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Todoque: Vulkanröhre, Naturdenkmal und Ortsgeschichte

Unterkünfte in Todoque

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Unter dem Westhang von La Palma liegt das Naturdenkmal Tubo Volcánico de Todoque. Unterirdische Höhlenabschnitte und an diesen Lebensraum angepasste Arten prägen den Naturbezug; die Ortsgeschichte setzt dazu einen eigenen Akzent. Für Ihre Reiseplanung lassen sich so die Vulkanlandschaft und die Erinnerungen an das frühere Ortsleben als unterschiedliche Themen betrachten.

Lage und Schutzgebiet

Das Naturdenkmal liegt zwischen Las Manchas und Todoque, südlich des Aridane-Tals und innerhalb der Gemeinde Los Llanos de Aridane. Die ZEC ES7020018 Tubo Volcánico de Todoque ist im Natura-2000-Netz der Kanarischen Inseln ausgewiesen. Unterirdische Lage und Schutzstatus geben dem Gebiet einen besonderen geologischen und naturräumlichen Bezug.

Vulkanröhre, Höhlenabschnitte und Tierwelt

Die ZEC umfasst unterirdisch drei Höhlenabschnitte, die zu zwei Armen eines Lavastroms gehören. Dieser entstand während des Lavaausstoßes des Vulkans San Juan im Jahr 1949. Die Höhlenabschnitte und die beiden Arme bezeichnen dabei unterschiedliche Bestandteile des Naturraums.

Die benannten Abschnitte unterscheiden sich in ihrer Längserstreckung. Todoque I misst 560 Meter und ist der längste benannte Abschnitt des Höhlensystems. Todoque II erstreckt sich über 157 Meter; die Cueva Verde ist etwa 40 Meter lang. Die Cueva del Vidrio ist der östlichste bekannte Abschnitt der Vulkanröhre. Sie liegt außerhalb der ZEC, grenzt aber unmittelbar an sie an.

Auch die Höhlenfauna gehört zum Naturbezug. In Todoque I wurden Exemplare von drei an den unterirdischen Lebensraum angepassten Troglobiontenarten nachgewiesen: Loboptera teneguia, Anataelia troglobia und Apteranopsis tanausui. Troglobionten sind Arten, die an ein Leben in unterirdischen Lebensräumen angepasst sind. Für Naturinteressierte erweitert das den Blick von der Geologie auf die Tierwelt dieses Höhlensystems.

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Orientierung und Routenstatus

Das Besucherzentrum Caños de Fuego liegt an der Straße Ctra. El Hoyo–Todoque. Ein wichtiger Punkt für die Routenplanung ist der offizielle GR-130: Im Umfeld von Todoque ist der Abschnitt zwischen Los Llanos und Jedey wegen des Vulkanausbruchs von 2021 derzeit nicht begehbar. Prüfen Sie vor einem Versuch die aktuelle offizielle Routeninformation.

Ortsgeschichte und Gedenken

Die Kirche von Todoque wurde 1964 von Bewohnern der Siedlung errichtet und später durch den Vulkanausbruch von 2021 zerstört. Der Glockenturm der Kirche wurde zum Symbol des Widerstands einer stark mit ihrer Heimat verbundenen Gemeinschaft. Diese Bezüge erzählen von unterschiedlichen Seiten der Ortsgeschichte: von einem Bauwerk, das die Bewohner errichteten, und von der Bedeutung, die der Turm für die Gemeinschaft erhielt.

Auch der frühere Platz von Todoque ist Teil der Erinnerungsgeschichte. Auf seinem Gelände wurde während der Wallfahrt der Virgen de Las Nieves ein Gedenkmonolith enthüllt. Zusammen mit der Geschichte der Kirche bietet dieser Ort einen weiteren Bezug zur Verbundenheit der Gemeinschaft mit ihrer Heimat.

Weitere Reiseziele entdecken: Los Campitos, Jedey, Puerto Naos, La Condesa.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Los Llanos De Aridane.

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