Pfaffenhofen zwischen Inn und Hocheder
Unterkünfte in Pfaffenhofen
Pfaffenhofen erstreckt sich vom Dorfkern südlich des Inns bis zum 2.797 m hohen Hocheder, seiner höchsten Erhebung. Damit stehen Talboden und alpine Höhe als zwei räumliche Bezugspunkte nebeneinander. Für Ihren Aufenthalt prägen Auen und Radwege am Inn einerseits, die Landschaft an der Widdersberger Alm und am Hocheder andererseits das Bild. Auch die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt und die Ruine Hörtenberg geben der Ortsgeschichte konkrete Anknüpfungspunkte.
Radwege und alpine Landschaft
Der Innradweg Tiroler Oberland verläuft am Talboden bei Pfaffenhofen durch Bereiche mit schönen Auen und eignet sich dort auch zum Inlineskaten. Davon zu unterscheiden ist der etwa 25 km lange Mieminger Radweg: Er zweigt am Nordufer des Inns nahe Pfaffenhofen vom Innradweg ab und führt nach Westen weiter. Beim Innradweg stehen also Auen und die Nutzung zum Inlineskaten im Vordergrund; beim Mieminger Radweg sind Abzweig, Richtung und ungefähre Länge die hilfreichen Eckdaten.
Die Widdersberger Alm, auch Pfaffenhofer Alm genannt, liegt auf fast 1.700 m Höhe am Beginn einer kleinen Talmulde im Herzen der Nördlichen Sellrainer Berge. Wiesen und Wald säumen die Talmulde. Die Höhenangaben ermöglichen einen klaren Vergleich: fast 1.700 m an der Alm gegenüber 2.797 m am Hocheder. Die Wanderung zur Alm ist mit Pfaffenhofen, dem Weg zum Schlosshof/Schennach und der Abzweigung des Forstwegs zur Pfaffenhofer Alm verbunden.
Kirchen und Geschichte in Pfaffenhofen
Archäologische Grabungen von 1961 und 1997 weisen nach, dass am Standort der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt bereits im 5. Jahrhundert eine Kirche stand. Die Pfarrkirche ist diesem Patrozinium geweiht; die erste erhaltene Weiheurkunde stammt aus dem Jahr 1310. Möglicherweise diente sie während der Völkerwanderungszeit vorübergehend als Sitz eines Wanderbischofs.
Auch die heutige Ruine Hörtenberg ist mit früher Siedlungsgeschichte verbunden. Bei ihr bestand bereits seit 800 v. Chr. eine große eisenzeitliche Siedlung mit Kultplatz; am Abhang der Ruine erstreckte sich die größte eisenzeitliche Siedlung Nordtirols. Im Mittelalter wurde in der Ruine Gericht gehalten, ehe die Gerichtsbarkeit später nach Telfs verlegt wurde. Ein weiterer historischer Einschnitt folgte 1706: Ein Blitzeinschlag entzündete einen auf der Burg gelagerten Pulvervorrat von 1.500 Zentnern. Die gewaltige Explosion zerstörte das Schloss. Die Ruine Hörtenberg kann nur von außen besichtigt werden.
Auch mehrere geschützte Bauwerke gehören zum Ortsbild. Das Denkmalregister des Bundesdenkmalamts Tirol vom 28. Mai 2024 führt die Aue-Kapelle, auch Kranewitter-Kapelle genannt, westlich von Pfaffenhofen, die Hofkapelle Hörtenberg bei Pfaffenhofen sowie das Kloster der Armen Schulschwestern, ehemals Zechschlössl, in Pfaffenhofen als Denkmale.
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