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Kolsass: Wandern und Geschichte entdecken

Unterkünfte in Kolsass

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Für die Planung einer Reise nach Kolsass stehen zwei unterschiedliche Interessen im Vordergrund: Bewegung auf einem Rundwanderweg zwischen Wattens und Kolsass sowie ein Blick auf die kirchliche und industrielle Geschichte des Ortes. Die Route ist durch ihre Landschaft und eine Kapelle als Station geprägt, während die historischen Hinweise mehrere Jahrhunderte umfassen. So können Sie einschätzen, ob Sie Ihren Aufenthalt eher mit einer Wanderung oder mit kulturgeschichtlichen Ortsbezügen verbinden möchten.

Wandern und Radfahren rund um Kolsass

Zwischen Wattens und Kolsass verläuft ein Rundwanderweg. Er führt durch Wiesen und Wald zur Lourdeskapelle in Merans und zurück über den Archenwald. Die Lourdeskapelle ist eine besondere Station des Weges und gibt der Wanderung einen kulturgeschichtlichen Bezug. Landschaft und Ziel bilden unterschiedliche Schwerpunkte: Neben den Wiesen- und Waldabschnitten steht eine konkret benannte Kapelle im Mittelpunkt. Wenn Sie eine Wanderung in Ihre Reiseplanung aufnehmen, hilft diese Abfolge, sich ein Bild vom beschriebenen Verlauf zu machen. Routendetails können sich ändern; prüfen Sie deshalb vor dem Aufbruch den aktuellen Wegverlauf.

Auch der Innradweg gehört zu den Ortsbezügen für eine aktive Reiseplanung: Er führt am Dorf Kolsass vorbei. Im Sommer führt der Innradweg Tiroler Unterland von Kolsass aus bis nach Innsbruck, das 20 Kilometer entfernt liegt. Im Vergleich zum Rundwanderweg ist hier eine Radverbindung mit Innsbruck als Ziel der konkrete Bezug. Wenn Sie den Innradweg berücksichtigen, können Sie den Hinweis auf die Sommerverbindung in Ihre Planung einbeziehen und die aktuellen Streckenbedingungen prüfen.

Kirche und Baugeschichte

Die Pfarrgeschichte setzt früh ein: Im Jahr 788 wurde die Pfarre Kolsass zur Mutterpfarre erhoben. Ein Pfarrer in Kolsass ist erstmals für das Jahr 1233 urkundlich erwähnt. Die beiden Daten stehen für unterschiedliche historische Hinweise: die Erhebung der Pfarre und den ersten schriftlichen Nachweis eines Pfarrers. Auch der Kirchenbau hat mehrere Phasen. Ein romanischer Kirchenbau wurde im 14. Jahrhundert im gotischen Stil umgebaut; im 17. Jahrhundert wurde das Langhaus vergrößert. Für Architekturinteressierte ergibt sich so eine zeitliche Abfolge vom romanischen Bau über den gotischen Umbau bis zur späteren Erweiterung. Die katholische Pfarrkirche Mariä Heimsuchung am Kirchplatz 3 ist per Verordnung denkmalgeschützt.

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Im Gemeindegebiet gibt es derzeit sechs denkmalgeschützte Objekte. Neben der Pfarrkirche zählen dazu der Friedhof und die Friedhofskapelle am Kirchplatz 3, ein Wegkreuz in der Nähe des Kirchplatzes 3, der Bildstock am Fiechterweg 4 sowie das Wandbild am Verbindungsgang zwischen Volksschule und Kindergarten. Auch diese genannten Objekte sind per Verordnung geschützt. Die Auswahl umfasst damit kirchliche Bauwerke, religiöse Zeichen im Ortsraum und ein Wandbild.

Bergbau und Erwerbsgeschichte

Der Bergbau war in Kolsass neben der Landwirtschaft mehrere Jahrhunderte lang eine wichtige Erwerbsquelle, besonders im Weiler Mühlbach. In Schmelzhütten wurde vom 14. bis ins 16. Jahrhundert Eisenerz verarbeitet. In Kolsass wurde im 16. und im 18. Jahrhundert Gold gewaschen. Die Hinweise ergänzen die Pfarr- und Baugeschichte um eine wirtschaftliche Perspektive auf den Ort: Sie nennen unterschiedliche Tätigkeiten und Zeiträume, statt eine einzelne Epoche zu beschreiben. So verbindet sich die Ortsgeschichte mit kirchlichen Bauphasen ebenso wie mit Bergbau und Landwirtschaft.

Weitere Reiseziele entdecken: Rum, Grinzens, Schmirn, Kolsassberg, Sankt Sigmund Im Sellrain, Götzens, Unterweg, Mützens

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Innsbruck-Land.

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