Grins – Kulturerbe und Bergwege
Unterkünfte in Grins
Grins bietet für eine Reise zwei unterschiedliche Schwerpunkte: Bau- und Weggeschichte sowie Natur- und Bewegungsangebote. Wenn Sie ein Hotel in Grins suchen, kann es helfen, zuerst zu entscheiden, welches Thema Ihren Aufenthalt prägen soll. Die Unterschiede reichen von einer gotischen Brücke mit historischen Wegbezügen bis zu Rundwegen, Skitouren und dem Wildbad.
Römerbrücke und historische Wege
Die Römerbrücke ist eine gotische Steinbogenbrücke und ein Wahrzeichen der Gemeinde. Sie war die Brücke des von König Heinrich im Jahr 1330 verordneten Arlberger Weges. Zugleich zeugt sie von der Römerstraße, die in Landeck von der Via Claudia Augusta in Richtung Arlberg abzweigte. Damit stehen an derselben Brücke zwei unterschiedliche historische Bezüge nebeneinander: der Arlberger Weg mit seiner Datierung auf 1330 und die Römerstraße mit ihrem Abzweig bei Landeck. So verbindet die Bedeutung des Bauwerks seine gotische Form mit verschiedenen Teilen der Weggeschichte, ohne beide Wege zeitlich gleichzusetzen.
Sakrale Kunst und Denkmalschutz
Die Pfarrkirche zum Heiligen Nikolaus ergänzt den kulturellen Schwerpunkt um Fresken von Matthäus Günther aus Augsburg. Bei der Lärchkapelle liegt ein anderer Aspekt im Vordergrund: Sie steht per Verordnung unter Denkmalschutz. So lassen sich zwei Merkmale sakraler Bauwerke unterscheiden – die Freskenausstattung der Kirche und der rechtliche Denkmalstatus der Kapelle. Wer Grins über Kunst und Baukultur betrachtet, findet hier einen anderen Zugang als an der Römerbrücke.
Das Wildbad und seine Quelle
Das Wildbad ist eine anerkannte Schwefelheilquelle und besitzt seit Mai 2007 den Heil- und Thermalwasserstatus. Sein Wasser ist stark mineralhaltig und weist einen hohen Magnesium-Calcium-Sulfat-Anteil auf. Quelle, Status und Wasserzusammensetzung geben diesem Ort einen eigenen Schwerpunkt neben den Bau- und Weggeschichten. Für Reisende, die sich für Heilquellen interessieren, stehen damit sowohl die Anerkennung der Quelle als auch die besonderen mineralischen Eigenschaften des Wassers im Blick.
Alpen, Skitouren und Rundwege
Grins liegt am Fuß der Lechtaler Alpen und ist ein Ausgangspunkt für Skitouren. Damit kommt zu den historischen und kulturellen Themen ein bergsportlicher Schwerpunkt hinzu. Eine andere Form des Unterwegsseins bieten die vier Albigenpfade: Sie sind als Rundwege angelegt und dauern zwischen 1,5 und 2 Stunden. Für die Tagesplanung unterscheiden sich die Anhaltspunkte: Bei den Albigenpfaden sind Rundwegform und Zeitspanne konkret, während Grins für Skitouren als Ausgangspunkt dient.
Die Albigenpfade stehen außerdem mit einem Mythos in Verbindung, in dem Natur-Elben die vier Elemente verkörpern. So gehört neben der Rundwegform und der Zeitangabe auch eine erzählerische Ebene zu diesen Wegen. Die vier Elemente sind dabei Teil des Mythos, der mit den Pfaden verbunden ist; die Pfade selbst sind als Rundwege angelegt.
Auch Pilger auf dem Jakobsweg machen in Grins Station. Dieser Bezug unterscheidet sich von den Albigenpfaden und den Skitouren: Er verknüpft den Ort mit einer Pilgerreise, während die anderen Wegthemen Rundwege oder einen Ausgangspunkt für Bergsport betreffen. Damit reichen die beschriebenen Möglichkeiten von einer zeitlich umrissenen Runde bis zu einem Halt auf dem Jakobsweg.
Weitere Reiseziele entdecken
Weitere Reiseziele entdecken: Zams, Prutz, Sankt Jakob Am Arlberg, Sankt Christoph Am Arlberg, Tösens, See, Langesthei, Ried Im Oberinntal
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Landeck.