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Maria Enzersdorf entdecken

Unterkünfte in Maria Enzersdorf

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Maria Enzersdorf liegt im südöstlichen Wienerwald und direkt vor den Toren der Großstadt Wien. Naturparkwege am Kalenderberg, die Geschichte der Burg Liechtenstein, barocke Architektur, Museen und religiöse Stätten geben dem Aufenthalt unterschiedliche Schwerpunkte. Welche davon Sie erkunden möchten, lässt sich anhand der konkreten Orte und ihrer Geschichte planen.

Naturpark Föhrenberge und Wege

Maria Enzersdorf gehört zu den Naturpark-Gemeinden mit Anteil an den Flächen des Naturparks Föhrenberge. Der Kalenderberg, meist einfach „Liechtenstein“ genannt, ist Teil dieses weitläufigen Naturparks. Auf dem Kalenderberg führen zahlreiche Rund- und Wanderwege mit Rastplätzen zu Aussichtsplätzen und Sehenswürdigkeiten. Dazu zählen die Burg und das Schloss Liechtenstein, künstliche Ruinen, das Amphitheater, Pfefferbüchsel und der Schwarze Turm.

Auch die beiden „Tut Gut!“ Schrittewege unterscheiden sich in ihrem Charakter: Route 1 führt als entspannter Rundweg durch den Wald und an der Burg Liechtenstein vorbei. Route 2 ist eine kurze Tour durch das Industriegebiet von Maria Enzersdorf. Wer noch eine weitere Möglichkeit zur Bewegung sucht, findet auf dem Freizeitgelände Angebote für Spiel, Sport und Erholung. Es steht der Bevölkerung seit 1988 zur Verfügung und umfasst unter anderem einen Beach-Volleyballplatz, zwei Fußballplätze und eine Pumptrackbahn.

Burg Liechtenstein und ihre Umgebung

Die Burg Liechtenstein zählt heute zu den bedeutendsten Burgenbauten des Historismus. Sie ist die Stammburg des Hauses Liechtenstein und eng mit dessen fast neunhundertjähriger Geschichte verbunden. Führungen durch die Räume werden seit 1812 angeboten; heute kann die Burg fast das ganze Jahr besichtigt werden und steht allen Neugierigen offen.

Zur Burg gelangen Sie mit der Buslinie 262 von Mödling Richtung Gießhübl; steigen Sie an der Haltestelle Maria Enzersdorf Siedlungsstraße aus. Prüfen Sie den Fahrplan vor der Fahrt. In der Umgebung erzählen auch einzelne Bauwerke von der Gestaltung des Kalenderbergs: Das Amphitheater ist eine künstliche Ruine im Föhrenwald, die Fürst Johann I. von und zu Liechtenstein 1810 als Aussichtswarte errichten ließ. Der Aufgang zum Amphitheater ist aus Sicherheitsgründen abgemauert. Pfefferbüchsel besteht aus Mauerresten der Johannes- oder Pilgerkapelle, die derselbe Fürst 1818 im Föhrenwald des Kalenderbergs errichten ließ.

Schlösser und Museen

Schloss Hunyadi ist eine spätbarocke, dreiflügelige Schlossanlage mit bemerkenswertem Stuck und Malereien. Ein Park mit altem Baumbestand umrahmt das Schloss, das heute als Veranstaltungszentrum für Konzert- und Theateraufführungen dient. Einen anderen architektonischen Akzent setzt das Schlösschen auf der Weide: Seine Außen- und Innenbereiche weisen reiche Stilelemente des Barock und des beginnenden österreichischen Rokoko auf.

Im Marmorsaal des Schlösschens befindet sich ein Deckenfresko von Johann Georg Schmidt (1694–1765), dem sogenannten „Wiener Schmidt“. Neben seiner Signatur trägt es die Jahreszahl 1730; dargestellt ist der „Triumph der Kunst und des Handels“. Im Missionshaus St. Gabriel veranschaulicht das Missions-Ethnographische Museum mit zahlreichen wertvollen Exponaten die Eigenheiten fremder Kulturen und die Missionstätigkeit des Ordens. Wenn Sie dieses Museum besuchen möchten, prüfen Sie zuvor die aktuellen Öffnungsmodalitäten.

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Das Feuerwehrmuseum Maria Enzersdorf zeigt historische Geräte und Schriftstücke, Alarmierungssysteme sowie Erinnerungen und Andenken an Einsätze der Freiwilligen Feuerwehr. Zu den Ausstellungsstücken gehören das Gründungsprotokoll mit Mannschaftsfotos, ein Feuerwehrrad und zwei Fahrzeugraritäten: ein Dodge Canada, Baujahr 1948, und ein Opel Blitz aus dem Jahr 1967. Die Sammlung verbindet damit Schriftstücke und Einsatzgeschichte mit konkreten Fahrzeugen und Geräten.

Pilgergeschichte, Friedhof und Poesie

Auch religiöse Geschichte ist an mehreren Orten präsent. Das Franziskanerkloster Maria Enzersdorf ist die erste Station auf der Via sacra von Wien nach Mariazell. Die Wallfahrt zu „Maria Heil der Kranken“ besteht seit 1730; die Innenausstattung der Pfarrkirche Maria Enzersdorf weist Merkmale des Rokoko auf.

Der Romantikerfriedhof erlangte wegen der Grabstätten zahlreicher Mitglieder des Wiener Romantikerkreises überregionale Bedeutung. Zu ihnen gehörte der später heiliggesprochene Redemptoristenpater Clemens Maria Hofbauer (1751–1820). Die Friedhofskapelle wurde 1785 von Josef Penkler, dem damaligen Besitzer der Herrschaft Liechtenstein, errichtet. Seit 1870 befindet sich die Begräbnisstätte der Franziskaner an der Ostseite der Kapelle.

Ein weiterer Kulturort ist der PoesiePark im Rathauspark. Seit Herbst 2020 werden dort Gedichte aus verschiedenen Epochen präsentiert, vom Mittelalter bis zur Gegenwart; der Park gilt als im deutschen Sprachraum einzigartig. Zusammen mit den historischen Bauwerken bietet der PoesiePark einen literarischen Zugang zur Kulturgeschichte des Ortes.

Weitere Reiseziele entdecken: Münchendorf, Guntramsdorf, Mödling, Hennersdorf Bei Wien, Brunn Am Gebirge, Hinterbrühl, Gaaden, Wiener Neudorf.

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