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Lilienfeld: Stift, Bergwege und Natur

Unterkünfte in Lilienfeld

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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In Lilienfeld treffen Zeugnisse der Klostergeschichte auf Wege am Muckenkogel und Ausblicke über die Berge. Das Zisterzienserstift, die Landschaft und die unterschiedlichen Möglichkeiten zum Wandern und Radfahren geben Ihrer Reise mehrere eigene Schwerpunkte – von Geschichte und Natur bis zu Bewegung im Freien.

Stiftsgeschichte, Park und Museum

Das Zisterzienserstift Lilienfeld wurde 1202 von Babenbergerherzog Leopold VI., dem Glorreichen, gegründet. Eine weitere historische Spur führt zu Herzog Friedrich II., dem Streitbaren: Das Siegel auf der Urkunde, mit der er die Gründung des Stiftes bestätigte, zeigt erstmals den Bindenschild, das Wappen Österreichs. Beide Bezüge erzählen unterschiedliche Kapitel der Stiftsgeschichte und lassen sich bei der Beschäftigung mit Lilienfelds Vergangenheit einordnen.

Zum Stiftspark Lilienfeld gehört eine Parklandschaft mit exotischen Bäumen, verschlungenen Wegen, Bächen und kleinen Teichen. Am höchsten Punkt des Parks steht der sogenannte „Chineser“, eine pagodenartige Aussichtswarte. Im Museum Lilienfeld reicht der thematische Bogen über die Geschichte des Bezirks: Dazu zählen der Silber- und Kohlebergbau, die Wallfahrtsstraße nach Mariazell sowie Industrie- und Naturgeschichte. Zu den gezeigten Objekten gehören Mineralien und Fossilien. Auch die Geschichte eines Pioniers, der als Begründer der alpinen Skitechnik gilt, wird anhand sehenswerter Wintersportgeräte aus früheren Zeiten nachgezeichnet.

Berglandschaft und Ausblicke

Die Gipfel von Lilienfeld gelten sogar bei Botanikern als „Orchideenberge“. Die Orchideenroute verläuft auf halber Höhe entlang des steilen Bergmassivs; prüfen Sie vor dem Aufbruch die Wegverhältnisse. Auch am Aussichtspunkt Parapluie ist die Höhenlage Teil der Orientierung: Die Aussichtswarte auf dem 587 Meter hohen Parapluie bietet von einer Felskanzel einen großartigen Blick auf das Stift Lilienfeld und den Spitzbrand.

Die 1.313 Meter hohe Hinteralm ist der höchste Punkt von Lilienfeld. Von dort reicht der Blick nach Norden über das Donautal und nach Süden weit in die Alpen. Diese Aussicht unterscheidet sich klar vom Blick auf Stift und Spitzbrand am Parapluie. Auch die Waldlandschaft hat eine eigene Größenordnung: Drei Viertel des Bezirks Lilienfeld sind mit Wald bedeckt; der Bezirk gilt deshalb als die „Grüne Lunge“ Niederösterreichs. Diese Angabe bezieht sich auf den Bezirk, nicht allein auf den Ort.

Wandern am Muckenkogel

Zum Muckenkogel gelangen Sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem urigen Einer-Sessellift. Der Liftbetrieb ist saisonal; wenn Sie ihn einplanen, prüfen Sie vorab den Betrieb zu Ihrem Termin. Am Berg gibt es gut markierte Wanderwege mit unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden. Der Mathias Zdarsky-Erfinderweg eignet sich besonders für Anfänger, während der Muckenkogel auch bei Skitourengehern beliebt ist.

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Der Wasserfallsteig führt von der Talstation des Sessellifts Lilienfeld zur Lilienfelderhütte (Gschwendt); dafür sind etwa 1,5 Stunden bei ungefähr 1,5 Kilometern angegeben. Der Pater Exinger Weg führt von der Kreuzung Friedhofsgasse/Höhenstraße zum Stillen Tal und ist mit 40 bis 50 Minuten bei ungefähr zwei Kilometern beschrieben. Damit ist die Zeitangabe für den Pater Exinger Weg kürzer, obwohl für ihn die längere der beiden Strecken angegeben ist.

Eine weitere Möglichkeit ist ein 2,5-stündiger Rundweg von der Bergstation über den Muckenkogel und die Hinteralm sowie über die Klosteralm zurück. Die Route verbindet diese Stationen in einer Runde; der Liftbetrieb ist dabei gesondert zu prüfen. Wenn Sie lieber Rad fahren, führt der Traisental-Radweg von Traismauer über St. Pölten, Lilienfeld und St. Aegyd am Neuwalde bis nach Mariazell. Er ist als Familien- und Pilgerradweg ausgewiesen. Auf dem Abschnitt über Wilhelmsburg nach Lilienfeld verläuft er über asphaltierte Uferwege und ruhige Nebenstraßen; größere Steigungen gibt es dort nicht. Prüfen Sie vor der Fahrt aktuelle Störungen.

Weitere Erlebnisse und Termine

Für eine Badepause bietet das Freibad Lilienfeld ein beheiztes Becken, ein Plantschi-Land für Kleinkinder, einen Spielbach und eine großzügige Liegewiese inmitten erholsamer Natur. Die saisonalen Betriebsinformationen sollten Sie vor Ihrem Besuch prüfen. In der Schreibstube des Stifts können Kinder mittelalterliches Schreiben mit Feder und Tinte ausprobieren; erkundigen Sie sich vor dem Besuch, ob das Angebot aktuell verfügbar ist.

Auch wiederkehrende Veranstaltungen können bei der Reiseplanung eine Rolle spielen. Bei der Klosteralm findet jährlich zu Mariä Geburt eine traditionelle Almmesse zum Almabtrieb statt. Das Nostalgieschirennen findet jährlich im März statt und startet bei der Hütte. Prüfen Sie für das jeweilige Jahr die Termine und Abläufe, bevor Sie Ihre Reise danach ausrichten. So lassen sich die dauerhaften Angebote Lilienfelds – Stift, Museum, Bergwege und Landschaft – von den Veranstaltungen mit konkreten Jahresterminen unterscheiden.

Weitere Reiseziele entdecken: Annaberg bei Mariazell, Kaumberg, Ramsau bei Hainfeld, Türnitz, Hohenberg, Eschenau an der Traisen, Erlaufboden, Mitterbach am Erlaufsee, Wienerbruck, Sankt Veit an der Gölsen, Oberried, Sankt Aegyd am Neuwalde, Traisen, Lilienfeld, Kleinzell, Rohrbach an der Gölsen.

Zur übergeordneten Reiseübersicht: Niederösterreich.

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