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Nablus entdecken

Unterkünfte in Nablus

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Die Altstadt von Nablus lässt sich über Bauwerke und Traditionen aus unterschiedlichen Epochen einordnen. Konkrete Orte zeigen dabei verschiedene Seiten des Reiseziels: Der Al-Manara-Platz bildet den zentralen Mittelpunkt der Altstadt, Moscheen veranschaulichen wechselnde Bau- und Nutzungsgeschichten, und Khan Al-Tujjar steht für eine besondere Marktarchitektur. Dazu kommen das mehr als tausendjährige Seifenhandwerk und ein kulinarischer Bezug zu Knafeh. Wenn Sie ein Hotel in Nablus suchen, helfen diese Schwerpunkte dabei, die Stadt nach den Themen kennenzulernen, die Sie während Ihres Aufenthalts interessieren.

Al-Manara-Platz und historische Einordnung

Der Al-Manara-Platz liegt im Herzen der Altstadt und bildet deren zentralen Mittelpunkt. An der Al-Naser-Straße auf dem Platz steht der Al-Manara-Uhrturm. Er gilt als architektonisches Wahrzeichen der Stadt und spiegelt die späte osmanische Zeit wider. Errichtet wurde er 1900, restauriert 2013. Die beiden Jahreszahlen bezeichnen unterschiedliche Vorgänge: 1900 ist das Baujahr, 2013 das Jahr der Restaurierung.

Zur älteren Geschichte gehört Flavia Neapolis. Die historische Stadt Nablus liegt auf den Fundamenten dieser römischen Stadt, die 72 n. Chr. unter Kaiser Vespasian gegründet wurde. Damit führt ein Blick auf Nablus’ Geschichte von der römischen Stadtgründung bis zu den späteren Bauwerken und Traditionen, die heute das Bild der Altstadt prägen.

Moscheen: unterschiedliche Baugeschichten

Die Große Moschee von Nablus umfasst 1.460 Quadratmeter und ist die größte Moschee der Stadt. Ihre Geschichte lässt sich als Abfolge verschiedener Nutzungen am selben Standort lesen: Zunächst befand sich dort eine römische Basilika, die im 5. bis 6. Jahrhundert in eine byzantinische Kirche umgewandelt wurde. 1167 bauten die Kreuzfahrer sie als Kirche wieder auf; 1187 wurde sie nach Saladins Sieg in eine Moschee umgewandelt. Fläche und Baugeschichte geben dabei unterschiedliche Orientierung: Die erste ordnet die Moschee im Maßstab der Stadt ein, die zweite macht die wechselnden Nutzungen des Standorts deutlich.

Auch die heutige An-Nasr-Moschee hat eine eigene Abfolge: Sie wurde auf den Überresten einer älteren Moschee gleichen Namens errichtet. Diese ältere Moschee wurde nach dem Erdbeben von 1927 abgerissen und war ihrerseits auf den Überresten einer Kreuzfahrerkirche aus dem Jahr 1187 errichtet worden. Die Jahreszahl 1187 hat in den beiden Geschichten verschiedene Funktionen: Bei der Großen Moschee datiert sie die Umwandlung zur Moschee nach Saladins Sieg; bei An-Nasr bezeichnet sie die Kreuzfahrerkirche unter den Überresten der älteren Moschee.

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Residenz und Marktarchitektur

Der Touqan-Palast ist eine bedeutende historische Residenz in der Altstadt. Errichtet wurde er von den prominenten Familien Al-Touqan, Abd al-Hadi und al-Nimr. Diese Familien hatten während der osmanischen Zeit hohes politisches und wirtschaftliches Ansehen.

Khan Al-Tujjar ist ein überdachter Markt mit rund 50 Geschäften, die überwiegend Kleidung verkaufen. Der Markt wird ganzjährig für Handel genutzt. Zwischen zwei gegenüberliegenden Geschäftsreihen verläuft eine etwa 200 Meter lange Straße. Sich kreuzende Steingewölbe bedecken sie über die gesamte Länge; jedes Gewölbe hat eine Öffnung für Sonnenlicht und Belüftung. So lässt sich die Marktanlage sowohl anhand ihres Handelsangebots als auch anhand ihrer besonderen Bauweise einordnen.

Handwerk und kulinarischer Bezug

Das Seifenhandwerk von Nablus wird seit mehr als einem Jahrtausend ausgeübt. Im Dezember 2024 wurde es in die UNESCO-Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Die lange Dauer des Handwerks und das konkrete Datum der Aufnahme geben zwei verschiedene zeitliche Perspektiven auf diese Tradition. Auch Knafeh gehört zum kulinarischen Bezug der Stadt: Eine tourismusbezogene Darstellung bezeichnet Nablus als Ursprungsort der Süßspeise.

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Zur übergeordneten Reiseübersicht: Palästina.

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