Santa María Chimalapa entdecken
Unterkünfte in Santa María Chimalapa
Santa María Chimalapa lässt sich über seine Festtraditionen, Kleidung und Küche erschließen. Auch archäologische Orte im näheren Umfeld gehören zu den Themen, die bei der Reiseplanung eine Rolle spielen können. Die folgenden Details geben Ihnen unterschiedliche Anhaltspunkte, um Ihre Interessen für einen Aufenthalt einzuordnen.
Festtraditionen, Kleidung und Handwerk
Am 15. August wird in Santa María Chimalapa eine Mayordomía zu Ehren der Virgen de la Asunción gefeiert. Eine weitere Mayordomía gilt San Fabián und San Sebastián: Sie erstreckt sich von Ende Dezember bis zum Karneval, dessen Tag dabei der wichtigste ist. Wenn Sie Ihre Reise gezielt mit einem dieser Festtage verbinden möchten, prüfen Sie den konkreten Termin vorab.
Bei den Mayordomía-Feiern beauftragen junge Frauen, die Capitanas genannt werden, die Anfertigung des Banners für den Heiligen. Eine Calenda gehört ebenfalls zu den örtlichen Traditionen und gilt als Feier zapotekischen Ursprungs. Diese Bräuche unterscheiden sich in Anlass und Ausgestaltung; sie stehen neben dem Alltag, in dem Frauen die zapotekische Tracht Tehuana tragen. Auch bei Festen wird die Tehuana getragen.
Zum handwerklichen Alltag in den Chimalapa-Gemeinden, einschließlich Santa María Chimalapa, gehören Tenates und Petates aus Ixtle, Hängematten sowie handbestickte Servietten. Die Erzeugnisse ergänzen das Bild der Festbräuche um Arbeiten mit unterschiedlichen Materialien und Formen. Zusammen mit der Tehuana-Kleidung geben sie einen Einblick in verschiedene Aspekte des örtlichen kulturellen Lebens.
Fischgerichte und Tamales
Ane moxi ist ein Fisch-Tamale aus Mais, das in Blätter von Acuyo, auch Hierba Santa genannt, gewickelt wird. Vor allem Bobo-Fisch kommt dafür infrage, gelegentlich auch Lisa. Das Gericht ist mit der Zeit von August bis September verbunden. Beim Servieren liegt der Fisch in der Mitte des Tellers, das Tamale wird darum angeordnet. Die Essenden nehmen ein kleines Stück Masa mit den Händen und verwenden es wie einen Löffel, um Fischfleisch aufzunehmen.
Auch Tosotsaye wird in Hierba-Santa-Blätter gewickelt, jedoch mit Fischarten außer Bobo zubereitet. Piti ist ein Tamale, das mit Totomoste, also Maisblättern, zubereitet wird. Der Vergleich der Blätter und Zutaten macht die Unterschiede zwischen den drei Tamales greifbar: Ane moxi ist durch seine Verbindung aus Fisch und Masa sowie die besondere Essweise gekennzeichnet, während bei Tosotsaye die anderen Fischarten und bei Piti die Maisblätter hervortreten.
Fische aus den Familien Cichlidae und Mugilidae dienen den Bewohnern außerdem als Nahrungsmittel, unter anderem bei religiösen Festen oder in Zeiten, in denen diese Arten besonders häufig vorkommen. Damit ist Fisch sowohl mit bestimmten Anlässen als auch mit seiner saisonalen Häufigkeit verbunden. Die kulinarischen Traditionen lassen sich so nicht nur über Zutaten, sondern auch über Zubereitung und Verwendungszeit unterscheiden.
Archäologische Orte im näheren Umfeld
Die archäologische Zone Chimalapilla liegt etwa 20 Kilometer ostnordöstlich von Santa María Chimalapa. Zu ihr gehören zahlreiche Hügel und große Steine sowie ein großes Ballspielstadion und ein Zeremonialzentrum aus vorspanischer Zeit. Die Merkmale reichen damit von auffälligen Geländepunkten bis zu größeren Anlagen; Chimalapilla ist nicht allein durch ein einzelnes Bauwerk gekennzeichnet.
Congtzajo liegt etwa drei Kilometer südwestlich von Santa María Chimalapa, hinter dem Río Negro. In einem großen, prismatisch geformten Felsen befinden sich eingeprägte Fußspuren eines Tigers und anderer Tiere. Die beiden Orte unterscheiden sich sowohl in ihrer Richtung als auch in der angegebenen Entfernung: Chimalapilla liegt weiter entfernt ostnordöstlich, Congtzajo näher südwestlich. Wenn Sie einen dieser Orte in Ihre Reise einplanen, klären Sie den möglichen Besuch vorab.
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