Statzendorf – Situla, Kirchen und Pilgerwege
Unterkünfte in Statzendorf
Statzendorf ist von traditionellem Weinbau geprägt. Für die Wahl eines Reiseziels verbindet die Gemeinde archäologische Zeugnisse, Kirchen und Kapellen mit Wander- und Pilgerwegen.
Archäologie: Hallstattzeit und Situla
Das Gräberfeld von Statzendorf ist eines der größten hallstattzeitlichen Gräberfelder in Niederösterreich und umfasst etwa 380 Bestattungen. Die Situla von Kuffern setzt einen anderen zeitlichen Akzent: Der keltische Weineimer stammt aus der Frühphase der La-Tène-Kultur, 475 bis 425 v. Chr. Auf einem Gefäß dieser Art weist die Situla die bislang einzige nördlich der Alpen gefundene figürliche Darstellung auf. So stehen ein hallstattzeitliches Gräberfeld und ein herausragendes Objekt aus der frühen La-Tène-Zeit für unterschiedliche archäologische Bezüge.
Kirchen und denkmalgeschützte Orte
Die spätbarocke Pfarrkirche zum Heiligen Markus in Statzendorf zählt zu den Sehenswürdigkeiten der Gemeinde; in ihr wird der „Steinerne Laib Brot“ aufbewahrt. Auch die Filialkirche zum heiligen Pankratius in Kuffern und die Wallfahrtskapelle Maria Elend zählen zu den örtlichen Sehenswürdigkeiten. Die Kapelle hl. Helena in Absdorf, ehemals Schlosskapelle, stammt aus dem 17. Jahrhundert.
Das niederösterreichische Denkmalregister mit Stand vom 23. Juni 2026 führt mehrere Orte innerhalb der Gemeinde per Verordnung unter Denkmalschutz: in Absdorf die Kapelle hl. Helena und den Meierhof der Walpersdorfer Gutsverwaltung; in Kuffern die Kapelle Zur schmerzhaften Muttergottes (Maria Elend). Die katholische Filialkirche hl. Pankratius mit Friedhof und Wehrmauer steht dort als Ensemble unter Denkmalschutz. Hinzu kommen die Flur- beziehungsweise Wegkapelle an der Hauptstraße in Statzendorf und der Bildstock 326 in Weidling. Zu den örtlichen Marterln zählen auch Beispiele mit Hinterglasmalereien.
Wanderwege, Pilgerroute und Rad
Die Statzendorfer Wanderrouten beginnen beim Gemeindeamt und sind mit dem Zug erreichbar; vom Bahnhof sind es anschließend fünf Gehminuten bis zum Startpunkt. Wenn Sie mit der Bahn anreisen, können Sie den Fahrplan vorab prüfen. So lässt sich der Fußweg vom Bahnhof bei der Planung berücksichtigen.
Der NÖ Jakobsweg verläuft durch das Gemeindegebiet auf dem Abschnitt zwischen dem Rampelkreuz und der Kapelle Maria Elend. Diese Kapelle liegt rund zwei Kilometer nördlich von Kuffern auf einer Anhöhe am Jakobsweg. Von dort reicht der Blick nach Norden bis zum Stift Göttweig und nach Süden bis zu den steirisch-niederösterreichischen Kalkalpen. Der Jakobsweg-Abschnitt von Purkersdorf nach Göttweig ist 67 Kilometer lang und wird von mehr als 200 Wegweisern sowie mehreren Informationstafeln begleitet. Für Radfahrende führt eine Variante der Fladnitztal-Radroute ausdrücklich durch Statzendorf; die Route bietet dort auch einen Bahnanschluss.
Weinbau und Ortsgeschichte
Kufferner Situla-Weine können das ganze Jahr über in Heurigenkellern und Buschenschänken der Gemeinde konsumiert werden. Damit verbindet sich der Name der Situla auch mit einem regionalen Wein-Thema. Zur Vorbereitung auf den Ort bietet die Topothek Statzendorf Einblicke in die Geschichte und Entwicklung der Gemeinde und ihrer Katastralgemeinden. Prüfen Sie vor einer digitalen Recherche die aktuelle Nutzungsmöglichkeit, da sich Verfügbarkeit und Oberfläche ändern können.
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