Las Cañadas del Teide: Vulkanlandschaft und Caldera
Unterkünfte in Las Cañadas del Teide
Las Cañadas del Teide ist eine gewaltige vulkanische Senke, die aus einer uralten Caldera entstand und einen Umfang von etwa 45 Kilometern hat. Im Nationalpark Teide prägen die zerklüftete Steilwand von Las Cañadas und der Stratovulkan Teide-Pico Viejo die vulkanische Landschaft. Der Talkessel besteht aus zwei Halbcalderen, die durch die felsige Formation Roques de García voneinander getrennt sind. So begegnen Ihnen in der Landschaft Caldera-Wände, Ebenen und markante Felsformen.
Caldera, Ebenen und Aussichtspunkte
Der Llano de Ucanca ist die größte Cañada im Nationalpark Teide. Von dort bieten sich Ausblicke auf den Teide, den Pico Viejo, die Roques de García und den Basaltfelsen La Catedral. Dieser erhebt sich fast senkrecht 144 Meter über die Ebene. Am Aussichtspunkt Narices del Teide blicken Sie auf die Eruption von 1798 am Hang des Pico Viejo; sie war die letzte vulkanische Eruption innerhalb des Nationalparks. Die Zapatilla de la Reina ist ein Aussichtspunkt an einer markanten, durch Erosion geformten geologischen Felsformation.
Auch die Krateransicht am Pico Viejo setzt einen eigenen Akzent: Vom Aussichtspunkt am Krater erhalten Sie einen nahen Blick in die Öffnung, die etwa 800 Meter breit und rund 200 Meter tief ist. Die unterschiedlichen Aussichtspunkte richten den Blick damit auf verschiedene Formen der Vulkanlandschaft – von der weiten Ebene bis zum Krater und zu einzelnen, durch Erosion geprägten Felsen.
Wanderwege und Anreise
Das Wegenetz des Nationalparks Teide umfasst 37 Wanderwege mit einer Gesamtlänge von mehr als 155 Kilometern. Der Weg Montaña Blanca–La Rambleta führt über junge schwarze Lavaströme und an vulkanischen Akkretionskugeln vorbei, die als „Los Huevos del Teide“ bekannt sind. Am Weg Telesforo Bravo wachsen im Umfeld der Fumarolen endemische Teide-Borriza-Pflanzen, die mit deren Feuchtigkeit und Wärme verbunden sind. Ein barrierearmer Abschnitt des Weges Roques de García führt etwas mehr als 200 Meter weit zu einem Ort mit Blick auf den Roque Cinchado, die Felsformation Roques de García, den Teide und die Wand des Talkessels.
Siete Cañadas ist ein Abschnitt des prähispanischen Camino de Chasna und verläuft am Fuß der östlichen Wand der Caldera von Las Cañadas. Am Portillo und am Parador Nacional gibt es Haltestellen, sodass sich der Weg am Anfang oder Ende mit dem Bus verbinden lässt. Prüfen Sie vor Ihrer Reise den aktuellen Fahrplan. Den Nationalpark Teide erreichen Sie mit dem Bus von Puerto de la Cruz mit der Linie 348 und von Costa Adeje mit der Linie 342; auch hier sollten Sie Linien und Fahrpläne vorab prüfen.
Das Teleférico del Teide verfügt über eine Talstation und eine Bergstation in La Rambleta auf 3.555 Metern Höhe. Prüfen Sie vor Ihrem Besuch die Betriebsbedingungen. Die Wege zum Mirador de La Fortaleza und zum Mirador de Pico Viejo sind frei zugänglich und bieten Panoramablicke auf die Nord- beziehungsweise Südseite Teneriffas. Informieren Sie sich vor dem Besuch über Betriebsbedingungen und Zugangsregeln.
Natur und Kulturgeschichte
Las Cañadas bewahrt Zeugnisse der sommerlichen Weidewirtschaft der Guanchen und der Obsidiangewinnung, darunter die Überreste guanchischer Hütten. Die Guanchen nannten den Teide „Echeyde“ und verehrten ihn als heiligen Berg. Einen Einblick in die traditionelle Lebensweise der Hirten in Las Cañadas gibt das Museo Etnográfico Juan Évora. Auf dem Gipfel des Alto de Guajara sind außerdem die Reste einer Hütte erhalten, die der französische Astronom Jean Mascart während seines Aufenthalts dort 1910 zur Untersuchung des Halleyschen Kometen bei dessen Vorbeiflug nahe der Erde nutzte.
Auch die Besucherzentren setzen unterschiedliche Schwerpunkte. Das Besucherzentrum Cañada Blanca vermittelt die Entwicklung der Lebensweisen in Las Cañadas von der Vorgeschichte bis zur Neuzeit; dazu gehören eine Aussichtsterrasse und ein Landschaftsmodell. Im Besucherzentrum El Portillo widmet sich ein Museum den geologischen, botanischen, zoologischen und archäologischen Besonderheiten des Nationalparks. Der Botanische Garten neben dem Zentrum umfasst mehr als 75 Prozent der Arten des Nationalparks.
Zur Natur gehören auch Pflanzen mit klar begrenzten Lebensräumen: In steinigen Bereichen oberhalb von 2.500 Metern wächst das endemische Teide-Veilchen. Der blaue und der rote Tajinaste sind auf die Gipfelregionen beschränkt. Zusammen mit den Vulkanformen und den kulturellen Zeugnissen ergibt sich eine Vielfalt an Themen für Ihre Reiseplanung – von Aussichtspunkten und Wanderwegen bis zur Natur- und Kulturgeschichte.
Weitere Reiseziele entdecken: Santiago Del Teide, Arafo, Buen Paso, La Esperanza, Icor, Almáciga, Oroteanda Baja, Granadilla De Abona.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Teneriffa.