Botaya: Klostergeschichte am Südhang der Sierra de San Juan de la Peña
Unterkünfte in Botaya
Botaya liegt auf 967 Metern Höhe in einer abgelegenen Senke am Südhang der Sierra de San Juan de la Peña. Das Landschaftsbild ist damit ebenso Teil der Ortsbeschreibung wie die lange Verbindung zur Klostergeschichte.
Ortsgeschichte und Bauformen
Die Geschichte von Botaya ist mit dem nahegelegenen Kloster San Juan de la Peña verbunden: Bereits im Jahr 1045 besaß das Kloster dort Land und Weinberge. Damit reicht die Ortsgeschichte vom Klosterbesitz im 11. Jahrhundert bis zu den späteren Bauphasen der Pfarrkirche. San Esteban erhielt seine heutige Gestalt im letzten Drittel des 17. Jahrhunderts durch den Umbau eines romanischen Gotteshauses aus dem 12. Jahrhundert. An der Pfarrkirche lassen sich somit zwei Bauphasen unterscheiden: der romanische Ursprung und die spätere Gestalt des 17. Jahrhunderts.
Das traditionelle Ortsbild umfasst massive Häuser mit sichtbarem oder gekalktem Mauerwerk und Schieferdächern. Die Schornsteine sind quadratisch oder kegelförmig; Espantabrujas bilden ihren Abschluss. Zusammen mit der Pfarrkirche beschreiben diese Häuser eine bauliche Tradition, die sowohl Sakral- als auch Wohnarchitektur umfasst. Ein weiteres romanisches Zeugnis ist die Ermita de San Miguel aus dem 12. Jahrhundert: An ihrem Südportal befindet sich ein Relief des thronenden Christus.
Die Ermita de San Clemente
Die Ermita de San Clemente liegt etwa 4 km westlich von Botaya. Vom Ortskern zweigt nach Westen ein für Fahrzeuge geeigneter, aber schlechter Weg ab. Informieren Sie sich vor der Anfahrt vor Ort über den Zustand des Weges. Die Ermita befindet sich in fortgeschrittenem Verfallszustand; nur die Apsis ist vollständig erhalten.
Klöster und ihre Themen
Im Parque Cultural de San Juan de la Peña ist das Real Monasterio de San Juan de la Peña in Botaya als Bien de Interés Cultural (BIC) ausgewiesen. Das Monasterio Nuevo de San Juan de la Peña in Botaya ist ebenfalls als BIC ausgewiesen. In der barocken Kirche des Monasterio Nuevo befindet sich das Centro de Interpretación del Reino de Aragón. Außerdem liegt dort das Centro de Interpretación del Monasterio; in diesem Zentrum sind die ursprünglichen Lebensräume nachgebildet, in denen die Mönche von San Juan de la Peña zusammenlebten. Die Zentren setzen zwei verschiedene thematische Akzente: das Königreich Aragón und das klösterliche Zusammenleben in nachgebildeten Lebensräumen.
Wallfahrt und Ortsfest
Im Juni nimmt Botaya an der Wallfahrt des Voto de San Indalecio zum Kloster San Juan de la Peña teil. Sein Hauptfest zu Ehren des heiligen Bartholomäus feiert der Ort am 24. August. Wenn Ihre Reiseplanung an einem der beiden Termine hängt, prüfen Sie die konkreten Festdaten vorab.
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