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Colares: Wein, Architektur und Geschichte

Unterkünfte in Colares

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Colares verbindet eine besondere Weinlandschaft mit historischen Bauwerken und einem benannten Rundweg. Wenn Sie einen Aufenthalt planen, finden Sie hier unterschiedliche Schwerpunkte: den örtlichen Weinbau, die Baugeschichte und eine Wanderroute, deren Ausgangspunkt bei der Adega Regional liegt.

Weinbau zwischen Sandboden und Meereswind

Die Weinberge von Colares liegen in Meeresnähe. Wegen der sehr starken Meereswinde werden sie durch Palisaden aus Schilfrohr geschützt. Auch der Boden prägt den Weinbau: Etwa 80 Prozent der Weinberge liegen auf „chão de areia“, also Sandboden. Bei der traditionellen Methode „unhar“ wird die Rebe als wurzelechte Rebe – „pé franco“ – in der Bodenschicht unterhalb des Sandes verankert.

Colares ist eine abgegrenzte Weinregion, in der der geschätzte und heute zunehmend seltene Vinho de Colares erzeugt wird. Die Adega Regional de Colares wurde 1931 gegründet und arbeitet im ursprünglichen Gebäude. Dort stehen sehr große Fässer, in denen die erzeugten Weine reifen. Führungen und Weinproben werden nach vorheriger Terminvereinbarung angeboten; wer beides einplanen möchte, vereinbart den Besuch also vorab.

Die Pequena Rota 8 – Vinho de Colares beginnt an der Adega Regional. Sie ist ein Rundweg und ungefähr 15,5 Kilometer lang. Damit lässt sich der Weinbau mit einer konkreten Wanderoption verbinden, ohne die Runde mit einer kurzen Besichtigung gleichzusetzen. Ihre ungefähre Länge ist ein hilfreicher Planungswert, wenn Sie sie in den Aufenthalt einbeziehen möchten.

Kirchen und Villen: Colares’ Baugeschichte

Die Igreja Matriz de Colares ist Nossa Senhora da Assunção gewidmet und wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Ihr Kirchenschiff bildet einen weiten manieristischen Raum mit fünf Rundbogenöffnungen; eine davon enthält den Seiteneingang. Die Wände sind mit gemusterten Fliesen aus dem 17. Jahrhundert in Gelb, Blau und Weiß verkleidet. Die Igreja de Nossa Senhora da Assunção einschließlich ihres Kirchhofs ist als Monument von öffentlichem Interesse klassifiziert.

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Eine weitere historische Kirche ist die Ermida de São Sebastião. Ihre Ursprünge reichen bis zum Beginn des 16. Jahrhunderts zurück; das heutige Gebäude wurde jedoch erst im dritten Viertel des 18. Jahrhunderts errichtet. Diese Zeitangaben beschreiben verschiedene Abschnitte der Baugeschichte. Die Hauptkapelle hat einen ovalen Grundriss, ein weiteres architektonisches Merkmal der Ermida.

Auch die Villa Costa, heute Vitorino, steht für die Baugeschichte des Ortes: Sie wurde 1885 als Feriensitz von José Inácio da Costa errichtet. Zugleich gilt sie als zweitältestes Chalet im Raum Sintra. Die Villa ergänzt die Kirchen um einen anderen Bautyp und eine spätere Zeitstellung.

Ein historischer Blick auf die Verkehrsgeschichte

Zur Verkehrsgeschichte gehört die Sintra-Straßenbahn. Am 31. März 1904 wurde ihr erster Abschnitt zwischen Sintra (Vila Velha) und São Sebastião de Colares eröffnet. Die Strecke dieses Abschnitts war 8.900 Meter lang. Als historischer Bezug ergänzt sie die ältere Baugeschichte der Kirchen und den später entstandenen Feriensitz um eine Perspektive aus dem frühen 20. Jahrhundert.

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