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Traunfeld: Weinviertler Hügellandschaft, Ortsgeschichte und Radwege

Unterkünfte in Traunfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Traunfeld verbindet eine fruchtbare, sanftwellige Hügellandschaft des Weinviertels mit einer Ortsgeschichte, die sich an Kirche, Pfarrhof und Erdstollen zeigt. Für die Reiseplanung stehen zwei konkrete Interessen nebeneinander: Ortsgeschichte und Radfahren. Wenn Sie ein Hotel für eine Reise nach Traunfeld suchen, können Sie abwägen, welchem Schwerpunkt Ihr Aufenthalt gelten soll.

Hügellandschaft und Ortsform

Traunfeld liegt eingebettet in einer fruchtbaren, sanftwelligen Hügellandschaft. Für das Weinviertel typisch ist hier die Siedlungsform als Haufen- oder Straßendorf. Die Begriffe bezeichnen unterschiedliche Grundformen: Beim Haufendorf steht die Gruppierung der Häuser im Vordergrund, beim Straßendorf ihre Ausrichtung entlang einer Straße. Damit prägt neben der Landschaft auch die Anlage des Ortes den Eindruck von Traunfeld. Wer sich für die Entwicklung und Gestalt von Dörfern interessiert, findet hier einen konkreten Bezug zwischen regionaler Siedlungsform und dem Ort selbst.

Kirche, Erdstollen und Pater Haspinger

Die dicht beieinander stehenden Häuser in Traunfeld waren durch unterirdische Erdstollen miteinander verbunden, die zur Flucht dienten. Diese Geschichte ergänzt das sichtbare Siedlungsgefüge um eine unterirdische Verbindung und ihre konkrete Funktion. Für einen kulturgeschichtlichen Blick ergeben sich so zwei unterschiedliche Aspekte: die Form des Ortes und die Geschichte der Erdstollen.

Die Traunfelder Kirche ist ein schlichter spätbarocker Bau mit Rahmengliederung und flachrundem Chorschluss. Die kleine barocke Ortskirche zum heiligen Johannes von Nepomuk wurde 1797 erbaut. Die Rahmengliederung bringt Ordnung in die Wandflächen; der flachrunde Chorschluss beschreibt die Form am Ende des Chors. So lassen sich die beiden genannten Architekturmerkmale als unterschiedliche Teile des Bauwerks einordnen: eines betrifft die Wandgestaltung, das andere den Abschluss des Chorraums.

Auch der Pfarrhof verbindet Ortsgeschichte mit einer konkreten Person. Pater Haspinger war vom 27. April 1815 bis zum 31. August 1836 Pfarrvikar von Traunfeld. Den Pfarrhof in seiner heutigen Form erbaute Haspinger; das Gebäude ist ein sichtbares und bleibendes Denkmal an ihn. Anlässlich der 200-Jahr-Feiern zum Tiroler Freiheitskampf wurde 2009 im ersten Stock des Pfarrhofes eine Ausstellung über sein Leben und Wirken eingerichtet. Kirche und Pfarrhof stehen damit für unterschiedliche historische Bezüge: die Widmung an den heiligen Johannes von Nepomuk und die Erinnerung an Haspinger.

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Radfahren und Rast in Traunfeld

Für die Routenplanung sind zwei Radwege zu unterscheiden: Der Zweigelt-Radweg durchquert Traunfeld, während der Radweg Nr. 943 unmittelbar an der Radl-Wander-RAST in Traunfeld vorbeiführt. So ist beim einen die Durchquerung des Ortes der Bezug, beim anderen die Verbindung mit der Raststation.

Die Radl-Wander-RAST liegt in der Traunfelder Waldgasse neben der Ludersthaler Brücke. Sie lädt Radfahrer, Wanderer, Spaziergänger und Ausflügler ein, unter einem Kastanienbaum zu verweilen sowie die Aussicht und die Ruhe der umliegenden Felder zu genießen. Prüfen Sie vor der Tour die Wegweisung; Ausstattung und Betriebsmodalitäten der Raststation können sich ändern.

Weitere Reiseziele entdecken: Bernhardsthal, Drasenhofen, Wolfpassing An Der Hochleithen, Pillichsdorf, Falkenstein Bei Poysdorf, Röhrabrunn, Eichenbrunn, Herrnbaumgarten.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Mistelbach.

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