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Mafra: Basilika, Natur und regionale Kultur

Unterkünfte in Mafra

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Mafra lässt sich über historische Baukunst und Museen ebenso entdecken wie über Natur, regionale Handwerkskultur und die Strände des Concelho de Mafra. Zu den prägenden Themen gehören die Basilika, die Geschichte der Vila de Mafra und Landschaften mit ganz unterschiedlichem Charakter.

Basilika und Baugeschichte

Die erste Steinlegung für die Basilika von Mafra erfolgte am 17. November 1717; geweiht wurde sie am 22. Oktober 1730. Ihr Grundriss folgt der Form eines lateinischen Kreuzes. Mit 60 Metern Länge und 43 Metern Breite sind die Maße Teil ihrer markanten Architektur.

Auch die Musikgeschichte ist eng mit der Basilika verbunden: Ihre sechs historischen Orgeln wurden zwischen 1792 und 1807 gebaut. Sie bilden ein weltweit einzigartiges Ensemble, das dafür konzipiert wurde, gleichzeitig gespielt zu werden. Die Basilika von Mafra beherbergt außerdem eine der bedeutendsten Sammlungen italienischer Skulptur außerhalb Italiens. Die Werke stammen aus der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts.

In der Vila Velha von Mafra steht die Igreja de Santo André, die während der Herrschaft von König D. Dinis im 14. Jahrhundert errichtet wurde. Sie gilt als herausragendes Beispiel gotischer Pfarrarchitektur. Ihre Bauarbeiten waren 1930 endgültig abgeschlossen; 1935 wurde die Kirche als Nationaldenkmal eingestuft.

Museen und historische Perspektiven

Das CIVIMafra vermittelt den historischen, kulturellen und museologischen Kontext von Mafra. Seine Ausstellungen helfen dabei, die Geschichte und Entwicklung der Vila de Mafra von der fernen Vergangenheit bis zur Gegenwart zu verstehen. Zum Vermittlungsangebot des Zentrums gehören außerdem Vorträge, Kolloquien, Führungen und Veröffentlichungen.

Einen anderen Schwerpunkt setzt das Centro de Interpretação Barro de Mafra: Es widmet sich der Bewahrung, Vermittlung und Aufwertung der Keramik von Mafra. Dazu zählen Töpferarbeiten und Tonfiguren. Die Aldeia Típica José Franco wiederum wurde Anfang der 1960er-Jahre als ethnografische Nachbildung des örtlichen Lebens und der regionalen ländlichen Lebensweise geschaffen. Sie präsentiert traditionelle Töpferkunst von Mafra und die lokale Handwerkskultur des Concelho.

Das Centro de Interpretação das Linhas de Torres an der Serra do Socorro behandelt in Ausstellungen die Geschichte und das Kulturerbe der Serra, die visuelle Kommunikation im Peninsularen Krieg und den Telegrafen der Serra. Eine Ausstellung des Zentrums in Mafra widmet sich außerdem der bedeutenden Rolle des Palácio Nacional de Mafra während der ersten und dritten französischen Invasion Portugals. Besucher können dort einen Zeigertelegrafen bedienen. Da sich der Öffnungsplan ändern kann, informieren Sie sich vor dem Besuch über die Zeiten.

Natur, Wege und Küste

Die Tapada Nacional de Mafra entstand während der Herrschaft von D. João V. nach dem Bau des Klosters von Mafra als königlicher Erholungspark neben dem Hauptdenkmal der Vila. Zu den dort lebenden Tierarten zählen Bonelli-Adler, Uhus, Habichte, Damhirsche, Rothirsche, Wildschweine, Dachse und Füchse. Das Vorkommen einzelner Arten kann saisonal variieren.

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Die Tapada stellt vier markierte Wege zur Verfügung; ihre Verfügbarkeit kann sich je nach Wetter und Sicherheitsbedingungen ändern. Daneben fördert das kommunale Wanderwegenetz von Mafra den Outdoor-Tourismus und ermöglicht den Kontakt mit dem kulturellen und natürlichen Erbe des Concelho. Ein weiterer Naturbezug ist das CRLI, ein Schutzgebiet für Wölfe, die nicht in freier Wildbahn leben können.

Zum Gartenbild gehört der Jardim do Cerco, inspiriert von Versailles. Wasserbecken, breite Wege und dicht belaubte Bäume prägen seine Anlage; hinzu kommt ein jahrhundertealtes Schöpfrad, das noch funktioniert.

Der Concelho de Mafra zählt zwölf Strände. Die meisten liegen in der malerischen Fischerstadt Ericeira, und fast alle sind von felsigen Klippen eingerahmt. Die Bedingungen an den Stränden verändern sich saisonal. So ergänzen Küstenthemen die historischen und landschaftlichen Eindrücke, die Mafra für eine Reise bietet.

Lokale Traditionen und Besuchsplanung

Auch regionale Esskultur gehört zum Bild von Mafra: Das Pão de Mafra ist ein regionales Brot mit leicht süßlichem Geschmack, weicher Krume und relativ weicher Kruste. Einen Einblick in örtliche Sammlungen bietet das Museu Popular Beatriz Costa. Dort sind persönliche Gegenstände, Reiseandenken und Geschenke sowie insbesondere Puppen- und Eselchensammlungen aus dem Umfeld von Beatriz Costa zu sehen. Gruppenführungen werden nach vorheriger Anmeldung angeboten; stimmen Sie den Termin vorab ab.

Wer sich für einen wiederkehrenden Markttag interessiert, kann die Feira Mensal de Mafra einplanen: Sie findet am dritten Sonntag jedes Monats statt. Prüfen Sie den Termin vor Ihrer Reise. Die unterschiedlichen Themen – von Orgelbau und Skulptur über Keramik bis zu Wanderwegen und Küstenlandschaft – ermöglichen es, den Aufenthalt nach den eigenen Interessen auszurichten.

Weitere Reiseziele entdecken: Ericeira, Santo Isidoro, Malveira, Mafra, Igreja Nova, Carvoeira, Gradil, Enxara do Bispo.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Lissabon.

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