Oaxaca: Archäologie, Natur und Mezcal
Unterkünfte in Oaxaca
Archäologische Stätten, geschützte Landschaften und Mezcal-Traditionen geben Oaxaca unterschiedliche Facetten. Sie können den Schwerpunkt Ihrer Reise auf das zapotekische Erbe, Naturgebiete oder regionale Gerichte legen.
Archäologische Orte und unterschiedliche Zeitabschnitte
Monte Albán wurde 1987 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Eine weitere bedeutende archäologische Geschichte führt nach Mitla: Nach dem Niedergang Monte Albáns im 9. Jahrhundert gewann Mitla an Bedeutung. Um 1200 erreichte die Stadt ihre Blütezeit und behielt ihre Vorrangstellung im Tal von Tlacolula bis zur spanischen Eroberung. Der zeitliche Vergleich zeigt, dass die Geschichte der Region nicht auf einen einzigen Höhepunkt beschränkt ist.
Die antike Stadt Mitla wird durch fünf monumentale Architekturgruppen repräsentiert: Grupo del Norte, Grupo de las Columnas, Grupo del Arroyo, Grupo del Adobe beziehungsweise del Calvario und Grupo del Sur. Die fünf Gruppen geben dem Ort eine differenzierte Struktur, die über ein einzelnes Bauwerk hinausgeht. Auch die Cuevas Prehistóricas de Yagul y Mitla mit ihren Felsmalereien gehören zum archäologischen Erbe: Sie wurden 2010 als Kulturlandschaft in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen.
In Yagul errichteten Bewohner im 10. Jahrhundert auf miteinander verbundenen Plattformen rund um das Hochplateau Caballito Blanco Pyramiden, Paläste, Gräber und ein großes Ballspielplatz-Ensemble. Atzompa ist eine zapotekische Siedlung, die zur vorspanischen Stadt Monte Albán gehört; ihre Besiedlungszeit wird in die Epochen IIIB–IV (650–850) datiert. Die Anlage umfasst drei Ballspielplätze. Darunter ist der Juego de Pelota I, der als größter Ballspielplatz der vorspanischen Stadt Monte Albán beschrieben wird. Eine weitere historische Einordnung bietet die archäologische Zone von Zaachila, die als letzte Hauptstadt der zapotekischen Macht gilt.
Stadtgeschichte und heimische Pflanzen
Im historischen Zentrum von Oaxaca prägen Architektur und Gebäude eine Kunst- und Geschichtstradition, die mehr als vier Jahrhunderte umfasst. Insgesamt wurden dort 1.000 historische Denkmäler inventarisiert und erfasst. Das Museum der Kulturen von Oaxaca befindet sich im ehemaligen Kloster Santo Domingo. Neben dem Templo de Santo Domingo liegt der Jardín Etnobotánico mit etwa 1.300 in Oaxaca heimischen Arten. So stehen in der Stadt unterschiedliche Anknüpfungspunkte nebeneinander: die lange Architektur- und Geschichte der Altstadt sowie die Vielfalt der Pflanzen aus Oaxaca.
Schutzgebiete mit verschiedenen Landschaften
Auch die Naturgebiete zeigen unterschiedliche Seiten der Region. Der Nationalpark Huatulco umfasst neun Buchten, Tieflandwald, Mangrovenbereiche, ein temporäres Feuchtgebiet, Strände sowie Korallen- und Felsenriffe. Im Park ist der Sendero Zanate einer von drei Wanderwegen. Der Nationalpark Benito Juárez ist ein geschütztes Naturgebiet in Oaxaca und bewahrt eine vielfältige Flora und Fauna.
Das Biosphärenreservat Tehuacán-Cuicatlán erstreckt sich im Nordwesten des Bundesstaates Oaxaca über 31 Gemeinden. Zu seinen Landschaften gehören semiaride, gemäßigte und tropische Ökosysteme. Das Reservat weist neun Vegetationstypen und etwa 2.700 bislang bestimmte Pflanzenarten auf; 11 Prozent davon sind endemisch. Die Vielfalt lässt sich damit sowohl über verschiedene Ökosysteme als auch über die Pflanzenwelt beschreiben. Der Nationalpark Lagunas de Chacahua schützt ein reiches System aus Lagunen und Küstenfeuchtgebieten.
Mezcal-Traditionen und Orientierung
Die Route Caminos del Mezcal beginnt in den Zentralen Tälern von Oaxaca und ermöglicht es, Traditionen rund um Mezcal und regionale Gerichte zu entdecken. Wer kulinarische Themen in die Reiseplanung einbeziehen möchte, findet hier einen konkreten Bezug zu lokalen Traditionen, der sich von der archäologischen und naturkundlichen Perspektive unterscheidet.
Für die Orientierung zu Mitla gibt es eine konkrete Straßenverbindung: Von Oaxaca aus erreichen Sie den Ort über die Panamericana 190 und eine Abzweigung nach Norden. Ein großer Teil des Biosphärenreservats Tehuacán-Cuicatlán kann über die Schnellstraße Cuacnopalan–Oaxaca sowie die Bundesstraßen 150, 135 und 125 bereist werden. Da sich Straßenbedingungen ändern können, prüfen Sie die Streckenplanung vor der Abfahrt. Für die Suche nach einem Hotel in Oaxaca können Sie zunächst entscheiden, ob archäologische Orte, Schutzgebiete oder Mezcal-Traditionen den Schwerpunkt Ihrer Reise bilden sollen.
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