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Lanzarote: Vulkanlandschaften, Wein und Kultur

Unterkünfte in Lanzarote

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Wenn Sie ein Hotel auf Lanzarote suchen, können Sie Ihre Reise zunächst nach den Themen ausrichten, die Sie besonders interessieren: vulkanische Landschaften, Natur, Landwirtschaft, Wein oder Kultur. Das Biosphärenreservat Lanzarote umfasst die Insel und die nördlichen Inselchen. Der UNESCO Global Geopark Lanzarote und Chinijo-Inseln erstreckt sich über die gesamte Insel und bietet einen weiteren Rahmen, um ihre geologischen Besonderheiten einzuordnen.

Foto: Alesia Belaya

Vulkanlandschaften und Naturräume

Zum Biosphärenreservat gehören weitläufige vulkanische Lavafelder, die als Malpaís bezeichnet werden, und zahlreiche Krater im Timanfaya-Nationalpark. Auch flache Meeresböden mit großer biologischer Vielfalt zählen zu den beschriebenen Naturräumen des Reservats. Timanfaya ist zudem ein Geostandort des UNESCO Global Geoparks mit zahlreichen vulkanischen Strukturen. Dort entstand während eines Vulkanausbruchs zwischen 1730 und 1736 eine der größten historischen Lavaflächen der Welt.

Ein weiteres geologisches Beispiel ist der Lavastromtunnel La Corona: Er ist 7,6 Kilometer lang, und sein letzter Abschnitt von 1,6 Kilometern ist überflutet. Die Cueva de los Verdes ist Teil dieses Tunnels. Ihre Galerien dienten der Bevölkerung im 16. und 17. Jahrhundert als Zuflucht vor Pirateneinfällen aus Nordafrika. An der Küste finden sich außerdem natürliche Becken, die sich hinter Lavaströmen gebildet haben, welche nach Vulkanausbrüchen ins Meer vorgedrungen waren.

Wege und geführte Erlebnisse

Zu den offiziellen Besucherwegen im Timanfaya-Nationalpark gehören die Ruta de los volcanes, die Ruta de Termesana und die Ruta por el litoral. Die Ruta de Termesana ist eine geführte, etwa zwei Kilometer lange Wanderung mit minimalem Schwierigkeitsgrad. Sie führt durch Bereiche mit Strukturen jüngeren Vulkanismus. Da sich Reservierungsbedingungen ändern können, prüfen Sie diese vor der Planung.

El Jable zeigt einen anderen Aspekt der Inselnatur: Das empfindliche Ökosystem bietet Arten Lebensraum, die an Wind und Trockenheit angepasst sind, darunter die Kanaren-Kragentrappe und der Wüstenläufer. Auch die traditionelle Landwirtschaft ist mit dieser Landschaft verbunden. Der Sand speichert Feuchtigkeit und wird für den Anbau von Kartoffeln, Süßkartoffeln, Melonen und Wassermelonen genutzt.

Wer eine geführte Fahrt statt einer Wanderung erwägt, kann die Montañas del Fuego auf einer Busfahrt durch eine Landschaft mit Vulkankegeln und Lavafeldern besuchen. Nahe dem Eingang des Nationalparks ermöglicht das Echadero de camellos eine Route auf Kamelen durch die Vulkane. Prüfen Sie vor diesen Aktivitäten die aktuellen Betriebsdetails. Für eine Verbindung nach La Graciosa fährt eine Fähre vom Hafen Órzola im Norden Lanzarotes nach Caleta de Sebo; die Überfahrt dauert etwa 25 Minuten. Informieren Sie sich vor der Reise über die Abfahrten.

Landwirtschaft und Weinkultur

Zu Lanzarotes traditioneller Landwirtschaft zählen die Aussaat unter Asche und die Nutzung vulkanischer Deckströme unter umgekehrten Vulkankegeln. In der Agrarlandschaft La Geria wachsen Weinreben und andere Früchte in Mulden, die in Lapilli gegraben wurden. Die Gegend gehört zum Geschützten Landschaftsgebiet La Geria und ist zugleich von einer etablierten Weinkultur mit touristischer Nutzung geprägt.

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Malvasía Volcánica ist eine Rebsorte aus Lanzarote, die als weltweit einzigartig beschrieben wird. Weine aus Lanzarote mit Denominación de Origen können in örtlichen Bodegas verkostet werden. Wenn eine Verkostung zu Ihren Reiseplänen gehört, erkundigen Sie sich vorab nach den aktuellen Angeboten der jeweiligen Bodega.

Architektur, Kunst und gestaltete Orte

Der Mirador del Río liegt auf dem Risco de Famara gegenüber von El Río, der Meeresstraße zwischen Lanzarote und La Graciosa. César Manrique konzipierte das Gebäude so, dass es in das Gelände eingegraben und mit Vulkangestein verkleidet ist. Gewölbte Fenster rahmen den Blick auf El Río und den Chinijo-Archipel.

Im Castillo de San José verbindet sich Militärgeschichte mit moderner Kunst: Die Festung wurde im 18. Jahrhundert zu Verteidigungszwecken errichtet und beherbergt seit 1976 das MIAC – Museo Internacional de Arte Contemporáneo. Dessen Sammlung umfasst Werke kanarischer, nationaler und internationaler Künstler. Im Jardín de Cactus sind Tausende Kakteen aus fünf Kontinenten auf Terrassen angeordnet, die die Form des ehemaligen Abbaugeländes bewahren. Wege und Mauern aus Vulkangestein folgen dort dem Relief; verbliebene Basaltmonolithen wurden als Skulpturen integriert.

Jameos del Agua verbindet Natur und Kultur in einer vulkanischen Höhle. Dort befindet sich ein natürlicher Höhlensee, in dem eine weltweit einzigartige Art eines albinotischen Krebses lebt. Der Ort umfasst außerdem ein Vulkanmuseum mit interaktiven Aktivitäten und ein Auditorium, in dem Konzerte und Veranstaltungen stattfinden. Da sich Programme ändern können, lohnt sich vor einem Besuch ein Blick auf die Veranstaltungstermine. Zur Casa Museo del Campesino gehört die Plaza de los Artesanos, ein mit dem traditionellen Kunsthandwerk Lanzarotes verbundener Ort.

Weitere Reiseziele entdecken: San Bartolomé, Tajaste, Las Cabreras, El Mojón, Mozaga, Montaña Roja, Tinajo, Arrecife

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lanzarote.

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