El Castellar: Dinosaurierfährten, Burg und Wanderwege
Unterkünfte in El Castellar
El Castellar erschließt sich über paläontologische Fundstätten, historische Bauwerke und Wanderwege. Die Routen unterscheiden sich nach Ziel und ausgewiesener Länge; Burg und Einsiedeleien setzen einen eigenen historischen Schwerpunkt. So können Sie den Aufenthalt nach dem Thema ausrichten, das Sie besonders interessiert.
Dinosaurierfährten und gestaltete Wege
Das Yacimiento de El Castellar liegt südlich des Ortes auf einem Kalksteinaufschluss, etwa 400 Meter südlich der Straße zwischen El Castellar und Formiche Alto. Im Hauptabschnitt gibt es schätzungsweise rund 160 Dinosaurierfährten auf einer Fläche von etwa 500 Quadratmetern. Am Camino El Berzal konzentrieren sich ovale Fährten, die Sauropoden zugeschrieben werden; die größten haben einen Durchmesser von 1,10 bis 1,20 Metern.
Das Yacimiento de El Castellar wurde durch das Dekret 18/2004 der Regierung von Aragón vom 27. Januar 2004 als Bien de Interés Cultural in der Kategorie «Conjunto de Interés Cultural», paläontologische Zone, erklärt. Die Ruta del Dinosaurio führt als 2,3 Kilometer langer Rundgang zu den für Besucher eingerichteten Fundstätten Camino El Berzal und San Cristóbal. An den Fundstätten und in ihrem Umfeld gibt es Stege, Überdachungen, Verglasungen, Informationstafeln, Markierungen, Repliken und weitere museografische Elemente zur Paläontologie.
Eine andere Form der Vermittlung bietet der DINOpaseo por El Castellar. Der Spazierweg verläuft durch die Straßen und das nahe Umfeld der Gemeinde und beruht auf ihrem paläontologischen Erbe. Zu den gezeigten Elementen gehören Repliken lokaler Fossilien, darunter die sieben Meter lange Rekonstruktion eines fleischfressenden Dinosauriers. Hinzu kommen ein 150 Quadratmeter großes Dinosaurier-Wandbild, eine drei Meter hohe Metallskulptur eines Fußabdrucks sowie wissenschaftliche Informationen und Beschilderung. Während die Ruta del Dinosaurio als Rundgang zu zwei Fundstätten angelegt ist, führt der DINOpaseo durch den Ort und sein nahes Umfeld.
Burg, Kirche und Einsiedeleien
Das restaurierte Castillo de El Castellar ist eine langgestreckte Befestigungsanlage von etwa 100 Metern Länge. Zu ihr gehören eine Ringmauer, ein runder Turm mit ungefähr sechs Metern Durchmesser und ein Bergfried. Die Bauphasen reichen vom 13. bis zum 18. Jahrhundert; ein genaues Baudatum lässt sich nicht bestimmen. Das Castillo ist außerdem in der Liste der Burgen enthalten, die nach dem aragonesischen Kulturerbegesetz 3/1999 vom 10. März als Bienes de Interés Cultural gelten.
Neben dem Schloss steht die Ermita de Santa Bárbara aus dem 18. Jahrhundert. Die Iglesia de San Miguel weist eindeutig gotische Bauelemente des 16. Jahrhunderts auf und gilt zugleich als spätbarocker, nahezu neoklassizistischer Bau vom Ende des 18. Jahrhunderts. Eine weitere religiöse Station ist die Ermita de la Virgen del Pilar, eine barocke Einsiedelei aus dem 18. Jahrhundert. Zusammen zeigen diese Bauwerke unterschiedliche Epochen und Stilmerkmale, ohne dass sich die Baugeschichte der Burg auf ein einzelnes Datum festlegen lässt.
Wege und Landschaft
Für eine Auswahl nach Weglänge ist der Unterschied zwischen zwei Routen klar: Die Ruta del Dinosaurio ist ein 2,3 Kilometer langer Rundgang; der Sendero Local «El Castellar-Fuente de las Malezas» ist mit sechs Kilometern angegeben. Er führt vom Mirador del castillo zur Fuente Malezas, und seine Gehzeit wird auf eine Stunde und 40 Minuten geschätzt.
Der PR-TE-28 verbindet El Castellar und Alcalá de la Selva über den Portillo de Ramiro. Die Comarca Gúdar-Javalambre hat den Weg homologiert; außerdem ist er in das Netz der touristischen Wanderwege Aragóns aufgenommen. Wegbedingungen können sich ändern, daher empfiehlt es sich, die Angaben zum PR-TE-28 vor dem Aufbruch zu prüfen.
Auch die Landschaft bietet unterschiedliche Anknüpfungspunkte: Die Ufer des Flusses Las Malezas zählen zu den Landschaften von Interesse in El Castellar. In der Nähe gibt es zudem einen feuchten Wacholderbestand mit zahlreichen Eichen der Art Quercus faginea. Er liegt auf Höhen über 1.700 Metern. Damit stehen neben den paläontologischen und baulichen Sehenswürdigkeiten auch Flussufer und ein hoch gelegener Gehölzbestand als eigene Landschaftsthemen im Blick.
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