die Festa Major de Campins findet jedes Jahr am letzten Augustwochenende statt. Der Aplec de Sant Guillem fällt jährlich auf den zweiten Maisonntag. Zu diesem Fest gehören Sardana-Tänze; am Aufbruch werden Coca, Süßwein und Honig verteilt. Die beiden Termine geben unterschiedliche Anhaltspunkte für die Reiseplanung. Wenn Sie wegen eines Festes anreisen möchten, prüfen Sie vorab die Termine und das jeweilige Programm.
So lässt sich Campins anhand konkreter Interessen einordnen: Die Riera und die Vegetation stehen für den Landschaftscharakter, die Wanderungen unterscheiden sich durch Verlauf und GR-5-Bezug, und Kirche sowie Kalkofen erzählen von verschiedenen historischen Zusammenhängen.
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