Gaaden entdecken
Unterkünfte in Gaaden
Gaaden bietet mehrere Anknüpfungspunkte für Ihre Reiseplanung: die jahrhundertealte Via Sacra, das Heimatmuseum und historische Spuren aus verschiedenen Jahrhunderten. Am Anninger kommen Mountainbike-Routen und geschützte Kernzonen hinzu. Der Mödlingbach durchfließt das weite Talbecken von Gaaden. Wenn Sie ein Hotel suchen, können Sie zunächst abwägen, ob Pilgergeschichte, Ortsgeschichte oder die Richtungsregeln der Trails für Ihren Aufenthalt ausschlaggebend sind.
Via Sacra und Pilgergeschichte
Die Via Sacra ist ein jahrhundertealter Pilgerweg, der durch Gaaden führt. Im Ort verläuft der Weg von der Jakobskirche nach Westen zum Gaadener Kalvarienberg und anschließend in Richtung Heiligenkreuz. Die dem heiligen Jakobus dem Älteren geweihte Kirche war ein beliebter Halt für Pilger. Kirchenwidmung und Wegführung geben zwei konkrete Anknüpfungspunkte für einen Blick auf Gaadens Pilgergeschichte.
Auch die Zusammenarbeit entlang der Route reicht über den örtlichen Verlauf hinaus: Gaaden, Heiligenkreuz, Alland, Altenmarkt und Kaumberg arbeiten gemeinsam daran, das Teilstück der Via Sacra von Gaaden bis Kaumberg der Bevölkerung näherzubringen. So lässt sich der Weg sowohl über seine Richtung im Ort als auch über diesen längeren Abschnitt einordnen.
Heimatmuseum und historische Spuren
Das Gaadner Heimatmuseum dokumentiert die Geschichte Gaadens bis in die Kelten- und Römerzeit. Zu den gezeigten Stücken gehören Stickereien und Handarbeiten um 1885 sowie Ausstellungsstücke aus der Kaiserzeit. Dazu zählt ein Milchtrinkglas von Kaiserin Elisabeth. Die historischen Epochen und datierten Objekte bieten unterschiedliche Blickwinkel auf die Ortsgeschichte.
Das ehemalige Jagdschloss Obergaaden wurde ab 1749 als Pfarrhof genutzt und umgebaut. In seinem Maria-Theresien-Zimmer wurde eine vollständige Ausmalung mit Jagdfresken im Stil „alla grotesca“ aus der Zeit von 1690 bis 1700 aufgedeckt. Die Fresken datieren damit in einen früheren Zeitraum als der Beginn der Nutzung als Pfarrhof. Westlich von Gaaden, am Berg Tabor, errichtete Giovanni Giuliani 1699 die Ölberggruppe. Ferdinand Raimund vollendete 1833 im Raimundhaus den „Verschwender“. Zusammen führen diese Zeugnisse von barocker Kunstgeschichte bis zur Literatur des 19. Jahrhunderts.
Talraum und Mountainbike-Trails
Der Mödlingbach durchfließt Gaadens weites Talbecken. Die Kernzone Anninger Tieftal liegt vollständig im Gemeindegebiet von Gaaden. In Kernzonen, die als Naturschutzgebiet verordnet sind, ist das Betreten nur auf ausgewiesenen Wegen erlaubt. Für die Orientierung im geschützten Gebiet ist diese Wege-Regelung ein wichtiger Teil der Besucherplanung.
Der Gaadener-Uphill-Trail befindet sich in der Mountainbike Area Anninger und führt von Gaaden zum Schutzhaus Anninger hinauf. Wegen der hohen Frequenz an Wanderern, Läufern, Kindern und Hunden ist er hauptsächlich bergauf befahrbar. Die bergab zugelassenen Abschnitte sind mit gelben Zusatztafeln gekennzeichnet und dienen lediglich als Verbindung zwischen angrenzenden Singletrails. Der Buchtal Trail führt vom Anningerschutzhaus bergab nach Gaaden und kann nur bergab befahren werden. Die Angaben zu beiden Trails unterscheiden sich damit vor allem in der Fahrtrichtung und in den Bedingungen für bergab zugelassene Abschnitte.
Eine kulinarische Erinnerung
Auch der Gaadner Schmarrn gehört zur überlieferten Ortsgeschichte: Früher wurde er vielen aus Wien kommenden Gästen serviert, die Gaaden auf der Durchreise passierten. Diese historische Gastlichkeit ergänzt die Pilger-, Bau- und Literaturgeschichte um einen weiteren Blick auf frühere Besucher des Ortes.
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