Fritzens: Archäologie, Dorfgeschichte und Winterwandern
Unterkünfte in Fritzens
Fritzens verbindet archäologische Spuren mit religiöser Dorfgeschichte und einer Winterwanderung nach Maria Larch. Für Ihre Reiseplanung ist diese Mischung hilfreich, wenn Sie zwischen kulturgeschichtlichen Themen und Bewegung im Freien wählen möchten. Die lokalen Anknüpfungspunkte reichen von archäologischen Funden am Pirchboden über die Pfarrkirche und die Dorfkrippe bis zur Rochelt-Brennerei.
Archäologische Spuren in Fritzens
Auf dem Pirchboden oberhalb von Fritzens werden Ausgrabungsfunde einer rätischen Siedlung in das 6. Jahrhundert v. Chr. datiert. Eine weitere Spur stammt vom Pirchboden, auch „Müller-Eben“ genannt: Dort wurde 2001 ein Hirschgeweih gefunden. Archäologen vermuteten, dass Teile des Geweihs zu einer etwa 2.500 Jahre alten rätischen Winkelharfe gehören. Die Siedlungsfunde und die mögliche Instrumentzuordnung stehen für unterschiedliche archäologische Fragen: einmal die zeitliche Einordnung einer Siedlung, einmal die Deutung eines Fundstücks.
Fragmente der rätischen Winkelharfe wurden teilweise zu einem einzigartigen Instrument rekonstruiert. Die Harfe ist im Gemeindeamt Fritzens ausgestellt. Wenn Sie sie dort sehen möchten, klären Sie vorab die Besuchsmöglichkeit im Gemeindeamt.
Auch eine Tonschale gehört zu den archäologischen Funden: Sie wurde in Fritzens gefunden und anhand ihrer typischen Fischgrätmuster und Stempelaugen einer Epoche zugeordnet, die als „Fritzner-Sanzeno-Kultur“ bezeichnet wird. Bei diesem Fund sind die Muster und Stempelaugen die Merkmale der Zuordnung; „Fritzner-Sanzeno-Kultur“ ist die Bezeichnung der Epoche.
Pfarrkirche und Dorfgeschichte
Die Pfarrkirche hl. Johannes der Täufer in Fritzens steht gemäß Verordnung unter Denkmalschutz. Das Tiroler Denkmalverzeichnis vom 23. Juni 2026 führt die Kirche entsprechend. Zur Geschichte der Pfarrkirche gehört auch das „Fritzner Haupt“, ein Andachtsobjekt, das Fischer 1637 aus dem Inn bargen und später in die Kirche übertrugen. Bergung und spätere Übertragung geben dem Objekt eine konkrete Ortsgeschichte.
Die Dorfkrippe setzt einen anderen kulturellen Akzent: Der akademische Bildhauer Georg Eigentler schuf sie im Rokokostil. Beim „Fritzner Haupt“ prägen Bergung und Übertragung die Geschichte des Objekts; bei der Krippe sind der genannte Künstler und der Stil die konkreten Anhaltspunkte. So lassen sich zwei unterschiedliche Seiten der Dorfgeschichte betrachten: die Geschichte eines Andachtsobjekts und die künstlerische Gestaltung der Krippe.
Brennerei und Winterwanderung
Die Rochelt-Brennerei in Fritzens ist für Besucher geöffnet. Für Führungen nennt der Betrieb Öffnungszeiten und bittet um eine Vereinbarung innerhalb dieser Zeiten. Prüfen Sie die angegebenen Öffnungszeiten, wenn Sie eine Führung planen, und richten Sie die Vereinbarung danach aus.
Die Winterwanderung nach Maria Larch beginnt im Dorfzentrum von Fritzens. Damit hat die Tour einen klar benannten Startpunkt. Für Ihre Reiseplanung lässt sich dieser Aktivitätsbezug von den kulturgeschichtlichen Themen unterscheiden: Die Wanderung führt nach Maria Larch, während sich die geschichtlichen Themen auf Siedlungsfunde, die Pfarrkirche und örtliche Objekte beziehen.
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