Conil: Weinlandschaft, Wanderwege und Geschichte
Unterkünfte in Conil
Conil gehört zu den sieben Siedlungen innerhalb der geschützten Landschaft La Geria. Weinbaulandschaft, Wanderwege und Zeugnisse der Ortsgeschichte geben dem Reiseziel ein klares Profil, wenn Sie auf Lanzarote einen passenden Ort für Ihren Hotelaufenthalt auswählen.
La Geria und die Lage von Conil
In der Landschaft La Geria, in der Conil liegt, werden Weinreben und andere Obstbäume in Mulden kultiviert, die in den Lapilli gegraben sind. Halbkreisförmige Steinmauern dienen als Windschutz. Der Anbau in den Mulden und die Mauern zeigen, wie die Landwirtschaft in La Geria an die Landschaft angepasst ist.
Conil liegt beiderseits der Straße, die von Tías nach La Geria führt. Eine Vereda de Conil verbindet den Ort mit Tías. Auch der Blick über die Region gehört zum Ortsprofil: Conil gilt als Aussichtspunkt, von dem aus sich die Landschaft von La Geria bis nach Fuerteventura überblicken lässt.
Wanderwege zwischen Weinbergen und Vulkanlandschaft
Die lineare Wanderroute Conil–Montaña Negra führt von der Plaza de Conil bis zur Montaña Negra und hat einen niedrigen Schwierigkeitsgrad. Sie beginnt in Conil neben der Kirche und dem Centro Cultural. Prüfen Sie vor dem Aufbruch die örtlichen Wegbedingungen.
Der Weg führt durch Weinberge und erreicht einen vulkanischen Lavastrom am Westhang der Montaña de Testeina. Er verläuft auch durch das Weingut El Taro de Testeina. Auf dessen Gelände liegt eine oberirdische archäologische Fundstätte. Dort steht eine halbkreisförmige Struktur aus übereinandergeschichteten Steinen, die sich bis zu einem Dach emporwölbt.
Alte Steinmauern unter den Lavaströmen bei El Taro de Testeina lassen vermuten, dass dort bereits vor den Ausbrüchen des 18. Jahrhunderts Bauwerke bestanden. Daneben gibt es Wanderwege auf der Montaña de Conil. Sie ist von der Montaña Negra zu unterscheiden, dem Ziel der benannten Route.
Bauwerke und Ortsgeschichte
In Conil stehen zahlreiche Gebäude mit traditioneller Architektur von Lanzarote. Die Ermita de la Magdalena ist eine kleine private einschiffige Kapelle aus dem 17. Jahrhundert, die an das Wohnhaus ihrer früheren Eigentümer angebaut ist. Die Ermita del Sagrado Corazón de Jesús wurde 1863 von Mariano Stinga und Andrea Rodríguez errichtet. Auf ihrem Altar hängen ein anonymes Gemälde des Heiligsten Herzens Jesu und ein Kruzifix aus Pappmaché.
Auch das Casinito de Conil ist ein Ortsteil des kulturellen Erbes: Die ethnografisch wertvolle Struktur hat zwei Räume. Früher fanden dort Festtänze statt und wurde das Spiel La Santa gespielt. Der Erhaltungszustand gilt als durchschnittlich.
Conil wurde erstmals 1618 dokumentiert, als der Ort als Ackerland von ungefähr dreißig Fanegas beschrieben wurde. Bei den Timanfaya-Ausbrüchen ab 1730 gehörte Conil zu den betroffenen Orten; Teile wurden von Sand und Geröll verschüttet. Damals hatte der Ort 17 Einwohner. Diese unterschiedlichen Zeitbezüge ergänzen die baulichen Zeugnisse um die Geschichte der Siedlung.
Feste in der zweiten Julihälfte
In der zweiten Julihälfte werden in Conil Feste zu Ehren Unserer Lieben Frau von La Magdalena und des Heiligsten Herzens Jesu gefeiert. Die einzelnen Aktivitäten können von Jahr zu Jahr variieren. Wenn Sie Ihre Reise auf die Festtage abstimmen möchten, prüfen Sie die Termine des jeweiligen Jahres.
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