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Kaisersteinbruch: Steinmetzgeschichte und Kulturerbe

Unterkünfte in Kaisersteinbruch

2 Erwachsene · keine Kinder · 1 Zimmer
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Kaisersteinbruch liegt am Fuße des Leithagebirges. Alte Steinbrüche umgeben den Ort und prägen einen Teil seiner Geschichte. Zugleich laden die Wälder rund um Kaisersteinbruch zum Wandern ein. Das Steinmetzmuseum, die Kirche und weitere Sehenswürdigkeiten setzen kulturelle Akzente; das Naturschutzgebiet Batthyanyfeld bringt einen anderen Blick auf die Landschaft. Wenn Sie ein Reiseziel nach seinen Themen auswählen, können Sie hier Steinmetzgeschichte, Bauwerke, Erinnerung und Natur als unterschiedliche, eigenständige Seiten des Ortes betrachten.

Steinbrüche und Natur

Die Römer nutzten die Steinbrüche bei Kaisersteinbruch. Kaiserstein wurde für die Wiener Hofburg und für Schloss Esterházy in Eisenstadt verwendet. Für Schloss Schönbrunn kam unter anderem Gestein aus dem „Blauen Bruch“ zum Einsatz, wie ein ORF-Bericht vom 10. April 2023 berichtet. Diese Beispiele verbinden die Steinbrüche rund um Kaisersteinbruch mit Bauwerken in Wien und Eisenstadt. Wer sich für Architektur interessiert, kann so die Geschichte des Steins sowohl am Abbauort als auch anhand seiner späteren Verwendung einordnen.

Die Wälder rund um Kaisersteinbruch laden zum Wandern ein. Das Naturschutzgebiet Batthyanyfeld ist ein ornithologisch artenreiches Feuchtbiotop in der Katastralgemeinde Kaisersteinbruch. Das Naturprofil hat damit zwei Seiten: das Wanderangebot der Wälder und das Feuchtbiotop mit seiner vielfältigen Vogelwelt. Für Ihre Reiseplanung stehen so unterschiedliche Landschaftsthemen nebeneinander: ein Wanderangebot im Wald und ein artenreiches Feuchtgebiet.

Steinmetzmuseum und Ortsgeschichte

Das Steinmetzmuseum Kaisersteinbruch dokumentiert die Geschichte des Ortes und der Steinmetzzunft. Zur Sammlung gehört eine Münzsammlung aus dem Umfeld einer ehemaligen römischen Villa, die bis ins 1. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht. In der Renaissance entwickelte sich in Kaisersteinbruch außerdem eine italienische Künstlerkolonie. Diese Themen eröffnen unterschiedliche historische Zugänge: Münzsammlung und römisches Umfeld, Künstlerkolonie der Renaissance sowie das Handwerk der Steinmetzzunft. Die Bezüge reichen damit über verschiedene Zeiträume und lassen sich als unterschiedliche Stationen der Ortsgeschichte betrachten.

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Das Museum dokumentiert auch das Kriegsgefangenenlager Stalag XVII A aus dem Zweiten Weltkrieg und die anschließende sowjetische Besatzung in Kaisersteinbruch. Im Lager starben rund 10.000 Häftlinge, darunter etwa 9.500 aus der Sowjetunion. Diese Zahlen geben dem Ort neben Handwerks- und Baugeschichte eine ernste historische Dimension. Das Lagerkapitel gehört zum Zweiten Weltkrieg; die sowjetische Besatzung schloss sich daran an.

Kirche und Sehenswürdigkeiten

Die Kirche von Kaisersteinbruch stammt aus dem 17. Jahrhundert. Ihre Entstehung wird mit einem Gelübde mehrerer Einwohner während der Pest von 1617 verbunden. Die prachtvoll restaurierte Kirche zählt zu den Sehenswürdigkeiten des Ortes. Datierung und Entstehungserzählung ergänzen einander: Das Jahrhundert ordnet den Bau zeitlich ein, das Gelübde bezeichnet den Anlass, mit dem die Kirche verbunden ist. Das barocke Friedhofstor und der Europabrunnen mit zahlreichen Länderplatten sind weitere Sehenswürdigkeiten. Die Motive unterscheiden sich: An der Kirche steht die sakrale Baugeschichte im Mittelpunkt, am Friedhofstor die barocke Gestaltung und am Brunnen die Länderplatten.

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