Campo: Fresken, Specksteinweg und Alpenlandschaft
Unterkünfte in Campo
Campo ist ein verstreut liegendes, hoch gelegenes Alpendorf am Ende eines Seitentals der Vallemaggia im Tessin. Zur Landschaft gehören klare Alpenseen, lichte Lärchenwälder und eindrucksvolle Gneisspitzen. Wenn Sie ein Hotel in Campo suchen, können Sie Ihre Reiseplanung an der alpinen Landschaft und den Wegen oder an den Zeugnissen der Ortsgeschichte ausrichten.
Wanderwege und alpine Orientierung
Der Sentiero della pietra ollare ist fast 12 Kilometer lang und verläuft zwischen Campo Vallemaggia auf 1.280 Metern Höhe und der Alpe di Magnello auf 1.810 Metern. Die Begehung dauert etwa 4 Stunden und 30 Minuten; die tatsächliche Dauer hängt von den Bedingungen und Ihrem Tempo ab. Der Weg folgt den Spuren früherer Handwerker und vermittelt geologische, historische und kulturelle Aspekte des Specksteins. So verbindet er einen konkreten Zeitrahmen mit der Geschichte und Beschaffenheit des Materials.
Ein Aufstieg zum Pizzo Bombögn führt auf 2.331 Meter Höhe. Auf dem Berg wurde 1948 eine monumentale, etwa 300 Meter lange Mauer errichtet, um Ziegen vom Anbaugebiet fernzuhalten. Bei der Alpe Sfille gibt es drei alpine Bergseen; der Aufstieg dorthin gilt als sehenswerter Wegpunkt. Für die alpinen Aufstiege sollten Sie die Bedingungen vor dem Aufbruch prüfen.
Kirche, Kapellen und Baugeschichte
Die Pfarrkirche von Campo ist ein kantonal bedeutendes Denkmal. Die meisten der wertvollen Fresken schuf G. M. Borgnis da Craveggia zwischen 1732 und 1748. Der Kreuzweg umfasst elf Kapellen, die um 1760 auf Initiative der Familien von Campo errichtet und von einem unbekannten Maler mit Fresken versehen wurden.
Das barocke Oratorio dell’Addolorata wurde 1768 neben den Palazzi Pedrazzini errichtet. In der Geschichte von Campo hatte es stets einen hohen symbolischen Wert. An den Palazzi wurden große Portale, Fensterrahmen, außen aufgestellte Bänke und Blöcke mit den Initialen der Wohltäter aus Speckstein gefertigt. Die Bauwerke und ihre Details bieten damit unterschiedliche Einblicke in die örtliche Architektur und Kunstgeschichte.
Spuren des früheren Dorflebens
Das aufgegebene Dorfviertel S’cèda umfasst Wohnhäuser, Ställe, Torben und ein von Pedrazzi mit Fresken versehenes Oratorium. Bis in die ersten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts war das Viertel dauerhaft bewohnt; danach wurde es vollständig verlassen. Der Zugang zu einzelnen Gebäuden kann eingeschränkt sein.
Bei Corte Nuovo befinden sich ländliche Gebäude. Die Höfe der Alpe Quadrella gelten als Zeugnis der jahrhundertealten Beziehung zwischen Mensch und Natur, die diese Landschaft geprägt hat. In Cort Zora ist außerdem ein großes Stallgebäude zu sehen, das gegen Ende des 19. Jahrhunderts errichtet und 1997 restauriert wurde. Die Beispiele unterscheiden sich in ihrer Funktion und zeitlichen Einordnung und ergänzen den Blick auf die ländliche Baugeschichte.
Landschaft und Wegverlauf
Die Wanderung Linescio–Campo Vallemaggia endet bei der Kirche von Campo. Dort sind noch deutliche Spuren der geologischen Bewegung sichtbar, die die Stabilität der Kirche beeinträchtigt hat. Der Weg bei Campo umfasst außerdem ein von einem Bach gespeistes Wasserbiotop sowie einen der 28 im vergangenen Jahrhundert angelegten oberirdischen Wasserableitungskanäle. Der Kanal diente dazu, die bekannte Rutschbewegung aufzuhalten.
Der Rückweg von Cimalmotto nach Campo Vallemaggia führt als Spaziergang durch einen Lärchenwald entlang von Wasserläufen am Hang. Für die Rückfahrt von Campo Vallemaggia führt die Verbindung in Cerentino über Bus 332 und anschließend in Cevio, Posta über Bus 331. Prüfen Sie vor der Reise die Verbindungen und Fahrpläne.
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