Piano Di Peccia: Marmor, Bildhauerei und Wandern
Unterkünfte in Piano Di Peccia
Piano Di Peccia lässt sich über seine Ortsgeschichte, die Marmor- und Bildhauerkultur sowie Wanderungen vom Tal in die Berglandschaft kennenlernen. Im Ort stehen historische Bauwerke; im weiteren Umfeld führen Wege zu Marmorsteinbrüchen, einer Bildhauerschule und einer Berghütte.
Marmor, Bildhauerei und Ortsgeschichte
Im ursprünglichen Ortskern von Piano Di Peccia steht ein 1640 errichtetes Oratorium. Alte Ställe mit hölzernen Heuböden und Satteldächern ergänzen das Bild der ländlichen Baukultur. Bei Peccia wird seit 1946 Marmor abgebaut und verarbeitet; im Val Lavizzara entstand 1984 eine Bildhauerschule.
Ein Marmorsteinbruch neben Gèiba liegt im weiteren Umfeld von Piano Di Peccia auf etwa 1.300 Metern. Von Piano Di Peccia führt ein etwa halbstündiger Weg talaufwärts dorthin. Der Steinbruch fördert jedes Jahr mehrere hundert Kubikmeter Marmor. Am Fuß der Punta della Rossa liegt im weiteren Umfeld von Peccia ein weiterer Marmorsteinbruch; im Hinteren Maggiatal dominieren dagegen Gneisformationen. Die beiden Gesteinsarten geben einen konkreten geologischen Gegensatz für die Region.
Auch in Gèiba und San Carlo begegnet Ihnen Marmor in einem anderen Zusammenhang: An einem Gebäude im Weiler Gèiba befinden sich Marmorneoinschriften aus dem 16. Jahrhundert. Marmorarbeiten schmücken außerdem das Innere und Äußere der Pfarrkirche von San Carlo.
Bildhauerei und Besichtigungen
Die Scuola di Scultura im weiteren Umfeld von Piano Di Peccia bietet von Frühling bis Herbst verschiedene Kurse zur Bildhauerkunst an. Das Kursangebot steht allen Interessierten offen. Vier Arbeitsateliers können für längere Aufenthalte gemietet werden. Kurspläne und Mietmöglichkeiten können sich ändern; fragen Sie deshalb vor Ihrer Planung nach den aktuellen Bedingungen.
Das Centro Internazionale di Scultura im weiteren Umfeld zeigt internationale Ausstellungen und beherbergt abwechselnd fünf Artists-in-Residence. Es ist mit dem Auto und öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar. Geführte Besichtigungen können auf Anfrage vereinbart werden, sodass eine Führung vorab angefragt werden sollte.
Wanderungen und Wege in die Berge
Eine leichte Wanderroute führt von Piano Di Peccia nach Peccia. Sie ist 8,8 Kilometer lang, mit 198 Höhenmetern Aufstieg und 401 Höhenmetern Abstieg. Der Abstieg ist damit mehr als doppelt so groß wie der Aufstieg – ein nützlicher Unterschied, wenn Sie die Strecke in Ihre Tagesplanung einordnen.
Die Route zur Capanna Poncione di Braga führt durch Wald und ausgedehnte Weiden und wird ab Corte di Fondo di Sròdan steil. Sie verläuft am Lago della Froda vorbei und erreicht die Hütte im Valle di Peccia auf 2.000 Metern über dem Meeresspiegel, am Fuß des Pizzo Castello. Die Hütte ist im Sommer bewartet; das umliegende Gebiet gilt außerdem als beliebt für Skitouren. So unterscheiden sich die Wanderung nach Peccia und die Bergroute zur Hütte in Ziel, Höhenlage und beschriebenem Gelände.
Für die Fahrt zu den Alpen Bolla und Froda gelten eigene Zufahrtsbedingungen. Die Straße von Piano Di Peccia dorthin ist eine Schotterstraße und muss mit einem 4x4-Fahrzeug befahren werden. Sie führt zu den Alpwirtschaftsflächen. Den Schlüssel für die Schranke können Sie im Ristorante Monaci in San Carlo im Valle di Peccia abholen. Klären Sie vor der Fahrt die Straßenbedingungen und die Schlüsselabholung.
Weitere Reiseziele entdecken: Lodano, Lavizzara, Cevio, Avegno-Gordevio, San Carlo, Campo, Brontallo, Gordevio.
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