Boiro entdecken: Archäologie, Wege und maritime Kultur
Unterkünfte in Boiro
Wenn Sie ein Hotel in Boiro suchen, können Sie die Destination nach den Themen beurteilen, die Ihre Reise prägen sollen: Archäologie, Wanderwege oder maritime Kultur. Besonders greifbar ist der Unterschied zwischen dem 32 Kilometer langen Boiro-Abschnitt des Pilgerwegs A Orixe und dem fast einen Kilometer langen Paseo Fluvial do Río Breiro. Auch kürzere Besuche haben eigene Schwerpunkte: etwa die archäologischen Stätten von Neixón, der Wasserfall von Cadarnoxo oder die Wege am Paseo marítimo de Barraña.
Archäologie und megalithisches Erbe
Die Castros de O Neixón liegen auf einer kleinen Halbinsel und umfassen zwei Siedlungen. Der Castro Pequeno stammt aus dem 6. bis 4. Jahrhundert v. Chr.; der Castro Grande reicht vom 4. Jahrhundert v. Chr. bis zum 3. oder 4. Jahrhundert n. Chr. Die Castros wurden 2011 als Kulturgut von besonderem Interesse anerkannt. Am Eingang zum archäologischen Gebiet befindet sich das Centro Arqueolóxico do Barbanza, das Funde aus den Ausgrabungen bewahrt. Es war die erste besuchbare archäologische Sammlung mit lokalem Schwerpunkt in Galicien.
Das Centro verfügt über Anpassungen für Menschen mit Sehbehinderung; der untere Ausstellungsraum ist für Menschen mit eingeschränkter Mobilität geeignet. Damit sind auch konkrete Angaben zur Gestaltung der Ausstellung Teil des Besuchsbildes. Wer sich für weitere Formen des megalithischen Erbes interessiert, findet mit der Casota do Páramo eine galicische megalithische Grabkammer, die als Kulturgut von besonderem Interesse anerkannt ist. Auf einer Platte der Grabkammer ist eine historische Gravur zu sehen: Sie zeigt eine Monstranz oder ein Reliquiar neben einem Kelch.
Das Arca do Barbanza liegt nahe dem Mittellauf des Río Barbanza und gilt als relativ gut erhalten. Seine Dolmenkammer besteht aus gewaltigen Granitplatten, von denen einige mehr als sieben Tonnen wiegen. Eine andere Perspektive auf die archäologische Landschaft eröffnet die Ruta das Mámoas: Sie ist eine natürliche Durchgangsroute durch das Innere der Serra und führt an mehr als 30 Grabhügeln vorbei. Sie kann eigenständig begangen werden; geführte Begehungen werden gewöhnlich vom Centro Arqueolóxico do Barbanza organisiert.
Routen und Wasserfälle
Der Boiro-Abschnitt des Pilgerwegs A Orixe ist 32 Kilometer lang. Er führt vom Bach Estivada bis zur Ermita de Ponte Beluso in Bealo. Das Fremdenverkehrsamt von Boiro stempelt die Pilgerausweise digital oder auf Papier. Für die Reiseplanung sind hier sowohl die konkrete Streckenlänge als auch der festgelegte Endpunkt wichtige Orientierungspunkte.
Eine deutlich kürzere Wegstrecke ist der Paseo Fluvial do Río Breiro: Der Fußweg ist fast einen Kilometer lang und verbindet das Stadtzentrum von Boiro mit dem Paseo marítimo de Barraña. Anders als die 32 Kilometer lange Pilgeretappe lässt sich dieser Weg als kurzer Abschnitt zwischen zwei benannten Bereichen einordnen. Eine weitere Wanderroute beginnt im Ortszentrum von Boiro am Río Coroño in Brazos. Sie führt durch die Berge der Pfarrgemeinden bis auf die Serra do Barbanza. Am Castelo de Vitres bietet sie Ausblicke auf die Ría de Arousa und das Ästuar des Río Coroño.
Die Cascada de Cadarnoxo hat einen Höhenunterschied von 30 Metern und gilt als einer der größten Wasserfälle Galiciens. Der Wasserfall ist fast mit dem Auto erreichbar; anschließend sind nur wenige Meter zu Fuß zurückzulegen. Für einen weiteren Aussichtspunkt können Sie den Mirador de Coto de A Filloa einplanen, von dem sich Ausblicke auf die Ría de Arousa bieten.
Maritime Kultur und Bewegung am Wasser
Am Paseo marítimo de Barraña gibt es einen Radweg, Fußball- und Beachvolleyballplätze, einen Fitnesspark, einen Trainingsbereich und Platz zum Laufen. Die verschiedenen Angebote machen den Paseo zu einem Ort, an dem sich Radfahren, Ballspiele und Lauf- oder Trainingseinheiten nebeneinander wiederfinden. Einen anderen Zugang zum maritimen Leben bietet die ethnografische Ausstellung Mar de Boiro. Sie behandelt die Gewinnung von Muscheln und anderen Schalentieren, die Küstenfischerei sowie Miesmuscheln und zeigt traditionelles Fischereigerät.
Bei der Ruta do mexillón stehen die Muscheln auch im Mittelpunkt einer Bootsfahrt: Die Route führt zwischen den Muschelflößen bis in die Nähe der Insel Rua. Gruppenfahrten werden von den Häfen Escarabote und Cabo de Cruz aus organisiert. Dabei können Sie den Anbau und die Vermarktung von Miesmuscheln aus nächster Nähe kennenlernen. Die Route erklärt den Prozess von der Gewinnung des Saatguts bis zum fertigen Produkt und umfasst eine Verkostung mit Wein.
Feste und weitere Entdeckungen
Die Romería de San Ramón de Bealo findet jedes Jahr am 31. August statt, wird seit 260 Jahren gefeiert und besitzt den Status eines galicischen Festes von touristischem Interesse. Bei dem Fruchtbarkeitsritual bitten jedes Jahr Dutzende Frauen San Ramón um ein Kind. Als andere Art des Besuchs bietet sich A Casa das Camelias an: Der botanische Garten zeigt eine große Vielfalt an Pflanzen aus aller Welt, ein Kamelienlabyrinth, einen Teich, eine Mühle und einen Hórreo. So reichen die beschriebenen Interessen in Boiro von archäologischen Zeugnissen und Pilgerwegen bis zu maritimen Themen, einem wiederkehrenden Fest und einem botanischen Garten.
Weitere Reiseziele entdecken: Beluso, A Coruña, Pontedeume, Mugardos, Seoane, Verdes, O Bosque, Sesa De Abaixo.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Coruña.